Herbert Hahn war der von Rudolf Steiner erstberufene Waldorflehrer und ein persönlicher Schüler Rudolf Steiners. An der neuen Pädagogik mit Steiner zusammenarbeiten zu dürfen, betrachtete er als das größte Geschenk seines Schicksals. Ihn hebt aus dem Kreis der zwölf Gründungslehrer der ersten Waldorfschule in Stuttgart heraus, dass ihm neben anderem Unterricht der von Steiner neu eingerichtete freie Religionsunterricht übertragen wurde und er zum Empfänger der vier von Steiner gegebenen Handlungen wurde: Sonntagshandlung, Weihnachtshandlung, Jugendfeier und Opferfeier. Der Vortrag möchte der Frage nachgehen, was Hahn in seinem Werdegang und Wesen dazu vorbereitet hat, diese zentrale Stellung im Gründungsgeschehen der Waldorfschule einzunehmen. Das Wort Rudolf Steiners an Emil Bock und Herbert Hahn, man habe verschiedene Aufgaben, solle aber freundschaftlich in der Verantwortung für die neuen Rituale zusammenarbeiten, haben beide sehr ernst genommen.
Elisabeth von Kügelgen