Gemeindebrief

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Dorothea Lang: Raumstation

Gemeindebrief

Michael-Kirche der Christengemeinschaft in Bremen

Passion – Ostern 2019

 

Liebe Gemeinde!

Ostern ist das einzige christliche Fest, das von alters her von den Bewegungen von Sonne und Mond bestimmt wird: Es wird am Sonntag nach dem ersten Vollmond nach Frühlingsbeginn gefeiert.

Ich beziehe mich in diesen Zeilen auf einen ausführlichen Beitrag von Ernst Terpstra, der in der Zeitschrift Die Christengemeinschaft erscheinen wird, sowie auf Ausführungen von W. Hoerner in seinem Buch: Der Kampf um das bewegliche Osterfest (Urachhaus 1998).

Ein von Bischof Eusebius (263-339 n. Chr.) überliefertes Fragment zeigt, dass die Christen in Alexandria bereits vor dem Jahr 300 die genannte Regel befolgten. Außerdem legten sie den Frühlingbeginn immer an den Tag, der in unserem Kalender dem 21. März entspricht.

Während des Konzils von Nicäa (im Jahre 325) wurde aufgrund dieser alexandrinischen Regel versucht, zu einer Berechnung des Ostertermins zu kommen, der für alle Christen gelten sollte. Die rund 250 Bischöfe, darunter Gelehrte, Märtyrer und spätere Heilige, gründeten sich auf geistige, kosmologische und theologische Erkenntnisse. Sie konnten sich jedoch nicht einig werden. Es dauerte im Westen bis ins 12. Jahrhundert, bis es zu gemeinsamen Osterterminen kam. Die meisten östlich-orthodoxen Kirchen verwenden bis heute eine andere Kalenderordnung, so dass die Ostertermine im Westen und Osten oft nicht zusammenfallen.

So hat es immer wieder Versuche gegeben, Ostern zu einer fixierten Zeit zu feiern. 1539 befürwortete dies Martin Luther. Das geht bis heute, und die Gemeinsamkeit ist nicht das erste Ziel, die Wirtschaft drängt auf  einfache Planung. Bisher jedoch ohne Erfolg, vor allem, weil die östlich-orthodoxen Kirchen nicht mitmachen wollen.

Aufgrund der spirituellen Hinweise Rudolf Steiners legen wir in der Christengemeinschaft großen Wert darauf, dass das Osterfest ein vom Kosmos bestimmtes bewegliches Fest ist.

Unterschiede zwischen dem kirchlich berechneten und astronomisch bestimmten Ostertermin (sogenannte Osterparadoxien) können auftreten in jenen Jahren, in denen die Zeitpunkte des Frühlingsanfangs  und des Vollmonds nahe beieinander liegen. Das war im vorigen Jahrhundert in den Jahren 1905, 1924, 1943 und 1962 der Fall. Gerade im Jahr 1924 hielt Rudolf Steiner Vorträge über das Osterfest, sprach über die astronomisch bestimmte Festlegung des Ostertermins und erwähnte mit keinem Wort, dass gerade in diesem Jahr eine Osterparadoxie herrschte, feierte auch das Osterfest nicht etwa zu einem anderen Zeitpunkt als die Christen der westlichen Kirchen. So hat der Siebenerkreis auch für 2019 entschieden.

Im diesem Jahr 2019 ist die Situation folgende: Der Mond wird am Mittwoch, den 20. März, um 12.53 Uhr MEZ voll werden und das bis Donnerstag, den 21. März, 16:38 Uhr bleiben. Der astronomische Frühlingsbeginn wird am 20. März um 22:58 Uhr sein. Es gibt nun zwei mögliche Schlussfolgerungen:

1) Der Mond wird schon 10 Stunden vor dem Frühlingsbeginn voll, so dass der erste Vollmond im Frühling vier Wochen später fällt und das astronomische Osterdatum der 21. April ist. Dies ist auch das kirchlich berechnete Datum. 2) Der Zeitpunkt, an dem sich Sonne und Mond genau gegenüberstehen - ungefähr in der Mitte der Vollmondperiode - ist am 21. März um 02.45 Uhr. Das ist fast drei Stunden nach dem Frühlingsbeginn, also ist der nächste Sonntag, der 24. März, der astronomische Ostertermin.

