Gemeindebrief

Gemeindebrief

Michael-Kirche der Christengemeinschaft in Bremen

 

Johanni – Michaeli  2020

Liebe Gemeinde,

die Ihnen allen gut bekannte Darstellung des Abendmahls von Leonardo da Vinci zeigt den Christus, der in einem Raum vor einem Fenster sitzt. Das Antlitz des Christus sehen wir vor dem Hintergrund einer Landschaft, wo in der Ferne sich Himmel und Erde in der Horizontlinie treffen. Genau auf dieser Grenze zwischen Himmel und Erde im Zentrum des Bildes sind die Augen des Christus. Diese scheinbar unbedeutende Tatsache möchte ich etwas genauer anschauen.

Wenige Jahrzehnte vor Leonardo sahen die Gemälde der großen Meister noch ganz anders aus. Kurz gefasst, kann man sie als etwas kindlich gemalt bezeichnen. Kinder sehen und malen die Welt anders als Erwachsene heute. Ihre Bilder sind zweidimensional, sie kennen keine Perspektive - wie auch die Maler bis ins 15. Jahrhundert. Davor ist die Welt, der Himmel und die Erde, in der Malerei wie eine Kulisse für das, was sich unter den Menschen abspielt und einen religiösen Charakter hat. Ob Heilige oder Adlige dargestellt werden, es kommt immer auf ihre religiös-geistige Bedeutung an, was unmittelbar in ihrer Körpergröße ausgedrückt wird. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts verändert sich der Blick des Menschen auf die Welt. Innerhalb einer kurzen Zeit entdecken verschiedene Maler an unterschiedlichen Orten die äußere Welt. Sie sehen plötzlich die Gegenstände der Welt nicht als einen Hintergrund für das Geistig-Religiöse, sondern als selbstständige Objekte, die zueinander und zu dem Zuschauer in einem Verhältnis stehen. Sie beginnen Natur, Architektur, Blumen und Häuser zu malen. Der Mensch wird zum Zuschauer und beginnt die Welt zu erforschen und zu erkennen. Die Horizontlinie gewinnt an Bedeutung. Die Grenze zwischen Himmel und Erde wird das weiteste, was ein Menschenauge sehen kann und gleichzeitig das, woran sich ein jeder Mensch festhält, um sich in den Raumverhältnissen zu orientieren.

In diesem bedeutsamen Zeitpunkt der Geschichte malt Leonardo sein Abendmahl. Als ob er erkennen würde, wohin diese Entdeckung der Welt den Menschen führen wird. In der Neuzeit (ab 1413) macht nicht nur die Kunst ihre Wende, sondern alle Wissenschaften. Die Astronomen denken über die Bedeutung der Erde im Kosmos nach, Physiker entdecken die Naturgesetze, der Mensch wird dem anatomischen Blick unterworfen. Menschen wollen genau sehen und wissen wie alles funktioniert. Früher haben Menschen mit Kindes Augen geschaut und das, was für ihr inneres Leben wichtig war, größer, heller und schöner gesehen. Heute soll der Naturwissenschaftler im Labor nicht zu viel denken, denn er darf nicht die Reinheit des Experiments stören und dem Betrachteten etwas Subjektives hinzufügen. Ist es so, dass wir Menschen nur diese zwei Möglichkeiten haben? Entweder träumerisch durch die Welt gehen, auf das Geistige schauen und über das Irdische stolpern; oder sehr präzise das Äußere wahrnehmen, ohne in dem Irdischen eine Geistigkeit annehmen zu dürfen?

Der Christus verbindet Himmel und Erde. Er kam aus den höchsten Geistesreichen und brachte sie mit in den Menschen Jesus. Durch den Tod und die Auferstehung erhob er das Irdische ins Geistige. Er trug die verwandelte Erde in den Himmel.

