Grabstätte

Grabstätte der Gemeinde Darmstadt

Grabstätte der Gemeinde Darmstadt

Seit einigen Jahren verfügt unsere Gemeinde auf dem Waldfriedhof über ein Wiesengelände von ca. 300 m², in gut erreichbarer Randlage, das locker mit Kiefern und kleineren Gehölzen bestanden ist. Lage
Seit der ersten Kontaktaufnahme mit den zuständigen Behörden in 2001 sind etliche Jahre vergangen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass in dieser Zeit eine neue Friedhofssatzung erstellt wurde. Dieser Prozess gestaltete sich mühsam und langwierig, erwies sich für uns jedoch auch als nützlich, insofern wir zu einer Reihe von Workshops eingeladen wurden. Bei diesen Informationen und Aussprachen, an denen neben den städtischen Amtsträgern und Kommunalpolitikern auch Gärtnereibetriebe, Steinmetze, Bestattungsunternehmen und Pfarrer teilnahmen, bot sich für uns immer wieder die Gelegenheit, unsere Vorstellungen von einer Gemeinschaftsgrabstätte zu artikulieren und zu präzisieren.
 

Auf einen entsprechenden Gemeinderundbrief hin bekundeten spontan über 50 Mitglieder und Freunde ihr Interesse. Die amtlich vermessene Grabstätte ist für etwa 100 Bestattungen, davon ein Drittel Erdbestattungen, vorgesehen. Die Kosten für das Nutzungsrecht für ein Wiesen-Urnen-Reihengrab betragen zurzeit 430 Euro, für ein Wiesenreihengrab 810 Euro.
Die Gebühren werden vom Friedhofsamt mit den Angehörigen abgerechnet (Stand 2012).

Das in all den Jahren gewachsene Vertrauensverhältnis zwischen dem Friedhofsamt und unserer Gemeinde zeigt sich auch darin, dass man uns für die Grabstätte eine Skulptur genehmigte, die deutlich von den üblichen Steinkreuzen und -skulpturen abweicht. Die von dem Künstler Roger Rigorth geschaffene Skulptur besteht aus drei mächtigen, 3 m hohen Eichenbalken, die so gestaltet und angeordnet sind, dass sich in der Mitte eine Kelchform ergibt. Dieses beeindruckende Kunstwerk bringt zum Ausdruck, was in Zusammenarbeit mit der Gemeinde über die Frage des Todes erarbeitet wurde: Der Übergang von der einen in eine andere Wirklichkeit. In der Skulptur wird dieser Übergang durch ringförmig im Zentrum verankerte und die Struktur von Baumrinde tragende Glaselemente zum Ausdruck gebracht, einem Material, das in seiner Lichtverwandtschaft ein Bild für die Erdenzukunft ist.
Die Stirnseiten der drei Eichenbalken tragen jeweils eine Zeile des alten Rosenkreuzerspruches: „Aus Gott sind wir geboren – In Christus sterben wir – Durch den heiligen Geist werden wir neu geboren.“

Eine Dokumentation der Namen wird demnächst unsere Grabanlage vervollständigen. Zwischen den Eichenholzstelen werden gebrannte Glasplatten eingehängt, die die Daten der Verstorbenen aufnehmen. Auch diese werden in Korrespondenz mit der Skulptur künstlerisch gestaltet.