Ichwahn und Allmachtsphantasie – der Antichrist als Gegenbild zu Christi Wiederkunft

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Standort
Saal Heinrichstraße

Der reine Mensch ist eine schillernde Bezeichnung. Was ist Menschlichkeit ohne Christus? Der Antichrist ist schon früh eine klar umrissene Figur gewesen; ein Doppelgänger Christi am Ende der Zeiten. In der monumentalen Marienkirche in Frankfurt/Oder gibt es drei Fenster, die glücklicherweise durch Abbau im 2. Weltkrieg und Abtransport nach St. Petersburg bewahrt und wieder eingesetzt worden sind: Sie schildern die Schöpfung, Christus und den Antichrist. Eine Zeitlang war dieser für die Christen so weit entlegen wie die Engel, aber heute wird er wieder wichtig, zumal viele von uns sich in apokalyptischen Zeiten fühlen. Der Vortrag am 10. Oktober soll diese Gestalt schildern, aber auch die Missverständnisse, die sich oft im Bereich der Christengemeinschaft und Anthroposophie damit verknüpfen, als ob er „der“ Widersacher sei. Rudolf Steiner hat sich dazu klar geäußert.
Frank Hörtreiter