Lukas 10: 1–20
Als Christus auf Erden lebte, sandte Er Helfer vor sich her – in jeden Ort, in den Er selbst kommen wollte. Wofür war das notwendig? Wäre es nicht viel einfacher gewesen, Er hätte alles allein getan? Denn alles, was Seine Helfer taten – heilen, Dämonen austreiben, Frieden stiften – tat Er selbst auch. Und das auch viel besser, als Seine Jünger es konnten. Nur von Christus wird gesagt, dass Er mit Vollmacht – mit Exousia – handelte und sprach. Ohne seine Hilfe konnten die Jünger nichts tun.
Also – warum sollte Er nicht ohne Helfer wirken?
Die Bibel ist voll von einer besonderen Sehnsucht der Menschen: der Sehnsucht nach dem Allmächtigen Herrscher, nach dem Augenblick, wo Christus Seine Vollmacht ganz ergreift. Angekündigt wird diese Zeit in der Apokalypse, als eine gewaltige Stimme im Himmel ruft: „Jetzt ist geworden das Königreich unseres Herrn und Seines Christus. Er wird König sein in allen folgenden Zeitenkreisen“ (Apokalypse 11: 15).
Einmal wird der Fürst dieser Welt seine Macht dem rechtmäßigen Herrn schließlich abgeben müssen. Aber so weit ist es noch nicht.
Bis dahin fragt Christus einen jeden von uns: Und du – was kannst du tun, um mir zu helfen? Willst du vor mir hergehen, um mir den Weg zu bereiten? Wohin du gehst – du kannst mein Helfer werden.
Und wenn du vor mir hergehst und mir den Weg bereitest, werde Ich im Stillen mit dir gehen und deine schwachen, unzulänglichen Bemühungen segnen – bis einmal die Zeit Meiner Allmacht gekommen ist.
Verfasst von Bastiaan Baan, Priester