In jedem Augenblick des Erkennens verbinden wir Geist und Materie. Wir sehen mit Augen diese Welt, wir nehmen sie wahr in ihrer äußeren Gegebenheit und wir erfassen den Begriff, die Idee des Wahrgenommenen von innen her, vom Geiste her. In uns selbst ist der Horizont zwischen Geist und Materie. Nicht bedeutungslos platziert Leonardo die Augen des Christus auf die Linie, die Himmel und Erde verbindet. Am Beginn des Weges, der uns in den Materialismus führt, zeigt er uns, dass das erkennende Schauen des Menschen nicht das Religiöse ausschließen muss. Der Blick des Menschen hat für die Welt eine enorme Bedeutung. Die Welt möchte nicht mehr eine Kulisse sein. Sie möchte in ihrer Ganzheit erkannt werden. Dafür braucht sie den Menschen, der durch sie hindurchschauen (lat. perspicere) und in seinem Bewusstsein Geist und Materie verbindend diese Trennung, diese Wunde heilen kann.

Herzlich grüßt im Namen der Kollegen Ihre

Anastasiia Mazur 

 

Zu den Veranstaltungen

Friedrich Benesch und Werner Georg Haverbeck – zwei Priester hatten eine dunkle Vergangenheit                                                                                                                

Freitag, 19.6., 19:30 Uhr

Oft werde ich bei meinen Darstellungen der Christengemeinschaft gefragt: Warum gehen Sie nicht auf Werner Georg Haverbeck und Friedrich Benesch ein? In meinem entstehenden Buch „Die Christengemeinschaft im Nationalsozialismus“ gehe ich auf sie ein, obwohl sie erst nach dem Krieg geweiht wurden. Am 19. Juni können diese Persönlichkeiten in einem Vortrag persönlicher geschildert werden als in einem Buchkapitel, und jede Frage dazu ist willkommen.                              

Frank Hörtreiter

 

Johannifeuer                                                                  Samstag 27. 6. von 16:00 bis etwa 19:00 Uhr

In diesem Jahr können wir Johanni feiern, das sonst oft schon in den Schulferien liegt. Auf dem Hof Lütjen in Verlüßmoor werden wir uns ums Feuer sammeln, Mitgebrachtes braten, Milch vom Hof genießen, singen und Geschichte hören. Es wird auch Kaffee und Kuchen zu kaufen geben. Die älteren Kinder und Jugendlichen dürfen am Ende vielleicht übers Feuer springen. Die Zieladresse lautet: Verlüßmoor 15, 27729 Vollersode. Wir bitten um telefonische Anmeldung im Gemeindebüro mit Anzahl und bei Kindern mit Alter.

A. Mazur, J. Paulus

 

Altarbilder hören lernen                                                                                            Fr bis So 1. bis 12. 7. 

Beim Betrachten von Altarbildern kann unser Empfinden sehr unterschiedlich sein. Das mag zum einen an unseren Bedürfnissen und Hoffnungen und zum anderen an unseren Begabungen und Erkenntnissen liegen, die wir dem Christuserleben im Bilde entgegenbringen. Wie können wir in dieser Vielschichtigkeit zu einer fruchtbaren Verständigung in der Bemühung um ein Altarbild finden? 

Ab Anfang Juni werden bei uns Altarbildskizzen ausgestellt. Sie sind weder als zur Auswahl stehende Vorschläge noch als maßgebliche Vorbilder gemeint. Sie sollen lediglich dazu dienen, dass in vergleichenden Betrachtungen sachbezogene Gesichtspunkte, Kriterien und Motive gewonnen werden können. 

Mit diesen Erfahrungen möchte Christóbal Ortín (Pfarrer in Zürich) zusammen mit uns einen ersten Schritt auf einem längeren Weg zu einem neuen Altarbild für unsere Gemeinde machen. 

In diesem Sinne möchten wir an dem Wochenende vom 10. bis zum 12. 7. uns solchen Betrachtungen widmen und hoffen, damit einen reichen Schatz von gemeinsamen Begriffserfahrungen sammeln zu können. 

