Kreuzabnahme Christi durch Nikodemus (oben), Maria Magdalena (links), und Maria Mutter Gottes (rechts). Pietà dell'Opera del Duomo, Michelangelo, Florenz (CC-BY-2.0-Lizenz/Wikimedia.org)
Ausstellung

Vielschichtigkeit und Licht

Arbeiten der Malerin Brigitta Koßmann

Auf Grund der aktuellen Situation können wir keine offizielle Eröffnung stattfinden lassen, laden aber herzlich zur Betrachtung der Bilder im Stillen ein und hoffen, dass ihre lebendige Farbigkeit, Licht und Zuversicht in die dunklen Wintermonate bringt.

 

Brigitta Koßmann

Brigitta Koßmann schenkt dem Betrachter ihrer Bilder einen Zugang in die geheimnisvolle und eigenwillige Welt abstrakter Zellstrukturen, in ihrer Formfülle und lichtvollen, kristallinen Vielschichtigkeit.

Eine Welt, in der er sich nicht auskennt, aber trotzdem verweilen möchte, umgeben von Formen und Farben, die sich nicht fassen lassen, da der Moment einer Wandlung, eines Neubildens und Umstrukturierens ständig in greifbarere Nähe zu sein scheint.

Der Zugang  fordert den Mut, sich auf diese gänzlich freie Eigenwilligkeit einzulassen, die Formen scheinen nichts sein zu wollen als reine Form, Assoziationen bilden sich nur zufällig und sind schwer zu fassen, Grenzen scheinen sich jederzeit verschieben zu können. 

Das Ganze ist von einer pulsierenden Lebendigkeit, als wäre ein Moment in einem Geschehen eingefangen, der sich zu jeder Zeit unverhofft lösen und aus der Erstarrung wieder ins Fließende bewegen kann.

Das Eintauchen in dieses Geschehen schafft,  für eine kleine Weile, ein Loslösen von festen Vorstellungen und sich Einlassen auf das Unbekannte, dem alle Möglichkeiten von Formfindungen innewohnen.

Es schafft ein Vertrauen darauf, dass im Unbekannten neben der Ungewissheit auch Freiheit ist.

In Brigitta Koßmanns Arbeiten werden Acryl, Pastell- und Ölkreiden und Graphitstifte auf Papier oder Leinwand flächenhaft verbunden.

Ihre Malerei zeugt von einem lebensbejahenden, emotionalen und sensiblen Umgang mit den Farben, die sie in unterschiedlichen Transparenzen übereinander legt.

Inspiriert wird sie durch die Natur und ihre Arbeit in der Zytologie.

Sie selbst sagt über ihre Faszination für Zellpräparate:

Was mich fasziniert?

Vielschichtigkeit und Licht!

Wenn ich mir diese wundersame Reise durch das Licht, in dieser mikroskopischen Schau vergegenwärtige, dann kann ich das greifen.

Und auch der Wunsch, diese Vielschichtigkeit, die durch den Wechsel der Brennweite wandert, wächst, sich klärt und überlagert, gepackt und umgesetzt zu kriegen.

In diesem selbst entworfenen Zusammenhang.

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Ort: Gemeinde Herdecke Nikodemus Kirche Huser Feld 140