Der unbekannte Rudolf Steiner – Anarchist, Sozialist, Feminist…

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Saal Heinrichstraße

Dass Rudolf Steiner, dessen 100. Todestages wir in diesem Jahr gedenken, ein Vorreiter der Ökologie, ein Pionier moderner Pädagogik und ein Inspirator menschengemäßer Medizin war, davon haben die meisten Zeitgenossen schon einmal gehört.
Aber inwiefern ist es angebracht, ihn auch als einen sozialen Vordenker, Pionier, Inspirator zu denken?
Hat es eine Berechtigung, wenn wir ihn, den Autoren der „Philosophie der Freiheit“, auch als ultimativen Anarchisten feiern?
Oder seine Idee der Sozialen Dreigliederung als eine mögliche Spielart des Sozialismus anschauen?
Und: Dürfen wir seine radikale Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau auf allen Lebensgebieten als „Feminismus“ bezeichnen?
Obwohl in den folgenden Jahrzehnten manche seiner sozialen Impulse zu versanden schienen und gerade auch in der anthroposophischen Bewegung kaum wieder zu erkennen waren, können wir versuchen, uns darauf zu besinnen, wie es gemeint war…

Ilse Wellershoff-Schuur