Gemeindebrief

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Michael-Kirche der Christengemeinschaft in Bremen

 

Advent – Weihnachten 2019 – Epiphanias – Winter 2020

Liebe Gemeinde,

in diesem Herbst war ich für eine Studienwoche am Bodensee. In einer Gruppe von neun Menschen haben wir uns auf verschiedene Weise mit Erkenntnisfragen beschäftigt, und ein kleines bisschen davon möchte ich Ihnen mitteilen. Es ist aber nicht als Ergebnis einer Erkenntnis gemeint, sondern als ein Einblick in die immer wieder neue Arbeit.

Wir haben uns vorgenommen in dieser einen Woche verschiedene Bilder der Natur und Kunst zu betrachten.

Sie werden es alle kennen: Man bewegt sich in einer schönen Landschaft und man hat das Gefühl: es wirkt auf mich. Auch beim Anschauen eines Kunstbildes gibt es etwas Ähnliches. Etliche Bilder haben unglaubliche Wirkung auf Menschen, sie ziehen uns an, ohne dass wir sie verstehen.

Eigentlich geht es so bei allem, was wir sehen, was uns umgibt. Wir leben in der Welt der Bilder, die fortwährend auf uns wirken, auch wenn wir uns dessen nicht immer bewusst sind. Alles, was wir sehen, sind Imaginationen, d.h. Formen, in denen das Geistige erscheint. Der Geist bildet sich eine Hülle (die äußere Welt), in der er leben kann, und die Anwesenheit dieses Geistwesens in allem, was wir sehen, spüren wir, wenn wir von einem Natur-, Kunst-, oder einem anderen Bild erfüllt, erkraftet und berührt werden.

Nun haben wir uns gefragt: Wie können wir uns im Anschauen von Etwas diesem Geistwesen nähern, es erfassen lernen? Die eine Sache, die dann klar wird: Man soll nicht nur etwas auf sich passiv wirken lassen, sondern dieser Wirkung im Anschauen aktiv entgegenkommen.

Also z. B. so ein Bild der Natur (oben).

Das Bild konnte man in zwei Bereiche teilen. Der eine Bereich war hier, vor uns: Mit kleinen dunkelfarbigen Steinchen am Boden, mit da und dort liegenden Ästchen, Blättern, Vogelfedern, und mit dem spitzblättrigen Schilf. Der andere Bereich war wie verschleiert in milchig-grauen Tönen: Die große helle Wasserfläche, der bewölkte Himmel mit weichen Formen und Übergängen, und dazwischen ein schmaler Landstreifen am Horizont, der wie verzaubert aussah und zugleich durch die Spitzen seiner Oberkante etwas Waches in sich hatte.

Nach einem längeren Schauen und Beschreiben hatten wir den Eindruck, dass wir uns an einer Grenze befinden, zwischen dem Greifbaren und Verborgenen, zwischen dem Sichtbaren und dem Ahnbaren. Die Weite zog den Blick an, und dabei konnte man das Gefühl haben, dass der „verschleierte“ Bereich sich wie klären würde. Wir haben versucht diese Stimmung zu benennen: Zwischen Schlafen und Wachen; Aufwachen; etwas ahnen, aber noch nicht fassen können…

Wie oft haben wir im Leben solche Momente? Beim Aufwachen versucht man den Traum zu erinnern, aber er verschleiert sich und entschwindet; ein Gedanke dreht sich um den Kopf und lässt sich nicht greifen; man versteht etwas, dann versucht man es dem anderen zu erklären und merkt: Es ist weg…

In diesem Zustand stehen wir dem Geistigen gegenüber. Es zieht unseren Blick an, es fordert uns aufzuwachen, es lässt sich spüren, ahnen, drängt sich aber nicht auf.

Ich glaube, der Ausdruck, den wir an diesem Bild erlebt haben, gilt für fast alles, was wir in der Welt sehen. Denn ein jedes Ding hat ein Äußeres, das wir zunächst fassen, worauf wir stehen können; und ein Inneres, das wir ständig ahnend suchen müssen.

In der kultischen Handlung sind diese beiden Bereiche – eins. Da dürfen wir durch den Schleier schauen.

