Zur Meditation

17. Mai 2020

Der Leib ist wahrhaftig unser Anker im All.


Heinrich Schipperges (1918 – 2003); zitiert nach: Peter Selg, »Die Würde des Leibes und die gesundende Kraft des Geistes«, Arlesheim 2016, S. 13


 

An dieser Stelle werden ab sofort Wortlaute eingestellt, die zur Meditation, d.h. zum inneren Durcharbeiten, Nachschaffen und Durchleben gedacht sind. Man lese einen solchen Wortlaut, schreibe ihn sich ggf. an geeigneter Stelle schön ab, und bewege ihn in der angedeuteten Weise in sich. – Rudolf Steiner wies 1916 darauf hin, dass »[G]erade dasjenige, was sorgfältig aufgenommen wird und auf das Ich wirkt, vom Ich aus ins Gedächtnis geprägt wird, gerade das wirkt sogar weniger, als was flüchtig als Zeitungssache aufgenommen wird.« So scheint es gerade in Zeiten der Informationsflut besonders geraten, sich in einzelne gleiche Inhalte immer wieder und wieder bewusst zu vertiefen, um auch das unterbewusste Seelenleben damit zu nähren – und der »Alleinherrschaft des Flüchtigen« darin entgegen zu wirken.

Johannes Roth