Gemeindebrief

Kirche Außenansicht 2
Kirche Außenansicht 2

Gemeindebrief

Michael-Kirche der Christengemeinschaft in Bremen

Passion – Ostern – Himmelfahrt – Pfingsten – Johanni 2021

Liebe Gemeinde,

man steigt auf einen Berg und wartet auf den Sonnenaufgang: Die Welt schläft noch, nur einzelne Menschen sind schon unterwegs. Es gibt eine dunkle Wolkenbank und, obwohl man im Osten schon eine Aufhellung wahrnimmt, kommt man leicht in Versuchung daran zu zweifeln, ob die Sonne in der Tat auch heute zu sehen sein wird. Dann, plötzlich, strahlt es am Rande der dunkelgrauen Wolke, rot-pink, wie die brennende Kohle am Rande orangerot leuchtet. Die Kohle, die dem Weihrauch hilft unsere Gebete zu tragen. Man muss sich schon etwas anstrengen, um aufzustehen und sich den Sonnenaufgang anzuschauen. Es braucht eine innere Anstrengung, um die Gemütlichkeit der Wärme im Hause hinter sich zu lassen und aus dem Hause in die Kälte zu treten. Aber, nachdem man die Herrlichkeit des Wiedererscheinens der Sonne erlebt hat, hat man es je bereut? Indem wir so die aufgehende Sonne miterleben, werden wir an die Herrlichkeit der Welt neu erinnert - an die Herrlichkeit der Welt, in der wir derzeit leben. Als die drei Frauen am Ostersonntag in der Frühe zum Grabe gingen, empfanden sie es als überwältigend, und sie fanden kein Wort. Ähnlich kann es auch uns im Angesicht des Mysteriums eines neuen Tages ergehen. So tasten wir uns vorsichtig, mit Erwartung und Lebenskraft in den leeren Raum des neuen vor uns liegenden Tages hinein. Von der nächtlichen Reise in den Sternen und in der geistigen Welt sind unser irdischer Körper und unsere Seele erfrischt und getröstet worden, und wir behalten eine ruhige Vorfreude auf den neuen Tag. Vor dem für unsere Herzen Unbekannten des neuen Tages möchten wir still halten. Wie die Sonne hinter der Wolke aufgeht und wie die Kohle für den Weihrauch angezündet wird, so leuchtet die Flamme der Seele auch auf. Und doch, das Anschauen des Sonnenaufgangs und das Anzünden der Kohle unserer inneren Finsternis, sind beides Taten, die nur dann vollbracht werden, wenn wir uns ihnen widmen. Wir können die Kohle unseres Seelenlebens bereitlegen in dem Vertrauen, dass sie verwandelt wird durch die brennende Flamme, die Flamme des Sonnenwesens. Das Sonnenwesen, das, sobald wir auch nur aufblicken, wir widergespiegelt finden in uns drinnen, in unserem auferstandenen Innern, aber auch außer uns in unserem Schauen der Außenwelt der auferstandenen Erde. So gehen wir den Weg durch die Passionszeit in die Osterzeit. Mit solchem Herzen grüßt – zusammen mit Frau Mazur und Herrn Paulus Ihre 

Liza Lillicrap

Die Sonntagshandlung für die Kinder wird bis auf Weiteres um 11:30 Uhr beginnen. Wir geben allen Eltern und der Gemeinde Bescheid, wenn wir mit dem Beginn auf 11:15 Uhr zurückkehren können.

Wie müssen die Gemeinde leider bitten, nicht an den Konfirmationen teilzunehmen, damit die Angehörigen ihre Konfirmanden begleiten können.


Anastasiia Mazur

Frau Mazur geht es bereits deutlich besser. Die Genesung kommt gut voran. Es wird viel für ihre Kräftigung getan, und Frau Mazur trägt wesentlich dazu bei. Wir dürfen hoffen, dass sie nach den Sommerferien wieder langsam in die Arbeit wird einsteigen können. Sie lässt sehr herzlich grüßen.