A.Mazur

 

Georgien - unbekanntes Land am Rande Europas                                               Freitag 17.7. 19:30

Mit Geschichte(n), Bildern und Musik wird das kulturgeschichtlich vielfältige Land vorgestellt. Berichtet wird von Begegnungen mit der Christengemeinschaft und Waldorfeinrichtungen in Tbilissi (Tiflis), von Erlebnissen in den prägnanten Kreuzkuppelkirchen sowie von der Frühlingsnatur zwischen Schwarzem Meer und dem Kaukasus-Gebirge. Auszüge aus dem georgischen Nationalepos Der Recke im Tigerfell beschließen den Abend.                                       

M. Knecht

 

Die Bosnischen Pyramidenhügel                                                                                 Freitag, 24.7., 19:30

Peter Hattwig berichtet über die jüngste archäologische Entdeckung, die auf den bosnischen Bauunternehmer Dr. Sam Osmanagich im Jahr 2005 zurückgeht. Aufgrund der eigentümlichen Geometrie mehrerer Hügel 30 km nördlich der Hauptstadt Sarajevo wagte er als erster die Behauptung, dass es sich um künstlich angelegte Strukturen handeln müsse, die über Jahrtausende hinweg von Erde und Vegetation überdeckt wurden.

Recht spektakulär sind künstlich gefertigte Betonplatten zur Stützung der Pyramidenhügel, die ein Alter von fast 30000 Jahren aufweisen, wie aus organischen Überresten innerhalb des Betons ermittelt wurde.

Im Untergrund wurde ein weit verzweigtes künstliches Tunnelsystem entdeckt, dessen Innenseiten ebenfalls mit Beton ausgekleidet sind. Die Tunnel wurden vor 5000 Jahren zugeschüttet. Die bis jetzt betretbaren Gänge haben eine Länge von über 700 Metern.   

Peter Hattwig                                                                                                                    

 

Entdecke den Clown in dir                                                                         Sonnabend, 1.8., 10 – 16 Uhr
"Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut es zu zeigen." Charlie Rivel

Ein Schnupperworkshop, ab 16 Jahren, um den Clown in sich selber zu entdecken....…

Mit kleinen Schritten auf seinen eigenen Clown zugehen.… Mit Freude Fehler machen dürfen...

Mit dem Blick des Kindes.......…

"Wir denken zu viel und fühlen zu wenig." Charlie Chaplin.
Ich bin ausgebildete Gesundheit!Clownin an der Tamala-Clownakademie in Konstanz.

Anmeldung bis spätestens 18.7. telefonisch unter
Susanne Lütke 0421-67 32 71 30 oder per E-Mail 
fhfnaar.yhrgxr@tzk.qred.xmg@ekteul.ennasus
Hutspende, Richtwert zwischen 50,- und 100,-€...

Bitte bequeme Kleidung, Essen und Trinken mitbringen.…                                    

Susanne Lütke

 

Stellas Mission – Überleben der Menschheit                                                        Freitag, 28.8., 19:30

(Verlag Tredition, Februar 2019, Marva Aurin)

Immer wieder werde ich gefragt, wie ich die Coronapandemie voraussehen konnte.

Die Pandemie in meinem neuen Roman breitet sich weltweit rasant aus, wenngleich sie sich deutlich von der Coronapandemie unterscheidet.

Wer mein erstes Buch „Stella, das Ohrenmädchen“ kennt, hat bereits einen Eindruck des eigens für die Protagonistin gefundenen Schreibstils bekommen. Stella ist hochsensibel und erlauscht die Rhythmen in Menschen und in der Natur, z. B. den Rhythmus von Regen. Ihre besonderen Fähigkeiten entfaltet sie in „Stellas Mission“.

In meinem neuen Buch erlebt Stella Gewalt, Flucht, Verfolgung, Leid und Zerstörung. Es zieht sich jedoch ein roter Faden von Hoffnung, Mitgefühl und Heilung durch das Geschehen.

