Gemeindebrief

Gemeindebrief Bild 1
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Liebe Gemeinde!

Es gibt in den Schicksalen immer wieder Zeiten, in denen uns das Wasser bis zum Halse steht, oder gar landunter ist. Diese Prüfungen tauchen immer wieder und in verschiedener Weise auf: Ein Umzug, eine Berufung, eine Erkrankung, Arbeitsüberlastung, stabile Lebensverhältnisse lösen sich auf, völlig neue und unerwartete Erlebnisse u.a.m.. Wir können uns in solchen Zeiten nicht mehr auf das Bestehende gründen. Wir müssen schwimmen lernen.
Vom Inneren her gesprochen ist dies ein zutreffendes Bild, wir verlassen das feste Land, die sicheren Gewohnheiten, wir werden entwurzelt, alles kommt in Bewegung. Wir selbst müssen uns bewegen, um nicht unter zu gehen. 
Meist werden wir ein wenig unruhig oder panisch, wenn das Wasser zu steigen beginnt, wenn sich die Bodenlosigkeit ankündigt. Schwimmen wir erst einmal, dann finden wir auch darin wieder eine Sicherheit. Eine Sicherheit in der Bewegung. War jenes eine Sicherheit auf festem Land, im Gewordenen, so ist dieses eine Sicherheit im Werden.
Sehr selten wird es einem Menschen so ergehen, dass er sich aus diesen Wassern erhebt und gleichsam darüber schreitet, wie Petrus es seinem Meister nachtut. Manchmal begegnen uns solche himmlischen Meister im Gespräch oder als Lebenshelfer.
Im Gebet oder einer ordentlichen Meditation können wir diesen Zustand erzeugen. Ein „ordentliches“ Gebet oder eine ebensolche Meditation sind wie ein Schiff, das uns über die Fluten des Lebens trägt. Das Credo ist eines dieser Boote, es wird uns durch das kommende Jahr geleiten.
Ist es nicht seltsam, dass wir in den Fluten des Lebens, also in den Fluten des Schicksals untergehen können? Ist es nicht unser Schicksal, das uns da zuströmt? Es ist unseres, und es ist nicht dafür bestimmt uns zu ertränken. Es ist dazu bestimmt uns in Bewegung zu bringen, zu beleben, zu erheben. Nur wer sich nicht regt, wer sich wehrt, versinkt. Die Wasser des Lebens möchten Leben schenken, das Werden möchte uns zu Werdenden machen. 
Nach der Feuerprobe dieses wunderbaren Sommers mag die Wasserprobe ruhig kommen. Und im Winter zeigen die Wasser des Lebens ja auch immer wieder einmal ihre himmlische Herkunft. Die Wasser des Lebens bestehen aus Sternenkräften. - Und tatsächlich wandelt immer der Herr des Schicksals darüber...

Im Namen der Kollegen grüßt herzlich

Ihr Joachim Paulus

 

Zu den Veranstaltungen

Der marktgerechte Patient

Freitag, 16.11., 19:30 Uhr

Es gibt zwar bereits zahllose Berichte über skandalöse Zustände in den deutschen Krankenhäusern. Erstaunlicherweise fehlt dabei aber fast immer der Bezug auf die wesentliche Ursache dieser Zustände: Die seit 2003 verbindliche Vergütung für Krankenhäuser durch sog. Fallpauschalen (jede diagnostizierbare Krankheit hat einen fixen Preis – wer mit möglichst geringen Personal-, Sach- und Organisations-kosten den Patienten optimal schnell abfertigt, macht Gewinn – wer sich auf die Patienten einlässt und Tarife zahlt, macht Verlust). Die Einführung der sog. DRGs (Diagnosis Related Groups) war der radikale Schritt zur kompromisslosen Kommerzialisierung eines Bereichs, der bis dahin vom Gedanken der Empathie und Fürsorge getragen wurde. Seither wird der Mensch dort, wo er am Verletzlichsten ist, nämlich als hilfsbedürftiger Patient, den gnadenlosen Prinzipien von Gewinn und Verlust untergeordnet.

In den deutschen Krankenhäusern stehe nicht mehr der Patient, sondern das Geld im Mittelpunkt aller Gedanken, sagt der Oberarzt für Anästhesie Peter Hoffmann im Film. „Das Geld ist immer im Hintergrund aller Entscheidungen. Man tut etwas, um die Kosten zu reduzieren oder man tut etwas, um mehr Erlöse, mehr Einnahmen für das Krankenhaus zu generieren. Das Krankenhaus wird geführt wie eine Fabrik. Maximaler Output, minimaler Aufwand, schneller, und der Patient wird zum Werkstück, die Abläufe werden industriell strukturiert, der Patient wird vorne eingefüllt und kommt hinten raus, und zwar bitte ein bißchen schneller. Geht das nicht einen Tag schneller?"