J. Paulus

Unsere Gemeinde in dieser Zeit

Wir stehen noch in einer Zeit, welche die Welt polarisiert. Die Gemeinsamkeit schwindet, die Vereinzelung nimmt zu. Die Mitte leert sich, die Ränder wachsen. Die digitale Technik grassiert, die Kunst des Menschlichen verkümmert. In dieser so kurz umrissenen Gegenwart hat unsere Gemeinde die Mitte bewahrt, hat sich nicht polarisiert. Wir haben versucht einen mühsamen, aber beweglichen Weg der Mitte zu beschreiten. Wir Pfarrer möchten Ihnen allen sehr sehr danken, dass Sie – jeder auf seine Weise – dazu beigetragen haben, dass dies weitgehend gelungen ist. Viele konnten ihre Geistesgegenwart am Altar verstärken, nicht um ihretwillen. Einige mussten sich aus Gründen des Alters, der Vorerkrankung, der Rücksicht auf Beruf oder Angehörige, von der Gemeinschaft am Altar fernhalten. Wir aber haben gehört, wie diese zum Altar hingedacht haben, zur Gemeinde. Wir haben gehört, wie die Gemeinde sich um diejenigen zu kümmern versucht hat, die nicht kommen konnten. Wir haben gehört, wie aus den Weihehandlungen heraus an die gedacht wurde, die nicht da sein konnten, wie sie innerlich einbezogen wurden. Dafür möchten wir an dieser Stelle danken. Wir haben gemeinsam viel geistige Substanz durch diese schwere Zeit getragen. Wir wissen noch nicht recht, wie sich alles weiterentwickeln wird. Aber wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. Wenn Sie Hilfe benötigen, melden Sie sich bitte bei den Pfarrern oder über Ihnen Nahestehende in der Gemeinde. Wir Pfarrer schaffen bei weitem nicht alles, aber wir versuchen unser Bestes.

Liza Lillicrap,  Anastasiia Mazur, Joachim Paulus

 

Zu den Veranstaltungen

Bitte beachten Sie, dass gewisse Umstände der Veranstaltungen stets an die aktuellen Coronaverordnungen bzw. Allgemeinverfügungen angepasst werden müssen.

 

Rückblick auf den Adventsmarkt 

Ausfall Ostermarkt

Mit großer Dankbarkeit schauen wir als Organisatorinnen auf unseren alljährlichen, beliebten Adventsmarkt zurück: soviel Glanz in den Augen aller großen und kleinen Besucher, soviel Freude in den Herzens-Begegnungen, soviel Schönheit & Leckereien auf den Verkaufstischen. Unter Einhaltung aller herausfordernden Verordnungen (Distanz, Hygiene) konnten wir an 3 Advents-Sonntagen den Markt stattfinden lassen! All die vielen Vorarbeiten dazu wurden am Ende zusätzlich mit einem selten hohen Erlös belohnt: rund 3500,-€ konnten der Gemeinde zufließen. Dieser Betrag soll nun möglicherweise in Gänze in eine kommende Nutzungs-Erweiterung unseres Saales fließen: In Form von verdunkelnden Fenster-Vorhängen. 

Der geplante Ostermarkt muss coronabedingt leider ausfallen.

Cordula Fischer

 

Osterspaziergang für Kinder und Gemeinde

Ostersonntag, 12:45 Uhr

In diesem Jahr geht es hinaus in die Natur, um ihr die Osterbotschaft zu überbringen. Nach der Taufe am Ostersonntag fahren wir mit Fahrrädern oder Autos zur Meierei im Bürgerpark (Einfahrt gegenüber der Busestraße). Dort machen wir einen schönen, ausgewählten Gang durch die Natur, lauschen einer Ostererzählung und lagern auf der Wiese, um zu Mittag zu speisen. Bitte bringen Sie eine Unterlage für die Wiese und eine festliche Osterspeise mit, Hefezopf mit Butter, Obst u.ä.. Eine Anmeldung ist hierfür nötig, damit auch wirklich alle beim Spaziergang dabei sind. Bitte bis 1.4. per Mail an J. Paulus Auferstehung – gemalt, klingend Do, 15. & 22.4., Fr 30.4., 19:30 Uhr Ja, die Auferstehung wird auf Bildern dargestellt, figürlich, abstrakt – wie aber lässt sich das Übersinnliche farbig, das Bewegende geformt versinnlichen? Und ja, es gibt Kompositionen, welche die Auferstehung zum Motiv haben – aber wie klingt Auferstehung, abgesehen von gesungenen Auferstehungsworten. Und ja, die Auferstehung gibt es, aber wo? Gibt es sie auch in uns, in unserem Leben, in unserer Empfindung, in unserem Gemüt, in unserem Denken. Also nicht als Gedanke, sondern als Realität? Christian Bartholl, Pfarrer in Hamburg-Volksdorf und Lenker von Norddeutschland, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Kunst. Es wird auch Bildbetrachtungen an dem Abend geben. Gerhart Darmstadt, Cellist und Professor für alte Aufführungspraxis in Hamburg, macht gern Musik verstehbar. Er wird Auferstehungsmotive auch hörbar machen.

