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Die Christengemeinschaft
in Überlingen
Emmaus-Kirche
Rengoldshauser Str. 16
88662 Überlingen
Tel.: 07551 9497883
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Veranstaltungstipp
Do 24.05.2012 20:00 UhrIm Zusammenhang mit den weltweiten Jugendfesttagen der Christengemeinschaft "Kairos - Wirklichkeit jetzt": Nathan der Weise - Nathan haChacham - Nathan al-Hakim
Dreisprachiges Jugendtheaterprojekt - Arabisch, Hebräisch, Deutsch mit Jugendlichen aus Galiläa und vom Bodensee...
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Gemeindechronik
Die Entwicklung der Christengemeinschaft in Überlingen
1959 im Februar wurde Hans Fürcho (geweiht am 16. 10. 1948) nach Lindau entsandt. Im Oktober 1959 konnte dann schon die Krell’sche Kapelle gemietet werden. Um den Bodensee herum wurde an verschiedenen Orten die Menschenweihehandlung zelebriert.
1972 wurde in Überlingen mit dem Bau einer Waldorfschule begonnen. Aus dem Gründungskollegium kam die Anfrage nach Religionsunterricht der Christengemeinschaft. Dr. Doldinger, der Lenker, und Karl Hublow, Pfarrer in Konstanz, waren in der Zeit beide krank. So entschloss sich Pfarrer Hans Fürcho im Alleingang zum Umzug von Lindau nach Überlingen.
Ab 1973 wurde in Überlingen in der Schreibersbildstraße im Wohnzimmer Fürcho die Menschenweihehandlung gehalten (am Sonntag, wochentags in der Garage...). Aber Erntedank“ wurde dann auf dem Hofgut Rengoldshausen gefeiert: mit Altar unter dem Baum oder im Columbanhaus.
1975 kam ein zweiter Pfarrer hinzu: David Schwarz (geweiht am 29. 6. 1975), der sich in der Camphill-Dorfgemeinschaft Lehenhof ansiedelte.
Die Leitung der Christengemeinschaft (Der Siebenerkreis mit dem damaligen Erzoberlenker Taco Bay, geweiht am 18. 3. 1962) und die Mahle-Stiftung in Stuttgart machten Mut, in Verhandlungen über einen Kirchenbau mit der Stadt einzutreten: Das Grundstück stellten die Familien Voith/Hahn/Schweppenhäuser und die Waldorf-Schule, die selber gerade baute, zur Verfügung.
Den Kirchenbau-Entwurf machte Wilfried Ogilvie, die Ausführung lag im Wesentlichen bei der Alanus-Bauhütte.
Das soziale Umfeld wurde durch die anthroposophische Heilpädagogik gebildet: 1973 bestanden die Camphill Schulgemeinschaft Brachenrreuthe und die Dorfgemeinschaft Lehenhof schon, die Schulgemeinschaft in Föhrenbühl und die Dorfgemeinschaft Lautenbach begannen gerade.
Wenn wie z.B. bei Konfirmationen durch Siegfried Gussmann (geweiht am 12. 7. 1953) das Fürcho’sche Wohnzimmer zu klein war, wich man ab 1976 in die neu gebaute Kapelle in Lautenbach aus, wo auch sonst regelmäßig zelebriert wurde.
1979 begann der Kirchenbau in Überlingen:
16. 10. 1979 - Grundsteinlegung
10. 10. 1980 - Richtfest
1. Advent 1980 - Die erste Menschenweihehandlung wird im Saal im Untergeschoss gefeiert.
11. 01. 1981 - Kelchweihe des feuervergoldeten Silberkelches von Gemma Wolters-Thiersch im Saal (Dagmar Maren Schröter, geweiht am 7. 11. 1971, war schon da)
05. 04. 1981 - Kirchweihe:
Kanzel, Altar, Eingangstür und Portal wurden in Alfter gefertigt von Wilfried Ogilvie, ebenso die Altarleuchter, die in Bad Godesberg gegossen wurden. Im Sommer 1981 malte Wilfried Ogilvie das Altarbild. Die in reliefgeformtes Sandbett geschmolzenen Klarglasplatten wurden unter Leitung von der Firma Dierig in Holland gefertigt und in die gewölbte Außenwände eingesetzt. Aus Kostengründen musste auf farbige Glasfenster verzichtet werden, ebenso auf die beschnitzten Säulen und die Kuppelverkleidung.