Falls Sie vorab noch mehr über das Buch erfahren möchten, können Sie unter diesem Link eine Lesung einsehen:

https://youtu.be/101NbdYLZrM

Ich freue mich sehr auf Besucher zu meiner Lesung und kann dann auf Fragen eingehen, u.a. auf die Frage, wie ich während der 7-jährigen Entstehungszeit von „Stellas Mission“ auf eine Pandemie gekommen bin.

Friedgard Mattlin

 

Die Konfirmation              Sonntag, 30.8., 10:00

wird in diesem Jahr ausnahmsweise am Sonntag, dem 30. August gefeiert. Aus Rücksicht auf die dann wohl noch geltenden Abstandsverordnungen bitten wir die Gemeinde an diesem Sonntag nicht zur Kirche zu kommen. Wir bedauern dies sehr, weil wir aus religiösen Gründen gewöhnlich sehr darum bitten, die Taufen, Konfirmationen und andere persönliche Sakramente als betende Gemeinde zu begleiten.         

J. Paulus

 

Flohmarkt – ein Fest für Gemeinde, Nachbarn und Passanten                                                                                                                       

                                                                                                                     Sonnabend, 12. 9., 9 -16 Uhr

Schon um 9 Uhr sind interessante, ausgefallene, nützliche und edle Dinge zu erwerben. Stöbern Sie auch im gut sortierten umfangreichen Antiquariat (regensicher im Saal Heinrichstraße): Biographien, Romane, Literatur, Bremensien, Kunst- und andere Bildbände, Kinder- und Sachbücher u.v.m.  Treffen Sie Freunde und Bekannte beim umfangreichen kulinarischen Angebot im Café unter der Linde oder beim herzhaften Buffet unterm Ahorn, genießen Sie die Musikeinlagen.

Am Info-Stand von ROLAND-Regional erfahren Sie Neues vom Wirtschaftsring. Selbstver-ständlich kann das gesamte Flohmarktangebot mit Roland-Scheckgutscheinen bezahlt werden.

Abgabe von Flohmarktartikeln ab Ende August im Gemeindebüro (Bücher sind bereits reichlich vorhanden). Wichtig: Bitte prüfen Sie bei elektrischen oder elektronischen Geräten vorher, ob sie funktionstüchtig sind (oder kennzeichnen Sie ggf. ein defektes Gerät für Bastler)!

Stände bitte anmelden bis 7. 9. unter: Tel. 339 84 30 (Gemeindebüro), Standgebühr 5 € und ein Kuchen oder Salat (Kinderstände sind kostenfrei).

Wir freuen uns über vielfältige Speisen zu einem herzhaften und süßen Büfett. Beiträge dazu  gerne   Katharina Koblitz mitteilen (Tel.: 16 82 699). Helfer für Verkauf, Auf-  und Abbau mögen sich über das Gemeindebüro melden oder direkt unter 04205 - 791 55 57 bei                               

Michael Knecht

 

Atmosphären des Wiederkommenden                                                                                                          Sonnabend, 19.9., 10 bis 17 Uhr

Zum Regionstreffen in Bielefeld sind die Gemeinderäte und tragend ehrenamtlich Tätigen in allen Gemeinden Nordwestdeutschlands eingeladen. Es ist schon durch die Teilnehmer ein besonders bewegendes Treffen, weil alle  für die Gemeinden sich mitverantwortlich Fühlenden, das Gemeindeleben auf verschiedenste Weise Tragenden und Gestaltenden aus der Region zusammen kommen. Sie tragen wesentlich dazu bei Atmosphären zu schaffen, in denen der Christus gegenwärtig sein und wirken kann. Alle diejenigen sind eingeladen, denen das Gemeindeleben der Christengemeinschaft am Herzen liegt. Es ist ein Festtag der Begegnung zwischen allen Gemeinden Nordwest-deutschlands.