 

Herzliche Einladung zum Adventsmarkt 2018

Nach diesem herrlich sonnigen Sommer und der kraftvollen Michaelizeit wenden wir unsere Gedanken dem Advent zu und planen wieder einen stimmungsvollen Adventsmarkt im Saal in der Heinrichstraße.

Wer eine Idee zum Mitmachen, Basteln oder überhaupt zum Beitragen hat, möge sich bitte bei mir melden, ich freue mich über alle Anregungen, kulturellen Einlagen und über ganz praktische Hilfe.

Wie immer wird es Leckeres aus Backstube und Küche geben, dazu viele kleine und größere Geschenkideen, Kerzen, Karten und natürlich viele Bücher für Groß und Klein.

Wir möchten ein anregender Ort der Begegnung sein und freuen uns über lebhaftes Interesse und Kauflust vieler Besucher. Wie immer geht der Erlös an unsere Gemeinde.

Der Markt ist geöffnet am 2., 9. und 16. Dezember jeweils nach der Menschenweihehandlung von ca. 11 – 13 Uhr und eventuell auch freitags zu den Abendveranstaltungen.

Am 4. Advent, dem 23.12., werden wir nicht mehr da sein, sondern schon abgebaut haben.

Mit freundlichen Grüßen,          Sunhild Kufferath

Tel. 0421-490048 (Anrufbeantworter)

Mail: f.xhssrengu@tzk.qred.xmg@htareffuk.s

 

Die zwölf Fundamente des christlichen Glaubens                

Freitag, 7.12., 20:00

Wir haben uns ein neues Jahresthema vorgenommen. Das Bekenntnis soll uns in verschiedener Form, als Vortrag, Gespräch, Predigt u.a. begleiten. In seiner erneuerten Wortgestalt stellt es sich als etwas Objektives vor unsere Seelen. Es sagt, wie es ist. Nicht was ich glauben soll. Damit lässt es frei.

Zugleich ist sein Wortgewebe (um nicht „Text“ zu sagen, was ja von Textil, also von Gewebe kommt) nüchtern, kompliziert, exakt. Darum muss man sich gründlich damit beschäftigen, bis es sich erschließt. Auch das ist eine Maßgabe der Freiheit. Umso passender kleidet dieses Gewebe am Ende unsere Seele in den Wettern der Zeit.  JP

 

Adventsgärtlein

Sonnabend, 8.12., 17:00

Für unsere kleinen Kinder und alle diejenigen, die das Kind in sich am Leben erhalten haben, feiern wir wieder das Adventsgärtlein. „Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, so könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen.“ (Mt 18,3) Auf den Flügeln des Gesanges und der Erzählung können wir den Weg ins Himmelreich finden.         JP

 

Gesang der ErdeAusstellungseröffnung, Sonntag, 9.12., 11:45

Das ‚Element Erde‘ wurde von der Künstlerin Angelika Steinle in den letzten Jahren immer wieder als Bildthema bearbeitet. So entstand u. a. die Reihe der ‚Erdgespräche‘. Der Malvorgang, die Komposition von Formen und Farben auf der Bildfläche, orientierte sich dabei weniger am äußeren Eindruck als vielmehr am Abtasten innerer Bilder im eigenen Erlebnisraum. Die so aufgespürten Qualitäten finden sich wieder in den unterschiedlichen Stimmungen ihrer Werke.

 

Maria – Jungfrau und Mutter

Freitag, 14.12., 20:00

In einem Vortrag Mitte Dezember wollen wir uns mit Maria beschäftigen. In ihr leben Urbilder des Ewig-Weiblichen auf: Die paradiesisch-reine Jungfrau, die das Kind in Bethlehem gebiert, und die reife „Mutter Jesu“, die schließlich zusammen mit Johannes als einzige unter dem Kreuz steht. In welcher Beziehung stehen diese beiden zueinander? Und stehen sie auch in einer Beziehung zu uns? Sabine Krüger

 

Das innere Licht entzünden

Heilig Abend, 24.12., 16:00

In diesem Jahr möchten wir die Lichterstunde neu gestalten. Einige Kinder freuen sich schon sehr darauf, ein kleines Krippenspiel vorbereiten zu dürfen. Die gemeinsam gesungenen Lieder sind Teil des Spieles, so dass es kein Publikum geben wird. Alle spielen durch ihr Singen und das Entzünden der mitgebrachten Kerzen mit.