Herzliche Grüße auch im Namen von Herrn Paulus

Anastasiia Mazur

 

Zu den Veranstaltungen

Wichtiger Hinweis

Liebe Gemeinde, ab diesem Gemeindeprogramm beginnen die Abendveranstaltungen nicht mehr üblicherweise um 20:00 Uhr, sondern um 19:30 Uhr. Wir erhielten etliche Rückmeldungen, die sich mehrheitlich sehr deutlich für 19:30 Uhr aussprachen.   Anastasiia Mazur

 

Adventsmarkt

Wie es schon schöne Gewohnheit geworden ist, werden wir auch in diesem Jahr wieder einen kleinen und feinen Adventsmarkt in der Gemeinde haben. Das Angebot ist etwas verändert, da die Organisation in neue Hände gereicht wurde. Natürlich finden Sie das beliebte Gebäck und das vielfältige Eingemachte sowie die Auswahl antiquarischer Bücher wieder. Ergänzt wird das Angebot jetzt mit erlesenen künstlerisch hergestellten Deko- und Geschenkartikeln von einigen Gemeindemitgliedern, wie auch edlen Handarbeiten. Die Einnahmen werden anteilig der Gemeinde gespendet. Auch die Initiative Aktion Pro Afrika e.V. APA aus Mali wird Kunst-gewerbeartikel anbieten.

Der Markt ist im Saal in der Heinrichstr. 11, geöffnet an allen Adventssonntagen von 11- 13 Uhr und jeweils 1/2 Std. vor und nach Veranstaltungen.

                    Cordula Fischer und Susanne Lütke

 

Bildbetrachtung: Die Geburt Christi            Freitag, 6.12., 19:30

Das Fresko aus St. Klara/Assisi aus dem 14. Jh. zeigt Maria mit dem Jesuskind, sowie Ochs und Esel. Die schlichte Darstellung verströmt eine große Ruhe und Innigkeit. Sie gibt dem Betrachter die Möglichkeit, sich behutsam in das weihnachtliche Geschehen einzuleben und einzustimmen. Wahrnehmungsübungen am Kunstwerk, stilles meditatives Betrachten und Austausch im Gespräch werden uns dabei behilflich sein.   Ralf Ziegler

 

Musik zum Advent       Sonntag, 8.12., 12:45 Uhr

Als zum Advent letzten Jahres die Lieder von Peter Cornelius erklangen, wurde wiederholt der Wunsch nach “mehr davon“ geäußert. - In einer 2. Matinee am 19. Mai kamen wir dieser Bitte gerne nach. Bei strahlendem Wetter versammelte sich ein aufgeschlossenes Publikum, um mit den Ausführenden – Reinhard Dinter und Gerlinde Nette – diese Musik im Hervorbringen und im Hören zum Leben zu erwecken.

Das Neue und zugleich innigst Vertraute, das durch dies schöpferische Miteinander-Tun entstehen kann, ist Nahrung, die nicht nur die so Beteiligten ernährt --- Bei Rilke heißt es am Ende der 9. Duineser Elegie:

Siehe, ich lebe. Woraus? Weder Kindheit noch Zukunft werden weniger… überzähliges Dasein

entspringt mir im Herzen.

In diesem Sinn – nächste Gelegenheit am 2. Advent.            Gerlinde Nette

 

Neue Adventsfeier für Kinder              Sonntag, 15.12., 11:45

Viele Jahre lang wurde auch in unserer Gemeinde das Adventsgärtlein gefeiert. In den letzten fünfzehn Jahren war der Besuch des wunderschönen Gärtleins sehr wechselhaft und nicht selten so, dass wir die Frage bewegen mussten, ob vielleicht etwas Neues an der Zeit ist. Unsere Bemühungen führten uns dann zu einer völlig neuen Adventsfeier. Die Vorkonfirmanden und weitere Helfer werden mitwirken, so dass wir ein großes Adventsgeschehen in die Herzen der Kinder schenken können. Vermutlich werden auch die Eltern von diesem sinnreichen Geschehen berührt sein. Die Feier eignet sich für Kinder ab ungefähr 4 Jahren, ist aber auch für Schulkinder sehr gut geeignet. Die kleinen werden ein wenig Hilfe von Geschwistern oder Eltern benötigen. Beim Basteln werden auch die Konfirmanden helfen.                                                   Anastasiia Mazur

 

Das innere Licht entzünden           Heilig Abend, 24.12., 16:00

Auch in diesem Jahr möchten wir die Lichterstunde singend und ein Krippenspiel, auf das sich einige Kinder schon sehr freuen, mitgestaltend begehen. Die gemeinsam gesungenen Lieder sind Teil des Spieles, so dass es kein Publikum geben wird. Alle spielen durch ihr Singen und das Entzünden der mitgebrachten Kerzen mit.

Damit die Kinderstimmen auch verständlich sind, findet die Lichterstunde in der Heinrichstraße statt.