Diese Aufgabe wollen wir ins Bewusstsein heben, anregen und weiter entwickeln. Arbeitsgruppen sind in Vorbereitung: Was sind die Elemente eines christlichen Gespräches? Wie wird es "erquicklicher als Licht?" - Eurythmisch werden wir erforschen, was bei Nähe und Ferne alles erfahren werden kann. - Es wird eine gemeinschaftliche Kunstaktion geben. - Wir lauschen dem gemeinsamen Gebet im Gemeindelied nach und fragen uns, was sich dabei ereignet. - Wir fragen nach den vorhandenen und weiter zu entwickelnden Lebensformen von Gemeinden in Gemeinschaft. - Und wir suchen Brücken über die sozialen Abgründe auf dem Weg zum Wiederkommenden.

Der Flyer ist in Vorbereitung und wird vor den Sommerferien in der Gemeinde ausliegen.

 

Reise nach Kiew               Sonntag, 27.9., 11:45

An dem Offenen Gemeindeabend am 13.3. wurde von mehreren Teilnehmern angesprochen, wie schön es war Frau Nechytailo (Priesterin in der Gemeinde in Kiew) persönlich bei der Eröffnung ihrer Ausstellung zu erleben und wie schade es sei, dass das Fest der Einweihung des neuen Hauses der Gemeinde in Kiew, zu dem sie herzlich eingeladen hatte, von uns nicht vor Ort mitgefeiert werden könne. Im weiteren Gespräch entstand die Idee, dass wir eine extra Gemeinde-Reise nach Kiew organisieren könnten. Kiew ist eine große schöne Stadt mit reicher Kultur und Geschichte. Es lohnt sich dort ca. 10 Tage zu verweilen. Voraussichtlich würden wir diese Reise im Frühsommer nächsten Jahres unternehmen. Am 27.9. werden wir uns nach den Gottesdiensten mit denjenigen treffen, die vielleicht an der Reise Interesse haben. Nach einer kleinen Einleitung über Kiew werden wir gemeinsam überlegen, wie wir uns diese Reise vorstellen und wann sie stattfinden soll. Alle sind herzlich willkommen, auch die, die nicht mitfahren werden.        

A. Mazur

 

100 Jahre Christengemeinschaft

In diesem Herbst möchten wir in den norddeutschen Gemeinden den ersten Akzent für den hundertsten Geburtstag der Christengemeinschaft 2022 setzen. Die Gemeinden sind das Zentrum, von dort aus geht der Impuls in die Region zu einer Tagung vom 8. bis 10. Oktober 2021 in Hannover, dann zur weltweiten Tagung vom 7. bis 11. Oktober 2022 in Dortmund. Von dort kehrt der Impuls zurück in die Regionen und schließlich in die Gemeinden. Es wird vielfältige Aktivitäten geben auf allen Ebenen, welche unser Bewusstsein auf die Wirksamkeiten des Wesens unserer Christengemeinschaft lenken sollen. Wenn wir den Geburtstag eines lieben Menschen feiern, denken wir auch an Vergangenheit und Zukunft, an verschiedene Charaktereigenschaften des Geburtstagskindes – und feiern diese. In unserer Vortragsreihe folgen wir Anregungen aus den Gemeinden: Wie war es damals eigentlich wirklich? Wie hat es sich gewandelt? Wohin will sich die Christengemeinschaft entwickeln? Es gibt viele ungehobene Schätze aus der Gründung der Christengemeinschaft, Quellkräfte, die noch schlummern und erst geboren werden wollen. Es gibt manche verklärende Geschichtsbetrachtungen, die bereinigt werden wollen und welche die Christengemeinschaft nicht braucht, um geistig bedeutend zu sein. Es gibt viele Entwicklungsfelder, auf denen wir Jahr für Jahr in die Zukunft schreiten wollen. Es gilt Kräfte und Impulse zu erahnen, die der Christengemeinschaft aus der Zukunft zuteil werden wollen.

