Nachrichten aus der Gemeinde

ADVENTS-LEUCHTEN

Liebe Gemeinde, in diesem Advent wollen wir mal etwas ganz Neues ausprobieren: Wir wollen Frankfurt ein bisschen mehr leuchten lassen. Wodurch? Durch lauter kleine Lichter der Begegnung.
Wie bei einem lebendigen Adventskalender findet jeden Tag im Advent ein Stündchen mit Gespräch, adventlichen Liedern, Besinnung, evtl. Plätzchen oder Tee statt. Vielleicht kennen Sie ja eine wunderschöne Adventsgeschichte, oder Sie möchten uns an etwas selbst Erlebten teilhaben lassen… Es gilt der Grundsatz, alles kann, nichts muss!
WANN? Jeden Tag im Dezember (1. bis 23.12.) von 17 bis 18 Uhr.
WO? Nun das hängt ganz von Ihnen ab. Sie können entweder einladen, dann findet es bei Ihnen statt, oder Sie können Besucher sein, dann lernen Sie Menschen und Orte innerhalb unserer Gemeinde noch einmal ganz neu kennen.
Ab sofort hängt im Foyer des Gemeindehauses ein Plan, in den Sie sich eintragen können, wenn Sie Gastgeber sein wollen. Die Liste der Gastgeber und Orte wird dann mit dem Adventsprogramm als Beilage versandt.
Auf rege Beteiligung und viele spannende Gespräche und Begegnungen in Zugehen auf Weihnachten freuen sich
Ihre Gemeindepfarrer

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VOM ORGANISMUS DER STERBESAKRAMENTE (20.8.2017)

„Ich setzte den Fuß in die Luft
und sie trug.“
HILDE DOMIN

Der Tod als ein Übergang vom irdischen ins geistige Dasein kann durch einen Brückenschlag mit bis zu zweimal je drei kultischen Handlungen begangen werden. Es kann ein eindrucksvolles Erlebnis und eine große Hilfe für den Sterbenden (und auch die Angehörigen) sein, wenn es gelingt, um den Tod eines Menschen herum diesen kultischen Rahmen so vollständig wie möglich zu durchlaufen:
Vor dem Tod kann der Sterbende folgende Sakramente erhalten:
1. Ein (letztes) Beichtsakrament
– dieses erkraftet das wache Ich-Bewusstsein
2. Ein (letztes) Abendmahl (als Krankenkommunion)
– dieses richtet sich an die Seele (auch bei schwächerem Bewusstsein)
3. Die letzte Ölung
– sie ist am lebendigen Leibe zu vollziehen, das ist auch ohne Bewusstsein möglich.
Nach dem Tod kann der Verstorbene folgendermaßen begleitet werden:
1. Durch die Aussegnung zum Abschluss einer möglichen Aufbahrung,
– am 3. Tage, wenn der Ätherleib sich endgültig vom Leichnam löst
2. Durch die eigentliche Bestattung
– als Geleit für die Seele wenn der Leib den Elementen (bei der Erd- oder Feuerbestattung) übergeben wird.
3. Die Menschenweihehandlung für den Verstorbenen
– leitet den Verstorbenen kraft des Gebetes und der vollzogenen Opferkraft der anwesenden Gemeinde hinüber in die Lebenskreise des Vatergottes.
In der Mitte dieser beiden Dreiheiten steht als „Scheitelpunkt“ dieses Brückenschlages der Todesaugenblick, der ja auch als ein größtes geistiges Erlebnis beschrieben werden kann.
In einem Aufsatz unserer Zeitschrift von 1997 hat Wolfgang Gädeke eindrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass dies eine Gesamtfigur ergibt und dies auch ausführlicher erläutert. (Diesen Aufsatz können Sie in der Gemeinde gerne als Kopie erhalten!)
Als konkrete Hilfen zu diesem Thema gibt es:
1. seit längerem für den Geldbeutel o.ä. kleine Pappkärtchen mit den Telefonnummern der Priester und dem Hinweis, neben den Angehörigen ggfs. auch diese im Falle eines Falles zu verständigen.
2. neuerdings ein Formular, mit dem Sie Ihre Verfügungen in Bezug auf die oben genannten Rituale im Zusammenhang mit dem eigenen Sterben regeln können.
Beides liegt diesem Programm bei. Weitere Exemplare (das Formular auch in größerem Format) liegen in der Gemeinde aus.
Bertolt Hellebrand