Ostertagung

Der unvollendete Mensch -
ein Wagnis der Schöpfung

- seine Herkunft bejahen
- im Leben sich bewähren
- aus der Zukunft gestalten

Nach der biblischen Schöpfungsgeschichte ist der Mensch die Krone der Schöpfung. Gott sah, dass dieses Schöpfungswerk sehr gut war. Aber wie sieht es inzwischen mit dem Menschen aus? Er ist zum Problem für die ganze Schöpfung geworden. Die Zerstörung der Erde und die Ungerechtigkeiten in der Welt haben im Verhalten des Menschen ihre Ursache. Das kommt daher, dass der Mensch nicht seine Menschlichkeit, sondern seine Unmenschlichkeit auslebt. Das Wagnis der Schöpfung besteht darin, dass der Mensch erst dann seine göttliche Bestimmung erfüllt, wenn er die Menschlichkeit selbst ergreift. Das ist heute Aufgabe der Menschheit und somit auch jedes Einzelnen auf seinem Lebensweg. Um diese Herausforderung bewältigen zu können, müssen wir richtig in der Zeit stehen: In der Vergangenheit, indem wir unseren göttlichen Ursprung anerkennen und aus allem, was geschehen ist, lernen wollen; in der Gegenwart, indem wir unsere Lebensanforderungen in Beziehung zu dem immer anwesenden Christus versuchen zu bringen; und in der Zukunft, indem wir die göttlichen Ziele, durch unsere Verbundenheit mit dem Geist, in die Lebensgestaltung einbringen. So sind es also große Themen, die wir auf unserer diesjährigen Ostertagung in den Kursstunden, den künstlerischen Übungen und Gesprächen bewegen und vertiefen wollen.

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