J. Paulus

 

vergängliche Orte bis 16.5.2021

Sonntag, 18.4., 12:00

Kirsten Plog wurde 1963 in Bremen geboren, studierte Kunstgeschichte, Kommunikationswissenschaften und Gestaltende Kunst. Da muss Kunst zur Geschichte und zum Gespräch werden, sie schreibt: Zeiten sozialer Spannungen und Veränderungen… verursachen ein Verblassen der Geschichten… verschlissene Fotos erzählen vom Leben… Lose Blätter werden gebündelt, Seiten illustriert, zusammengenäht… Materialien übermalt… Geschichtssammlungen… es wird weggeschmirgelt, überlasiert, überklebt, radiert… Zahlreiche Arbeitsgänge verändern das ursprüngliche Bild… schaffen neue Verbindungen… Zeit sorgt für ein Verschleißen und Verschwinden… genau deshalb schaut man vielleicht genauer hin. Was wird nun sichtbar?

 

Befreiung – Bilder aus Sand

Sonntag, 30.5., 11:45

Wie alle Kinder habe auch ich gerne mit Sand gespielt. Das Formen und Gestalten auch das Rieseln und Fließen als Wechselspiel von Wasser und Sand haben mich begeistert und zu schöpferischem Spiel angeregt. Sehr viel später kam die Beobachtung hinzu, dass an Steilküsten und in Sandgruben die Natur mit vielfarbigen Sanden eindrucksvolle bandartige Ablagerungen zeigt. Dieses hat mich dann im fortgeschrittenen Alter so fasziniert, dass ich Wege suchte, Sand zum Ausdrucksmittel meiner künstlerischen Arbeiten einzusetzen.

Margret Costantini

 

Chorwochenende mit Thomas Reuter

Sa – So, 5. - 6.6.

Dass alles Singen aus dem Hören entspringt, soll das Motto unseres Chorwochenendes sein, für das wir Thomas Reuter, Chorleiter, Komponist und Pianist mit Schwerpunkt Improvisationsmusik aus Hannover gewinnen konnten. Wir werden unter anderem "Lobpreise meine Seele" von Lothar Reubke erüben, gestalten und in der Menschenweihehandlung singen. Geplante Probenzeiten siehe Gemeindeprogramm. Vorerfahrung im Chorsingen wird gebraucht. Anmeldungen bitte an Daniel Wittig unter 0421- 69891932. Der Teilnahmebeitrag wird voraussichtlich zwischen 35 und 25 EUR liegen. Am Sonntag ist um 9:45 Uhr ein Singen der Gemeindelieder mit der Gemeinde in der Kirche geplant. Auf das gemeinsame Singen mit Ihnen im Frühsommer freut sich

Daniel Wittig

 

Joseph Beuys – Künstler, Scharlatan, Eingeweihter?

Fr, 11.6., 19:30 & Sa, 12.6., 11:00

„Er macht alles anders, aber alles, was er macht, liegt in seinem Leben, in seinem Schicksal begründet. Alles was er tut, ist unverwechselbar er selbst: Plastik Joseph Beuys“ sagt der Kritiker Heiner Stachelhaus. Beuys ist ohne Zweifel einer der eigenwilligsten und umstrittensten Künstler unserer Zeit. Sich auf ihn einzulassen, heißt selbst ein Anderer zu werden, heißt ein Zukünftiges schon hereinsehen zu wollen in die heutige Welt.