Damit die Kinderstimmen auch verständlich sind, findet die Lichterstunde in der Heinrichstraße statt. Mit einer guten Raumaufteilung dürfte der Platz hinreichen.

BITTE BEACHTEN: Es werden keine Kerzen am Eingang verteilt. Bitte vergessen Sie nicht Kerzen im Glas mitzubringen. Die Kerze sollte fest auf dem Boden des Glases befestigt sein und ein wenig über den Rand des Glases hinausreichen, damit sie leicht angezündet werden kann! Ein Teelicht im Glas ist nicht geeignet. - Dies für Ihre Sicherheit.                                                                             JP

 

„Spil von der Geburd Ihesu Xri“                                                                                                            

1. Weihnachtsfeiertag, 25.12., 17:30

Das sehr beliebte St. Gallener Weihnachtsspiel aus dem 12. Jahrhundert wird der Spielerkreis der Gemeinde wieder aufführen! Neue Spieler sind herzlich willkommen und melden sich bitte bei Elke Malzew unter 0421-2449185. Der Chor braucht alle ehemaligen und gern auch neue Sängerinnen und Sänger (Bitte bei Ulrike Flieger melden unter 04221-74438). Die Probentermine sind:

Chor: 4. und 11.12., 19:30

Chor und Spieler: 15., 22., 23.12., 17 Uhr (Chor jeweils schon ab 15:30 Uhr)

 

Dreikönig-Singspiel

Sonntag, 6.1., 11:45

Es werden noch Mitspieler/innen für das Dreikönigs-Singspiel gesucht. Es ist ein ca. 15- minütiges Stück, welches die Anbetung der Könige in schlichten Bildern zeigt. Dabei wird die ganze Zeit gesungen, ohne instrumentale Begleitung. Die Melodie ist schlicht, berührend und harmonisch. Ich brauche noch ca. 4 Spieler/innen. Wenn das Spiel bis Mitte Dezember steht, kann es aufgeführt werden - bitte Aushang beachten im Schaukasten. Wenn nicht, kann es auf nächstes Jahr verschoben werden mit neuen Kräften. Bitte melden bei Dr. Katharina Schumann, 0421 69 89 19 31 oder xnf@cbfgrb.qred.oetsop@sak .

 

Familiengottesdienste

Welche Eltern, Großeltern und Interessierte möchten gerne Familiengottesdienste vorbereiten, an denen auch kleine Kinder teilnehmen können? Es wird am 11. 1. 2019 um 20:00 Uhr einen Vorbereitungsabend dazu geben. Fühlen Sie sich dazu herzlich eingeladen, ich freue mich auf Sie!

Gerne können Sie mir im Voraus schon Ihre Wünsche und das Alter Ihrer Kinder mitteilen, so dass ich mir einige mögliche Arrangements überlegen kann.

Dr. Katharina Schumann

 

Singen und Spielen in erweiterter Tonalität

mit Claudia Nicolai und Johann Sonnleitner

Wochenende 1.-3.2.

Aufgrund des erfreulichen Echos auf das Wochenende im vergangenem Januar wird die Arbeit an neuer erweiterter Kultusmusik fortgesetzt. Alle Menschen, die an einem vertieften Musikerlebnis interessiert sind, sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

Die Zeiten am Sonnabend bitte bei Frau Malzew erfragen unter 0421-2449185.

 

Wege zur Gewaltfreien Kommunikation

Freitag, 8., 15., 22. Februar, 20:00

Die Gewaltfreie Kommunikation begegnete mir 2004 bei einem Kurs von Rudi Ballreich in der Christengemeinschaft Kassel. Seitdem ist sie ein Bestandteil meines Lebens.

Die Gewaltfreie Kommunikation könnte auch bedürfniszentrierte, wertschätzende oder Herz-zu-Herz-Kommunikation genannt werden. Sie betont die Gemeinsamkeiten der Menschen. Der Begründer Marshall B. Rosenberg hat sie in alle Teile der Welt getragen und unglaubliche Erfolge damit erzielt, gerade in Kriegsgebieten oder scheinbar hoffnungslos verfahrenen Situationen. Bis zu seinem Tod 2015 war er helfend und ausbildend unterwegs, in den letzten Jahren auch als Heiler.

In drei aufeinander aufbauenden Abenden möchte ich mit Ihnen die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation erarbeiten. Das Ziel wäre ein unmittelbares Erleben der heilenden Kraft dieser Sprache des Herzens.

