Die Christengemeinschaft in Kiel

Und als er in die Nähe von Bethphage und Bethanien kam an den Berg, den man den Ölberg
nennt, sandte er zwei seiner Jünger voraus mit dem Auftrag: Geht in den Ort, der vor uns
liegt; und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Eselsfüllen angebunden finden, auf dem
noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und führt es her. Und wenn euch jemand
fragt, warum ihr es losbindet, so sagt: Sein Herr braucht es. Und die Boten gingen hin und
fanden es, wie er ihnen gesagt hatte. Als sie aber das Füllen losbanden, sagten seine Herren
zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, das Füllen loszubinden? Sie antworteten: Sein Herr braucht
es. Und sie führten es zu Jesus, legten ihre Gewänder darauf und ließen Jesus das Füllen
besteigen. Und während er dahinritt, breiteten sie ihre Gewänder auf dem Weg aus. Schon
kam er nahe an den Abhang des Ölberges, da begann die ganze Jüngerschar mit lautem
Freudenruf Gott zu preisen um all der großen Taten willen, die sie erlebt hatten: Gesegnet
der Kommende, der König im Namen des Herrn! Im Himmel Friede und Verklärung in den
Höhen. Da sagten einige Pharisäer aus der Volksmenge zu ihm: Meister, verwehre es deinen
Jüngern! Er entgegnete ihnen: Ich sage euch: wenn diese verstummen, werden die Steine
schreien.
Und als er näher kam und die Stadt erblickte, weinte er über sie und sprach: Wenn doch
auch du an diesem Tag erkenntest, was dir Frieden bringen kann! Nun aber ist es vor deinen
Augen verborgen. Werden doch Tage über dich kommen, da werden deine Feinde einen
Wall um dich aufwerfen, dich von allen Seiten einschließen und bedrängen; sie werden dich
und all deine Bewohner zu Boden werfen und keinen Stein auf dem andern lassen, weil du
die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast.
Lukas 19; 29-44


Eine Woche wie ein Leben


Liebe Gemeinde,
warum bin ich eigentlich geboren worden, wie zu dem Menschen geworden, der ich heute
bin, und wie wollte oder will ich eigentlich werden? Wir können viele Fragen zu unserer
eigenen Existenz stellen. Aus rein biologischer Sicht ist der Inhalt unseres Bewusstseins das
Ergebnis der neurologischen Vorgänge in unserem Gehirn und von den Erfahrungen geprägt,
die wir über unsere Sinne im Leben bisher aufgenommen haben.
Gehen wir aber davon aus, dass unsere Individualität, schon aus einem vorgeburtlichem Sein,
einen Entschluss zu diesem Leben mitgebracht hat, so lässt sich fragen, ob wir auch vor der
Geburt schon ein Ziel für dieses Leben ins Auge gefasst hatten. Der allgemeine
Entwicklungsweg des Menschen lässt sich mit den Ereignissen der Karwoche im Leben Jesu
in Beziehung bringen.
Am Palmsonntag schaut Christus weit voraus zum Ziel seines Lebens, dem Geheimnis seines
Todes, der ihn mit den Menschen verbinden wird. So haben vielleicht auch wir einmal auf
ein Lebensziel geschaut, bevor wir in die Erdenwelt eingezogen sind. Nach der Geburt heißt
es aber erst einmal zu lernen, was die Vorfahren schon können. Das Kind lernt durch
Nachahmung so zu werden, wie die Anderen sind. Dann aber erwacht das Eigene, das sich
von den Anderen unterscheidet und auch die bewusste Abgrenzung sucht. – Ich bin Ich und
anders als alle Anderen. – Damit verbunden ist die Erfahrung einer großen Einsamkeit. Sie
lässt sich überwinden, indem der Andere neu als Gegenüber entdeckt wird. Es kann ein Ziel
werden, für den Anderen da zu sein und es kann sich so weit steigern, dass der einzelne
Mensch lernt immer mehr von sich selbst abzusehen und in der Verbundenheit mit dem
anderen Menschen oder einem höheren Ideal, sich neu zu finden.
In innerer Verbundenheit laden wir Sie herzlich ein, mit uns die Karwoche unter diesem
Thema zu erleben, auch wenn Sie in dieser Zeit nicht in die Kirche kommen wollen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Friedlieb Häckermann

 

 

 

Verhaltensregeln
Liebe Gemeindemitglieder, die Coronaverordnungen haben sich für uns nicht verändert und
fordern weiterhin das Tragen einer Mund-/Nasenbedeckung in unseren Räumen.
Gegenwärtig ist die Teilnehmerzahl an rituellen Handlungen auf 50 Personen begrenzt. Um
ein vergebliches Kommen zu vermeiden, müssen Sie sich deshalb für die Sonntage im Büro
oder bei Frau Stubenrauch anmelden. Die Abstandsregeln bei der Nutzung des
Kirchenraumes sind unverändert: Im Weiheraum stehen in den grauen Stuhlreihen violette
Stühle einzeln und paarweise, die den Abstandsregeln entsprechend platziert sind. Bitte
nutzen Sie nur diese, einzeln oder paarweise.
Bitte belassen Sie die Stühle an ihren Plätzen.
Gegenwärtig dürfen nur Personen eines Haushaltes zusammensitzen. Bitte nehmen Sie dabei
Rücksicht auf Menschen, die gerne allein sitzen wollen!
Vor dem Weiheraum befindet sich ein Tisch, an dem Sie sich mit Namen und Tel.-Nr. in
eine Anwesenheitsliste eintragen müssen. Diese Listen sind von uns zu führen und sollen
helfen, Infektionsketten rasch nachvollziehen zu können. Sie werden nach vier Wochen
wieder vernichtet.
Bitte achten Sie immer auf die Einhaltung eines Abstandes von 1,5 Metern, insbesondere bei
Türen, in Fluren und wenn Sie warten müssen. Vermeiden Sie bitte beim Verlassen der
Kirche eine Gruppenbildung.
Friedlieb Häckermann

Kontakt

Raphael-Kirche

Hofholzallee 25
24109 Kiel
Deutschland

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