BITTE BEACHTEN: Es werden keine Kerzen am Eingang verteilt. Bitte vergessen Sie nicht Kerzen im Glas mitzubringen. Die Kerze sollte fest auf dem Boden des Glases befestigt sein und ein wenig über den Rand des Glases hinausreichen, damit sie leicht angezündet werden kann! Ein Teelicht im Glas ist nicht geeignet.    JP

 

„Spil von der Geburd Ihesu Xri"         1. Weihnachtsfeiertag, 25.12., 17:30

Das sehr beliebte St. Gallener Weihnachtsspiel aus dem 12. Jahrhundert wird der Spielerkreis der Gemeinde wieder aufführen! Neue Spieler sind herzlich willkommen und melden sich bitte bei Elke Malzew unter 0421-2449185. Der Chor braucht alle ehemaligen und gern auch neue Sängerinnen und Sänger (Bitte bei Ulrike Flieger melden unter 04221-74438).

Die Probentermine sind: Chor: 3. & 10.12., 20 Uhr.

Chor und Spieler: 14., 21.12., 17:30-19:30 Uhr (Chor jeweils ab 16 Uhr), 22.12., 12:15 Uhr.         JP

 

Dreikönig-Singspiel                            Montag, 6.1., 17:30

Es ist ein ca. 15- minütiges Stück, welches die Anbetung der Könige in schlichten Bildern zeigt. Dabei wird die ganze Zeit gesungen, ohne instrumentale Begleitung.

Die um 18:00 Uhr anschließende Epiphanias Abendpredigt wird so bildhaft und tief sein, dass auch Kinder daran teilnehmen können, dass also  die Besucher des Singspieles verweilen können und nicht nur für 15 Minuten anreisen müssen.

Anastasiia Mazur

 

Motto: «die Quart – es erlebt das Herz»          Freitag, 10. Januar, 19:30 Uhr

Das Traumlied des Olav Åsteson

wird erstmalig in Bremen in erweiterter Tonalität erklingen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Kehrverse von einigen Sangesfreudigen mitgesungen werden.

Hören, Singen, Spielen von Musik zum Kultus         Samstag: 11.1.

Neben dem Auffrischen altbekannter Lieder für die Erwachsenen wie für die Kinder sollen neue Lieder vorgestellt und geübt werden. Zentrales Anliegen der Übungen an neuer Kultusmusik ist – wie in der als Motto vorangestellten Notizbuch-Eintragung von Rudolf Steiner angedeutet - ein herzhaftes Erleben der verborgenen «Sonnenquart».

Die Übzeiten am Vor- und Nachmittag werden gemeinsam am Freitag nach dem Traumlied festgelegt. Am Sonntag, dem 12.11. werden die Früchte der Arbeit in den Handlungen erklingen.

Prof. Johann Sonnleitner

 

Vier Abende zur Menschenweihehandlung          vom 17.1. bis 7.2., 19:30 Uhr

In Vorbereitung auf das 100. Jubiläum der Christengemeinschaft wollen wir uns mit ihrem inneren Kern: mit der Menschenweihehandlung beschäftigen. Die erneuerten Sakramente fordern uns auf sie verstehen zu lernen, so dass wir sie nicht nur willentlich und fühlend, sondern auch in Gedanken mitvollziehen. Diesem Verstehen-lernen möchten wir Raum geben.

Die vier Abende sind nicht als Vorträge, sondern als Arbeitsabende gedacht. Wir wollen miteinander die vier Schritte der gesamten Komposition der Menschenweihehandlung und ihren Wortlaut anschauen und darüber ins Gespräch kommen. Ich hoffe, es werden im Gespräch viele neue Fragen entstehen.

Anastasiia Mazur

Ein Gespräch mit den Farben         Sonnabend, 22.2.,  ca.15:30 Uhr

Jedes Gespräch hat einen Inhalt. Jedes Gespräch ist auch eine Beziehung. In jedem Bild sind verschiedene Farben im Gespräch. Sie möchten auch in eine Beziehung kommen und sprechen dürfen. Derjenige, der die Möglichkeit hat ein Bild zu belauschen, begibt sich in ein Gespräch mit den Farben.

Hören Sie die Geschichten, die die Farben erzählen möchten.         Tatiana Nechytailo

Tatiana Nechytailo ist 1969 in Kiew (Ukraine) geboren worden. Im ersten Beruf Architektin. Sie hat alle Stufen der Waldorfausbildung durchlaufen: Kindergärtnerin, Klassenlehrerin, Oberstufen-lehrerin, Geschichtslehrerin mit staatlicher Prüfung, Dozentin und Organisatorin am Lehrerseminar in der Ukraine. Seit 2016 geweihte Priesterin der Christengemeinschaft und seit 2017 entsandt nach Kiew.