Die Sache ist noch komplizierter. Weil die Erde eine Kugel ist und eine Datumsgrenze festgelegt ist, gibt es eine Reihe von sogenannten Wochenparadoxien für das Osterfest und dies nicht selten nur für einige Erdteile. Dies lässt sich auch für die rein astronomisch berechneten Osterfeste nicht vermeiden. Wilhelm Hoerner stellt in seinem Buch fest: 80 % der Osterfeste stimmen auf der ganzen Erde mit dem Kosmos überein. Bei aber doch immerhin 20 % müssen wir Menschen am Ende noch eine Entscheidung fällen, nämlich wann wir gemeinsam das Osterfest gemäß der himmlischen Orientierung feiern wollen.

Im Namen der Kollegen grüßt herzlich

Ihr Joachim Paulus

Lenkerbrief

Liebe Mitglieder und Freunde der Gemeinde der Christengemeinschaft in Bremen,
heute kann ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, dass die deutsche Lenkerkonferenz in Übereinstimmung mit dem Siebenerkreis 
Frau Anastasiia Mazur
in die Gemeindearbeit in Bremen und umzu entsandt hat. Diese Entsendung ist für eine längere Zeit vorgesehen. Frau Mazur hat am vergangenen Sonntag, dem 24.2., in Stuttgart die Priesterweihe empfangen. Am Sonntag, dem 17. März, wird Frau Mazur festlich in der Bremer Gemeinde eingeführt werden und sich der Gemeinde vorstellen. Frau Mazur ist 26 Jahre jung, stammt aus Kiew in der Ukraine und beherrscht unter den Bremer Stadtmusikanten die Violine. 
Wir kennen die Bremer Gemeinde als eine, die herzlich und offen neugeweihte Priester ins Herz schließen und einen guten Arbeitsbeginn ermöglichen kann. Wir wünschen Frau Mazur eine gute Einarbeitung in ihre Berufung. Mit der Entsendung verbindet sich die Hoffnung, dass Frau Mazur im Lauf der Zeit neue Impulse in dem vielfältigen Leben der Gemeinde wecken wird. 
Mit herzlichem Gruß Joachim Paulus

Zu den Veranstaltungen

Was uns bewegt                          Freitag, 8.3.

muss ausfallen

 

Bauen an der einen Kirche

                                                      Mittwoch, 27.3., 20:00

Vor genau 25 Jahren, damals ein Palmsonntag, wurde unsere Michael-Kirche festlich geweiht. Wir möchten an diesem Tage des Geburtstags dieses Raumes gedenken, der für so viele innerste Feiern seither gedient hat. Wir haben ihn nicht um seiner selbst willen erbaut. Wir bauen durch ihn an der einen Kirche. Wir freuen uns sehr, dass Herr Kröner es ermöglichen konnte, dieses Jubiläum mit uns zu feiern. Er war damals maßgeblich mitverantwortlich für diesen Entwicklungsschritt unserer Gemeinde. 

JP

 

Ausstellung: Fluss des Lebens

                                           Sonntag, 31.3., 12:00

Dorothea Lang studierte bildende Kunst an der Kunststudienstätte Ottersberg und machte dort 1998 ihren Diplomabschluss für Kunstpädagogik und Kunsttherapie. Seit 19 Jahren ist sie in eigener Praxis tätig als Kunstpädagogin und Kunsttherapeutin. Eigenes künstlerisches Schaffen ist für sie hierfür notwenige Grundlage. Im Studium hatte sie eine wichtige Phase der Bildhauerei, des Steinmetzens und Formgießens, auch das Drucktrimester und Farbtrimester waren sehr wichtig. Im Studium lernte Frau Lang die Materialfülle als Ausdrucksmittel kennen. „Je nach Lebensphase spricht mich ein anderes Material an,“ so Frau Lang. „Skizzenbücher begleiten mich durch meinen Alltag. Ich befülle sie nähend, zeichnend und dichtend.