 

Aus dem Gemeindeleben

Klaus Kühl

Unser lieber Emeritus Klaus Kühl hat darum gebeten nicht mehr im Beisein der Gemeinde zu zelebrieren.  Er gehört zu den Priesterkollegen, die von Ruhestand eigentlich nichts wissen wollen. So hat er nach seiner Emeritierung zuerst jahrelang in Marburg mitgewirkt und nun weitere fünf Jahre in Bremen. Diese Mitwirkung muss er zur Zeit aus Gründen des Alters, der Kräfte und der Gesundheit einen deutlichen Schritt zurücknehmen. Wir danken ihm sehr herzlich für sein priesterliches Wirken in der Gemeinde.

 

Finanzbericht 2019 und Fragenbeantwortung zur Jahresversammlung

Da nicht alle von Ihnen an der Jahresversammlung der Bremer Gemeinde Ende Februar teilnehmen konnten, möchte ich Ihnen an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung zum finanziellen Ergebnis des letzten Jahres geben:

Dank Ihrer regelmäßigen Beiträge und Spenden, Ihrer Zuwendungen zu besonderen Anlässen und insbesondere dank des überwältigenden Ergebnisses auf den Spendenaufruf vom Oktober 2019 (fast 20.000 EUR) konnten wir das Jahr 2019 mit einem Überschuss abschließen. Dieser erlaubte es uns, einen zusätzlichen Beitrag für die übergemeindlichen Belange (insbesondere die Altersversorgung der Pfarrer) in Höhe von 10.000 EUR zu leisten. Danach verblieb im Gesamthaushalt der Gemeinde als Ergebnis noch ein Betrag in Höhe von ca. 4.000 EUR, der für Aufgaben in diesem Jahr verwendet werden wird.

Gerne wiederhole ich hier, mit welch großer Freude und Dankbarkeit wir uns im Gemeinderat dieses Ergebnisses bewusst geworden sind. Auf der Jahresversammlung habe ich der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass diese positive Entwicklung der Finanzen sich im Jahr 2020 wiederholen möge. Zur Unterstützung habe ich darum gebeten, die regelmäßigen Zahlungen dahingehend zu prüfen, ob eine Erhöhung möglich sein kann, besonders wenn dies lange nicht erfolgt ist. Dankbar habe ich in den letzten Wochen schon erste Anhebungen regelmäßiger Eingänge verzeichnen dürfen!

Angesichts der Entwicklungen der letzten Wochen kann ich einerseits berichten, dass die Gemeinde bisher kaum von Zahlungsausfällen oder -reduktionen betroffen ist - dafür sage ich Ihnen allen einen herzlichen Dank. Andererseits wiederhole ich meine Bitte nach Überprüfung der Beiträge und Spenden in der Hoffnung darauf, dass die regelmäßigen Einnahmen der Gemeinde weiterhin stabil bleiben mögen!

Auf der Jahresversammlung wurde unserem von der Rechnungsprüfung berichtenden Kassen-prüfer Jörg Lorenz eine Frage bezüglich der Festschreibung der Buchungen gestellt. Ich versprach nach Überprüfung des Sachverhalts die Antwort im Gemeindebrief zu geben:

Die Anforderung, Buchungen festzuschreiben erfüllen wir, indem wir den Stand der Buchhaltung per Ende des Geschäftsjahres feststellen und durch die gewählten Rechnungsprüfer prüfen lassen. Diese geprüften Zahlen werden in der Jahresversammlung vorgestellt. Die Prüfung schließt ein, dass die Übernahme der Vorjahreszahlen korrekt erfolgte und in der Fortschreibung so sichergestellt ist, dass die Buchhaltung am Jahresbeginn auf Grundlage der geprüften Vorjahreszahlen begonnen wurde. Ebenso wird mit den geprüften und vorgestellten Zahlen im Folgejahr (2020) verfahren.

Sowohl Buchführung als auch Buchprüfung für 2019 sind somit korrekt, die durch die Jahresversammlung unter Vorbehalt erteilte Entlastung der Finanzverantwortlichen ist somit gültig und bedarf keiner Wiederholung.