1983 verließ Hans Fürcho Überlingen. Zu Dagmar Maren Schröter kam Volker Dauner (geweiht am 5. 3. 1977) hinzu. 1985 wurde Alfred Wohlfeil (geweiht am 2. 3. 1985) nach Überlingen entsandt, der vorher in Lautenbach in der Heilpädagogik gewirkt hatte. Volker Dauner übernahm dann die Arbeit in Konstanz. In Lautenbach arbeitete für eine begrenzte Zeit auch Karl Frevert (geweiht am 5. 3. 1977). 1995 war ein Umbruchsjahr für die Gemeinde in Überlingen: Alfred Wohlfeil sollte eine Aufgabe in Stuttgart übernehmen und Hans Matschoß (geweiht am 13. 3. 1976) sollte zu Dagmar Schröter hinzutreten. Aber im Sommer (Anfang August) verstarb sie plötzlich, und so musste Hans Matschoß von Düsseldorf kommend nun ganz allein die Gemeindearbeit übernehmen. In den Folgejahren kamen mehrere neugeweihte Priester nach Überlingen und in das nördliche Bodenseegebiet, die jeweils nur wenige Jahre blieben: Nicholas Wijnberg (geweiht am 24. 2. 1991), der auch für Wangen zuständig war, und seine Frau Michaela Wijnberg (geweiht am 11. 3. 1995), später kamen Milan Horák (geweiht am 11. 5. 1997) und Susanne Hörtreiter (später verheiratet: Susanne Gödecke) (geweiht am 11. 5. 1997). Im Jahre 2000 kam der Senior Hartmut Wittkowsky (geweiht am 6. 3. 1966) mit seiner Frau nach Überlingen als Alters-Ruhesitz und beteiligt sich mit Vorträgen und Urlaubsvertretungen am Gemeindeleben.
Erst nach 2001 stabilisierte sich die Situation wieder: Zwar kamen im Frühjahr Michael Bruhn (geweiht am 4. 3. 2001) und Aaron Mirkin (geweiht am 18. 3. 2001 ) nach Überlingen, aber Aaron Mirkin verließ schon im Sommer seine erste Gemeinde wieder Richtung Südafrika. Auch Susanne Hörtreiter (Gödecke) zog zu ihrem Verlobten nach Kiel. Dafür kam aber Hellmut Voigt (geweiht am 21. 10. 1979) nach zwanzig Jahren Gemeindearbeit in Rostock nach Überlingen.
Nun kamen die Gemeindegeschicke in ruhigeres Fahrwasser“: das Verhältnis zur Waldorfschule verbesserte sich zusehends, denn nach manch turbulenten Jahren mit Religions-Unterrichtsausfall und unbeaufsichtigten Kindern wurden wieder in jeder Klasse ( 1 bis 8 ) zwei Wochenstunden Religionsunterricht gegeben, auch dank der neu hinzugekommenen Religionslehrerin Maria Kreuer. Im Laufe der nächsten Jahre übernahm Regine Bruhn immer mehr Religionsunterricht und so konnte das Angebot bis zur 10. Klasse ausgebaut werden.
Im Zugehen auf das 25jährige Kirchenjubiläum wurden einige Projekte in Angriff genommen: die äußere Erscheinung des Kirchengebäudes sollte verbessert werden, und es schien an der Zeit, der Kirche einen Namen zu geben! Ersteres rief erstaunliche Resonanz hervor: Bis zu 20 Helfer waren im unermüdlichen Einsatz bei der Fassaden-Renovierung. Die Neugestaltung eines Weges direkt von der Rengoldshauser Straße (mit neuem Schaukasten) um den Gemeindegarten herum zum Kircheneingang wurde vom Landschaftsbau Bruderhofer erledigt.
Mit der Namensgebung war es etwas schwieriger: Lange Zeit konnte man sich nicht auf einen Namen einigen, und als man schon aufgeben wollte, tauchte plötzlich ein früher schon einmal gemachter Vorschlag wieder auf, der sich auf die Kirchenfenster-Mittelmotive bezog: Emmaus-Kirche“ nach dem Auferstehungsgeschehen aus Lukas 24! Und plötzlich konnten die meisten Freunde freudig zustimmen.
So gab es vom 7. bis 9. April 2006 ein großes Fest mit vielen namhaften Gästen und der Goldenen Trauung von Ehepaar Bay (Taco Bay, geweiht am 18. 3. 1962, und seine Frau Ita Bay, geweiht am 25. 11. 1973), die inzwischen an den Bodensee nach Illmensee auf den Lehenhof gekommen waren, als krönendem Abschluss.