In der Ausstellung wird erstmalig seit 1998 der künstlerische Diplomabschluss von Frau Lang, ein begehbarer Raum aus hauchdünnem, hand-geschöpftem Papier zu sehen und zu erleben sein. Diese Rauminstallation ist ein Erlebnisraum und die Gäste der Zukunftsräume sind eingeladen, sich in die Hülle hineinzustellen und diese zu erspüren. Der Diplomabschluss entstand während eines 5-monatigen Auslandsaufenthaltes in Italien, Umbrien. „Mich interessierten vor allem das Licht und die umbrischen Farben, und ich wollte sie in den handgeschöpften Blättern einfangen und eine zarte, bewegte Hülle erschaffen.“

„Das Thema Farbe begleitete mich auch nach dem Studium weiter. Mich interessierte die Wirkung der Farbe auf mich selbst. Besonders Rosa und Grün hatten es mir angetan. In der Ausstellung ist eine Auswahl der Farbstudien zu sehen.“

„Aktuell arbeite ich an Strandgut - Fundstücken, die ich mit Flügeln ausstatte. Mich interessiert die Materialkombination aus Holz und Papier. Die Verbindung von Schwere und Leichtigkeit. Die Objekte stehen für Veränderung.“

Kontakt: Dorothea Lang, 01577-5964808, qbebgurn.ynat@xhafggurencvr-oerzra.pbzmoc.nemerb-eiparehttsnuk@gnal.aehtorod

 

„Wir sind auf einer Mission. Zur Bildung der Erde sind wir berufen.“                                                                                Freitag, 12.4., 20:00

Sehr herzlich begrüßen wir Frau Helga Sudbrack in unserer Gemeinde. Sie zieht aus gesundheitlichen Gründen in den schönen Norden. Sie ist Priesterin im Ruhestand und weiß viel aus ihrem Leben und Arbeiten zu erzählen. Das wird ein besonders schöner Abend sein.                                                                                                           

JP

 

Wenn das Weizenkorn nicht erstirbt…

und Osterfeier                                                                 

              Sonntag, 7.4. und Ostersonntag, 21.4., 11:35

Alle Kinder, auch die jüngeren, sind herzlich zum Einsäen des Osterweizens und zum Osterfest eingeladen. Zum Einsäen bringen alle Kinder bitte einen Blumentopf mit Blumenerde mit. Am besten durften die Kinder den Blumentopf zu Hause schon schön bemalen, schmücken oder verzieren, damit er ein besonderer Blumentopf ist. Denn er empfängt eine besondere Gabe – und das Wunder von Sterben und Erstehen wird sich darin ereignen. Am Ostersonntag sollen dann alle Kinder ihren gesprossenen Osterweizen in ihrem Blumentopf mitbringen. Dann feiern wir eine kleine wundersame Osterverwandlung.                                       

JP

 

Karwoche… unter uns, heute…                          14.-21.4.

Gespräche und anschl. Malen             18:15 und 18:45

Wir versuchen, unser ganz eigenes Osterbild zu malen. Beginnend mit dem Karsonntag "schichten" wir uns Tag für Tag tiefer in die Geschehnisse hinein. Am Ostersonntag wird "unser" Bild vollendet werden, indem alle Schichten, die wir vorher gemalt haben, die Grundlage der letzten
Schicht bilden. Dies alles wird auf einer Leinwand passieren, mit Acrylfarbe, die wir lasierend oder auch deckend vermalen können.

Ich bitte um Voranmeldung (zur Materialplanung und Raumvorbereitung) unter der Telefonnummer 67378050, es grüßt Sie herzlich                                         

Birgit Braun

 

Zu Leonardo da Vincis 500. Todestag

                                          Freitags, 3., 10., 17.5., 20:00

Leonardo da Vinci gilt als einer der größten Künstler, Wissenschaftler und wegweisender Erfinder der Renaissance. Seine Werke und Ideen finden bis heute größte Anerkennung und beeinflussen Künstler und Wissenschaftler bis in unsere Gegenwart.