Dietlinde Romanitan/Marburg

 

Johannifeuer

Sonnabend, 26.6., 16 – ca. 19:00

In diesem Jahr können wir Johanni feiern, das sonst oft schon in den Schulferien liegt. Auf dem Hof Lütjen in Verlüßmoor werden wir uns ums Feuer sammeln, Mitgebrachtes braten, Milch vom Hof genießen, singen und Geschichte hören. Es wird auch Kaffee und Kuchen zu kaufen geben. Die älteren Kinder und Jugendlichen dürfen am Ende vielleicht übers Feuer springen. Das Johannifeuer wird von den Konfirmanden und Jugendlichen vorbereitet. Es wird in jedem Falle stattfinden. Wir bitten trotzdem um telefonische Anmeldung im Gemeindebüro (Name, Anzahl, Alter der Kinder), damit vor Ort passend geplant werden kann. Die Zieladresse lautet: Verlüßmoor 15, 27729 Vollersode. L. Lillicrap, J. Paulus

 

2x ausgefallen: Jetzt aber wirklich!

Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht

Mo, 28.6., 19:30

Rainer Mausfeld ist Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel und hatte bis zu seiner Emeritierung 2016 den Lehrstuhl für Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung inne. Sein Vortrag: Warum schweigen die Lämmer? wurde von einem Studenten auf Youtube veröffentlicht und machte ihn im deutsch-sprachigen Raum sehr bekannt. Er beleuchtet Gesellschaft, Politik, Neoliberalismus u.a.m. aus der Sicht der Psychologie und vermag anhand gründlicher Recherchen sehr nüchtern nachzuweisen, wie psychologisch gezielt die „öffentliche Meinung“ und somit das gesellschaftliche Verhalten gepflegt bzw. gesteuert wird. Es ist ein sehr wichtiger Vortrag . Religion hat in ihrer redlichen Form immer den Anspruch verfolgt nach der Wahrheit zu suchen. Religiös möchte Prof. Mausfeld nicht sein, aber ich möchte ihn einen äußerst nüchternen Wahrheitssucher nennen.

J. Paulus

 

Aus dem Gemeinderat

  • Für Frau Lillicrap suchen wir eine möblierte Singlewohnung für ein Jahr, sie sollte nicht zu weit von der Gemeinde entfernt liegen.
  • Der Schaukasten für die Zukunftsräume wird in diesen Tagen angebracht.
  • Unser Saal in der Heinrichstraße erfreut sich inzwischen reger Nutzung – nicht nur durch unsere Gemeinde. Auf der Jahresversammlung konnte mitgeteilt werden, dass sich der Saal inzwischen vollständig selbst finanziert, ja einen Überschuss erwirtschaftet. Es zeigt sich, dass immer wieder eine Verdunkelung benötigt wird. Der Gemeinderat prüft derzeit Angebote und Muster. Auch die Frage, ob eine Abtrennung des Saales für das Gestühl usw. durch einen Vorhang besser gestaltet werden könnte als durch die provisorischen spanischen Wände. Zunächst sucht der Gemeinderat Spender für den Verdunkelungsvorhang. Der Vorhang soll möglichst noch im März in Auftrag gegeben werden.
  • Bei der Suche nach dem Saalnamen haben sich zwar gemeinsame Richtungen ergeben, aber noch keine Gemeinsamkeit für den Namen an sich. Wir suchen gemeinsam weiter.
  • Der Gemeinderat lässt eine Gebäude-Beweissicherung erstellen wegen etwaiger Schäden durch den Hochhausbau anstelle der ehemaligen Landeszentralbank.
  • Sitzungstermine: 9.3., 13.4., 11.5., 8.6., 13.7.

 

Abwesenheiten:

Alle: 11.-13.2. Regionalsynode in Braunschweig

V. Elfert: Cuxhaven: 2.4., 4.4., 2.5., 16.5., 24.5. 6.6.

J. Paulus: 14.3. Braunschweig, 28.3. Bielefeld

Konfirmationen 11.4. in Oldenburg, 18.4. in Osnabrück, 1.5. in Ottersberg,
2.5. in Hannover, 8./9.5. in Braunschweig, 20.6. in Bielefeld