 

Fest der Gemeinde           Sonnabend, 22.2., 15-19 Uhr

Immer wieder geben wir dieser Versammlung ein neues Gesicht. Immer aber handelt es sich um eine Besinnung auf unser Gemeindeleben mit  dem Goldgrund des Dankes. In diesem Jahr werden die Konfirmanden und einige Jugendliche die Gemeinde überraschen. Es ist auch eine Art Dank, weil Jugendarbeit nur möglich ist dadurch, dass die Gemeinde sie trägt. So wird die ordentliche  Jahresversammlung im nächsten Jahr mit einigen freudigen Überraschungen geschmückt sein – auch dies ein Dank!

Anastasiia Mazur, Joachim Paulus

 

Priesterweihe Hamburg                 6.-8.3.

Auch in diesem Jahr können wir zu den Festtagen der Priesterweihen in Hamburg einladen. Ulrich Meier, einer der Leiter des Priesterseminars Hamburg, wird am 28.2. um 19:30 Uhr einen einführenden Vortrag in Bremen dazu halten: Göttliches im Menschen erfahrbar machen.

Die genauen Zeiten der einzelnen Veranstaltungen finden Sie zeitnah im Internet oder am Aushang in der Bremer Gemeinde.                                   Joachim Paulus

 

Offener Gemeindeabend             Freitag, 13.3., 19:30

Wir laden zu einem offenen Gemeindeabend ein, an dem alles miteinander besprochen werden kann, was Sie im Zusammenhang der Gemeinde und des religiösen Lebens beschäftigt. Dabei wird es ein eröffnendes Motiv geben zu einem Jahresthema, das uns „leise“ begleiten soll. Zusammen mit den COOB-Gemeinden fragen wir uns immer, was „in der Luft liegt“. Dieses Jahresthema hat sich aus dem vergangenen ergeben und aus Anregungen von Thomas Demele aus Ottersberg: Gemeinschaftsbildung. Es begann schon auf der Michaeli-Tagung in Bremen, die noch unter dem Jahresthema des Credos stand.

Aus dem Gemeindeleben

Gemeinderatsneubestellung:

Gemäß der Gemeindesatzung hat der bestehende Gemeinderat die Vorschläge aus der Gemeinde beraten. Folgende Persönlichkeiten werden zur Bestellung benannt: Birgit Braun, Peter Hattwig, David Kühl, Sunhild Kufferath, Martina Petersen, Heinrich Schaefermeyer, Ewald Tewes, Klaus Thies, Dorothea von Wedemeyer, Wolfgang Wohlfarth.

Neubestellung des Vertrauenskreises: In der Schlichtungsordnung der Gemeinde heißt es: Der Vertrauenskreis besteht aus 4-5 Mitgliedern der Christengemeinschaft, sie dürfen nicht der Pfarrerschaft und dem Gemeinderat sowie deren Familien angehören. Diese werden von der Gemeinde vorgeschlagen. Der Vorschlag wird vor der Wahl im Gemeindebrief veröffentlicht. Der Vertrauenskreis wird dann in der Gemeindeversammlung für die Dauer von 3 Jahren durch geheime Persönlichkeitswahl der Anwesenden bestimmt, auf speziellen Wunsch ist auch Briefwahl möglich. Die Wahl leitet ein Mitglied des Gemeinderates. Hiermit bitten wir Sie bis zum 13.1.2020 Ihre Vorschläge zur Besetzung des Vertrauenskreises dem Gemeinderat mitzuteilen.

Der Flohmarkt hat bei bestem Wetter Freunde und Mitglieder der Gemeinde mit Nachbarn und Interessierten aus der näheren und weiteren Umgebung der Gemeinde zu einem lebendigen Fest zusammengebracht. Das finanzielle Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten rund um Kirche und Saal Heinrichstraße ist mit über 2000,-€ sehr hilfreich für den Gemeindehaushalt.

Sitzungstermine: 18.12., 14.1., 25.2., 17.3.

 

Abwesenheiten:

Alle: 3.-4.2. Regionalsynode in Cuxhaven

V. Elfert: 15.3. Cuxhaven

A. Mazur: 8.2. Cuxhaven, 10.-16.2. Stuttgart, 17.-21.2. Urlaub, 20.-21.3. Kassel

J. Paulus: 24.11. Cuxhaven, 25.-27.11. Berlin, 2.-3.12. Hamburg-Berlin, 9.-14.12. Berlin, 25.12. (10:00) Cuxhaven, 7.-8.1. Stuttgart, 18.1. Cuxhaven, 27.-31.1. Berlin, 13.-16.2. Stuttgart, 23.2. Braunschweig, 29.2. Cuxhaven, 5.-8.3. Hamburg, 20.-21.3. Kassel, 23.-27.3. München

H. Sudbrack: Cuxhaven 14.12., 23.2., 28.3.