An drei Abenden wollen wir uns auf einen Erfahrungsweg mit dem großen Maler begeben und uns seine Impulse vergegenwärtigen. Wir betrachten zwei seiner bekanntesten und bedeutendsten Gemälde, das Bildnis der 'Mona Lisa' und 'Das Abendmahl', außerdem eine kolorierte Skizze des Christuskopfes.

In Leonardo da Vincis Bildsprache liegt etwas Geheimnisvolles: Zum einen ist da eine Ausstrahlung, von der jeder sofort angesprochen wird, zugleich ist da aber auch etwas Verschleiertes, Rätselhaftes und im ersten Moment auch Unnahbares, wie das "geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa".

Diesem Rätselhaften, das sich gewöhnlich nicht schnell erschließen lässt, können wir uns nur mit Behutsamkeit, Geduld und einer stillen Offenheit annähern. Die Abende geben Gelegenheit, sich auf diesen Prozess in Ruhe einzulassen. Mit methodisch aufgebauten und geführten Bildbetrachtungen versuchen wir, dem inneren Gehalt des Dargestellten tiefer zu begegnen. Inneres Einstimmen, Wahrnehmungsübungen am Kunstwerk, stilles meditatives Betrachten und Austausch im Gespräch werden uns dazu behilflich sein.                                                                                                                                        

Ralf Ziegler

 

Aus dem Gemeindeleben

Familiengottesdienste, Familiensonntage

Ein kleiner Kreis hat sich getroffen, um über Familiengottesdienste bzw. Familiensonntage zu sprechen. Da aber keine Eltern dabei waren, habe ich beschlossen, dieses Thema noch etwas ruhen zu lassen bis sich Eltern finden, die dies wollen. Wer sich gerne einen Eindruck von Familiengottesdiensten verschaffen möchte, sei am 10.03.2019 herzlich in unsere Nachbargemeinde Ottersberg eingeladen. Dort wird um 11:15 Uhr eine Sonntagsandacht mit den Konfirmanden für alle Generationen stattfinden. Anschließend (ca. 11:30 Uhr) wird es einen Brunch in der Gemeinde geben. Eltern die hinfahren wollen, können sich gerne bei mir melden.                             

Dr. Katharina Schumann

 

Aus dem Gemeinderat

Bereits im November hat der Gemeinderat Herrn Ewald Tewes einstimmig in den Gemeinderat kooptiert. Frau Carla Linné lässt ihre Mitarbeit im Gemeinderat derzeit ruhen.

Viele Jahre und bis kurz vor seinem Tode hat Herr Mielentz die Pressearbeit für die Gemeinde geleistet. Wir danken ihm und seiner ihn am Ende unterstützenden Frau dafür sehr herzlich. Inzwischen hat Frau Anette Naumann diese Aufgabe übernommen. Daher finden Sie unsere Veranstaltungen im Weser-Kurier und im Mix!

Herr Andras hat zusammen mit Herrn Molke und Herrn Hattwig die Saalbeleuchtung in den Zukunftsräumen umgebaut. Jetzt erfreuen wir uns eines vielseitig nutzbaren angenehmen und wenn nötig effektvollen Lichtes. Den dreien ein großer Dank auch an dieser Stelle.

Der Vorhang im Souterrain der Kirche wird in nächster Zeit angebracht. Das Geld kam u.a. durch Spenden zusammen. Herzlichen Dank!

Für die Kunstausstellungen in unseren Räumen wurde eine Versicherung abgeschlossen.

Der Arbeitskreis Öffentlichkeit hat mit Hilfe eines Designers ein vorläufiges Plakatlayout erarbeitet.

Abwesenheiten:

Alle: 11.-12.3. Regionalsynode in Oldenburg

V. Elfert: Cuxhaven 3.3., 31.3., 21.4., 19.5.,

Stuttgart 24.2., Hamburg 10.3.

J. Paulus: Stuttgart 24.2., Hamburg 10.3., Ottersberg 7.4., Osnabrück 28.4., Schloss Hamborn 5.5., Hannover 12.5.

 

 

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Dorothea Lang: Raumstation