Wolfgang Wohlfarth, Schatzmeister

 

Aufbahrungskapelle

Im letzten Gemeindebrief haben wir angekündigt, dass dank Spenden unser Aufbahrungsraum renoviert werden kann. Mit Freude teilen wir Ihnen mit, dass nun in kürzester Zeit alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind. Der Raum wurde von Peter Hattwig, Wolfgang Hölbe, Ulf Nazarenka und Rainer Stelten vorbereitet, abgedeckt, weiß grundiert u.a.m., so dass Frau Rahel Wepfer (Künstlerin aus der Schweiz) mit Hilfe von Alfredo Agostini in der ersten März-Woche den Raum farblich gestalten konnte. Durch diese Aktion hat der Raum an Klarheit und Dynamik gewonnen. Die Hauptfarbe ist ein warmer Lila-Ton, der durch eine Spannung zu einer goldfarbenen Fläche im hinteren Bereich des Raumes unterstützt und verstärkt wird. Ein intensives Lila im vorderen Bereich der Kapelle bildet einen geschützten Raum für den Verstorbenen. Die monumentale Form des Raumes wird durch die Asymmetrie in der Farbgebung in Bewegung gebracht, wodurch man in dem Raum bei aller ernster Getragenheit eine atmende Leichte erfahren kann. Wir danken herzlich allen, die sich an diesem Projekt beteiligt haben durch ihre Spenden, Arbeit und Interesse! Und laden Sie herzlich ein bei Gelegenheit die Aufbahrungskapelle selber anzuschauen und Ihren eigenen Eindruck zu bekommen.   

A.Mazur

Aus dem Gemeinderat

  • Renovierung der Gesprächsraumes: Einer der beiden Gesprächsräume im Pfarrhaus musste dringend aufgefrischt werden. Frau Mazur hat den Schwung der Renovierungsarbeiten der Aufbahrungskapelle genutzt, Herrn Hattwig um den neuen Grundanstrich gebeten und selbst Hand angelegt bei der Lasur. Der Raum hat einen Längsschnitt. Sie hat zwei Farbräume gestaltet, so dass ein angenehmeres Raumgefühl entstanden ist. Die Lasur ist sehr gut gelungen. Zu allem Überfluss bekamen die Stühle ein neues Polster, weil die Farbe nicht mehr passte. Schön, wenn Pfarrer geschickt sind und in ihrer Freizeit solche Sportarten treiben...
  • Neubestellung des Vertrauenskreises: Auf der Gemeindeversammlung vom 15.5. wurden folgende Persönlichkeiten in den Vertrauenskreis gewählt: Heidi Bayer-Kuhlmann, Ingrid Böttcher, Liane Lütjen, Ulf Nazarenka und Wolfgang Voigt. Die Amtszeit beträgt drei Jahre. Herrn Wilfried Voortmann danken wir an dieser Stelle herzlich für seine Mitarbeit in den vergangenen Jahren.
  • Sitzungstermine: 16.6., 14.7., 15.9., 13.10., 17.11.

Abwesenheiten:

Alle: 7.-11.9. Gesamtsynode in Berlin, 2.-4.11. Regionalsynode in Braunschweig.

V. Elfert: 28.6. Cuxhaven, 3.7.-4.8. Rostock, 9.8. Ottersberg.

A. Mazur: 4.7., Cuxhaven, 20.7.-22.8. Urlaub (sonntags anwesend am 26.7., 2.8. sowie 9.8, telefonisch für Notfälle erreichbar: 16.7.-7.8.), 6.9. Ottersberg, 5.-10.10. Fortbildung.

J. Paulus:  14.6. Konfirmation Bielefeld, 21.6. Ottersberg, 4.7. Konfirmation Ottersberg, 5.7. Braunschweig, 20.7.-22.8. Urlaub, 6.9., (sonntags anwesend am 16. und 23.8., telefonisch für Notfälle erreichbar: 8.-26.8.), 6.9. Konfirmation Oldenburg, 21.-26.9. Deutsche Lenkerkonferenz.