Wir beginnen mit Empathie, einem Grundbaustein der Gewaltfreien Kommunikation. Darauf folgend werden wir uns in einem zweiten Abend mit Gefühlen und Bedürfnissen beschäftigen: Wie fühlt sich ein Gefühl eigentlich an? Was passiert in einer Konfliktsituation mit meinen Gefühlen? Der dritte Kurs beschäftigt sich mit der schwierigen Formulierung von Bitten. Nach diesen drei Kursen können wir überlegen, ob wir weiter üben, oder erst einmal eine Pause einlegen wollen. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Alle Teilnehmenden sollten aber psychisch belastbar und gesund sein, da die Übungen sehr tief gehen können.

Dr. K. Schumann

 

Und trotzdem ja zum Leben sagen

Wochenende 15.,/16.3.

Unter extremen Umständen, nämlich im KZ, gelang es Viktor Frankl, „trotzdem ja zum Leben“ zu sagen. Er überlebte, weil er einen Sinn darinnen gefunden hatte; auch im Leid! Seine bahnbrechende Logotherapie lässt sich aus seinem Lebensgang ableiten: Die Beschreibung der „3 Sinnstraßen“, die Charakterisierung des Glücks als Folge unserer Initiative, nicht als Ziel, die menschenkundliche Idee vom „Psycho-physikum“ und der „geistigen Person“ – ein mit der Anthroposophie vereinbares Weltbild mit psychologischen Begriffen. Frankl war Arzt und Psychologe und praktizierender Jude; schließlich auch Bergsteiger. Sein bewegtes Leben und seine einleuchtenden Erkenntnisse sind das Thema des ersten Vortrags am Freitag.

Am Samstag werden logotherapeutische Methoden vorgestellt, diskutiert und geübt. Da geht es etwa um die Ergänzung klassischer männlicher bzw. weiblicher Spezialitäten; um die „Leiter an der richtigen Mauer“, um das „Schärfen der Säge“, um den „Werte-Kuchen“, die „innere Bühne“, die „4 Quadranten“ unseres Alltags, die fiktive Grabrede und um den „Klimt-Blick“. Es sind Übungen, die man auch ohne professionelle Begleitung für sich selbst, mit dem Partner oder mit Freunden durchführen kann. Sie zeigen, dass wir uns keineswegs alles „von unserer Seele gefallen lassen“ müssen, sondern dass wir unser Leben aufgrund unserer geistigen Existenz proaktiv gestalten können!          

Marc Jungermann

Aus dem Gemeinderat

Im Herbst soll ein Vorhang im Souterrain der Kirche angebracht werden, damit die Heizungswärme nicht nach oben entweicht und die Kälte vom Kirchenportal nicht in die neue Bibliothek fließt. Die Kosten werden sich auf 600,- bis 700,- € belaufen. Ein konkretes Angebot für Stoff, Näharbeit und Anbringung liegt vor. Es werden Spender gesucht.

 

Der Flohmarkt hat wieder einmal Freunde und Mitglieder der Gemeinde mit Nachbarn und Interessierten aus der näheren und weiteren Umgebung der Gemeinde zu einem lebendigen Fest zusammengebracht. Das finanzielle Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten rund um Kirche und Saal Heinrichstraße ist zwar nicht ganz so hoch, wie im Vorjahr, mit einem Reinerlös von ca. 1.700 ,- € ist es jedoch überaus erfreulich! Vor dem Hintergrund dessen, dass wir uns in diesem Jahr die Zahlung der übergemeindlichen Beiträge in voller Höhe vorgenommen haben, hat der Gemeinderat beschlossen, den Flohmarkterlös mit zur Erfüllung dieser Gemeindeaufgabe zu verwenden. Weiteres zu den Gemeindefinanzen 2018 lesen Sie bitte im beiliegenden „Finanzbericht und Aufruf 2018“.  W. Wohlfarth

 

Im barrierefreien WC der Heinrichstraße wird ein Wickeltisch angebracht.

Abwesenheiten

Alle:          25.-26.3. Regionalsynode

V. Elfert: Cuxhaven 25.11., 6.1., 3.2., 3.3., 31.3.

                   Ottersberg: 16.12., Stuttgart 17. & 24.2., Hamburg 10.3.

J. Paulus: Cuxhaven: 25.12. (10:00), Schloss-Hamborn 27.1., Stuttgart 24.2., Hamburg 10.3.

D. Wilgenroth: Benefeld 25.11., 9.& 23.12., 25.12. (00:00 & 7:30), 26.12., 6.& 20.1., 3.& 17.2., 3.,17.& 31.3.

Brief Bild 2
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