Mit neuem Elan wurden nun zwei weitere große Projekte in Angriff genommen: Endlich die Verwirklichung der farbigen Innenglasfenster der Kirche nach Entwürfen von Wilfried Ogilvie (wie viele Jahre hatte die Gemeinde unter den roten Bleiglasfenstern gelitten, die vor allem die kultischen Farben immer verfälschten!) und einer modernen Orgel aus der Werkstatt Kraul, mit der kräftig der Gemeindegesang angeregt und unterstützt werden könnte.
Das Jahr 2008 brachte zwei außerordentliche und bereichernde Ereignisse: Zunächst hatte die Leitung der Christengemeinschaft der Gemeinde nach immer wieder erfolglosem Nachfragen zum Sommer eine weitere Kollegin versprochen (seit dem Weggang von Frau Hörtreiter (Gödecke) waren nur männliche“ Pfarrer tätig); endlich stand fest: zum Juni kommt Frau Ilse Wellershoff-Schuur (geweiht am 17. 3. 2000), vorher in der Gemeinde Hannover tätig – ohne dass ein Pfarrer weggeht!
Außerdem kam im November der komplizierte Prozess mit den farbigen Kirchen-Innenfenstern zum Abschluss: Über zwölf Wochen war Herr Ogilvie in Überlingen und setzte die inzwischen weiterentwickelten Entwürfe in der Werkstatt von Andreas Dierig um. Nun ist Farbenfülle eingezogen in den Kirchenraum.
Das Jahr 2009 brachte als weiteren Einschnitt erneut einen Pfarrerwechsel: Michael Bruhn wurde nach über acht Jahren in Überlingen zu einer neuen Aufgabe in die große Gemeinde Berlin-Wilmersdorf gerufen. Zum Ausgleich kam dann zum Herbst Jean-Marie Falcone (geweiht am 3. 3. 2007), der vorher zwei Jahre in Bonn tätig war.
Im Oktober 2010 wurde nach längerer Pause das Orgelthema wieder aufgegriffen, und im März 2011 brachte ein Erfahrungsbericht aus Bern, wo seit einiger Zeit eine Kraul-Orgel die Kultusmusik bereichert, die Initialzündung“: Wir wollen auch eine Orgel! Nun geht es um den Entstehungsprozess, an dessen Ende hoffentlich im Frühjahr 2014 zum 33jährigen Kirchweih-Jubiläum auch eine neue Orgel eingeweiht werden kann.
Seit Ostern 2011 gibt es in Überlingen das Proseminar am Bodensee“, das insbesondere Menschen unter 40 Jahren ansprechen möchte, die den Wunsch haben, sich mit den Inhalten und Aufgaben des Pfarrerseins auseinander zu setzen; dabei muss das Ziel nicht unbedingt die Fortsetzung der Ausbildung an einem der Priesterseminare der Christengemeinschaft sein, denn es gibt Lebenssituationen, die eine solch konkrete Perspektive zur Zeit noch nicht zulassen. Das Proseminar wird verantwortet von Pfr. Ilse Wellershoff-Schuur und geht jetzt schon ins zweite Jahr.
Im August 2011 verstarb nach kurzem intensivem Krankenlager der Erzoberlenker der Christengemeinschaft i. R. Taco Bay, nachdem er mit seiner Frau noch einige Jahre im Kreise der Familie in Heiligenberg-Steigen gelebt hatte. Seine Bestattung führte Kollegen, Verwandte und Freunde der verschiedensten Lebens- und Arbeitsbereiche aus aller Welt zu einer bewegenden Feier zusammen.
Pfarrer Hellmut Voigt wurde im November 2011 von der Gesamtlenkerschaft der Christengemeinschaft zum Nachfolger von Pfarrer Friedrich Schmidt-Hieber als Regionallenker berufen. Zwar behält er seinen Wohnsitz in Überlingen, wo er auch weiterhin als Gemeindepfarrer mitarbeitet, aber die Aufgaben des Regionallenkers in der Verantwortung für die Region Südwestdeutschland mit Gemeinden von Wangen i. A. bis Saarbrücken bringen es mit sich, dass er häufiger und auch länger abwesend sein muss zu Gemeinde- und Kollegenbesuchen sowie zu Konferenzen.
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