Kinder und Familie

Kinderzeltlager Bronnen 2018

Felsen, Wald und Donau

Ein Rückblick auf das Ferienlager auf dem Zeltplatz Bronnen bei Fridingen

 

Das Vortreffen in der Göppinger Kirche gab einen ersten Ausblick auf die bevorstehende Zeit und erweckte Vorfreude auf gemeinsame Erlebnisse in den Sommerferien. Doch wie es so ist, nicht jedem ist es möglich einen solchen Termin wahrzunehmen. Umso spannender gestaltete sich der Anreisetag, als sich alle Kinder und Helfer zwischen den Eltern zum ersten Mal auf einem Parkplatz begrüßten. Allmählich gab es ein erstes Gefühl für die entstehende Lagergemeinschaft.

Der Zeltplatz des Stadtjugendrings Stuttgart war zu diesem Zeitpunkt Eltern und Kindern nur vom Hörensagen und von ein paar wenigen Fotografien bekannt. Alleine die Betreuer, die in den zwei Tagen zuvor die Räumlichkeiten vorbereiteten, Zelte aufbauten und sich einstimmten, wussten, was die Sommerurlauber erwarten würde. Der abgelegene Treffpunkt, die Gaststätte „Knopfmacherfelsen“, ist nach einem Aussichtspunkt benannt, der die Donautalidylle erahnen lässt.

Vom nahegelegenen Felsen bietet sich ein beeindruckender Blick in das tiefgelegene Donautal. Zur Rechten liegt am Waldrand in einer Flussschlaufe der Zeltplatz. Von dort aus waren die weißen Rundzelte der Kinder, die dunkelgrüne, an eurasische Hirtennomaden erinnernde Jurte, die als Gemeinschaftszelt diente, und die zwei großen hellen Giebelzelte zu sehen, in denen wir Material lagerten und in denen Arbeitsgruppen stattfanden.

Dem Zeltplatz gegenüber ragen hohe, steile Felswände, umgeben von satten grünen Wäldern spektakulär gen Himmel. Auf einem der Felsen entdeckt der Betrachter eine einsame kleine Burg, die den Wunsch erweckt, einmal den doch geheimnisvollen Ort aufzusuchen. Nicht weit entfernt, auf der anderen Flussseite, befindet sich die Gaststätte „Jägerhaus“, die von Wanderern gerne zur Einkehr aufgesucht wird. Nach links blickend, folgt das Auge der Donau und erblickt in einiger Entfernung, an anhebendem grünen Hang, neben Obstbäumen, das Kloster Beuron. All dieses sahen erwartungsvoll gestimmte Eltern und Kinder vom Sammelpunkt noch nicht!

Nach Abschied von den Eltern gingen die Helfer zu Fuß auf Waldwegen mit den 39 Kindern aus Göppingen, Heidenheim und Stuttgart den Berg hinunter und eröffneten Schritt für Schritt die Zeit des Kinderzeltlagers. Nach einer guten halben Stunde Gehzeit erreichten sie das Lager. Kurz nach Ankunft wurden die Kinder in Gruppen eingeteilt. Zu den allerersten Aufgaben gehörte es, einen Gruppennamen zu finden. Da gab es unter anderem die Donauwellen, die acht Wasserratten und die Felsenwölfe. Für elf Tage lebten wir mit Felsen, Wald, dem fließendem Gewässer und meistens strahlendem Sonnenschein.

Ein gut durchdachter Tagesablauf gab den Rahmen für eine abwechslungsreiche Zeit. In Arbeitsgruppen entstanden zum Beispiel Masken, Schmuck, Waldlager, Specksteinobjekte und ein Floß. Beim Morgen- und Abendkreis fanden wir uns zum Tagesbeginn und zum Abendabschluss zusammen, sangen die geliebten Lieder und hörten mit Spannung die Geschichte „Der Brief für den König“ von Tonke Dragt. Jeden Morgen gab es ein Rätsel, das am Abend seine Auflösung fand. Eines Morgens zeigten sich während des Erzählens ein paar wilde Gämsen auf den Felsspitzen, was für großes, aber ruhiges Aufsehen sorgte.

Täglich wurden wir von Küchenfeen gut bedacht. Von den Kindern war kein einziges Gemäkel zu hören, sondern nur Lob und Dank für die guten Mahlzeiten, die zudem überwiegend biologisch waren. Glücklicherweise konnte ein LKW bis vor unser Wirtschaftsgebäude vorfahren und die Lebensmittel anliefern, was eine große Erleichterung in der Organisation war.

 Der heiße Sommer war Wohltat und manchmal Herausforderung zugleich. Der Sonnenschein brachte viele Gelegenheiten, um sich in der Donau zu vergnügen. Dafür waren die Nächte in den aufgeheizten Zelten keine Wohltat. Drei Tage vor dem Ende zog ein Unwetter auf. Im Gewitter verloren wir eines der großen Gruppenzelte. Doch zum Glück trocknete uns die Sonne bis zum Abbau die Zelthäute, sodass das Einlagern ohne große Umstände vor sich ging.

Nach einem schönen und erfüllten Kinderzeltlager, möchten wir das Ferienangebot auch in Zukunft anbieten. Nähere Informationen folgen in Form eines Flyers.

Ein großer Dank gilt allen Helfern! 

Marcel Frank

Steilaufragende Felswände am Ufer der Donau.
Aufragende Felsen am Donauufer
Die Lagergemeinschaft hat sich vor der Jurte um das Lagerfeuer versammelt.
Die Lagergemeinschaft um das Feuer
Zeltplatz | Materialzelt und Schalfzelte
Feuerstelle und Jurte vor dem Felspanorama
Wald, Wiese und Feuerstelle
Die Badestelle des Zeltlagers
Badestelle in der Donau
Die im Rund aufgestellten Zelte vom Wald aus gesehen.
Lagerstimmung
In einem schön gerichteten Zelt hat eine Mädchengruppe ihren Gruppennamen "Felsenwölfe" geschrieben. Ein Wolfsgesicht schaut den Betrachter an.
Das Zelt der Felsenwölfe
Zum Mittagessen gab es auch gute Salate.
Mittagessen
Eine kleine bewohnte Festung mit Kapelle auf einem der umliegenden Felsen
Kleine bewohnte Festung mit Kapelle auf einem der umliegenden Felsen
Im dichten Wald sind die Teilnehmer des Geländespiels unerkennbar unterwegs.
Geländespiel
In einer Arbeitsgruppe entstanden unter anderem blaue und orangene Papiere
Schmuckes Papier
Mit Wasser angerührter Farbe entsteht Schmuckpapier
Herstellung von Schmuckpapier
Auf Wäscheleinen trocknen die leuchtenden Ergebnisse der Batikgruppe
Die leuchtenden Ergebnisse der Batikgruppe
Abendliches Feuer
Lagerfeuer
Ausblick vom Aussichtspunkt Knopfmacherfelsen ins Donautal
Ausblick vom Aussichtspunkt Knopfmacherfelsen ins Donautal

Friedrich Affeldt

Marcel Frank

 

Freizeiten

Hier finden Sie Angebote aus der überregionalen Arbeit der Christengemeinschaft.
Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche.
Für Erwachsene: Studienreisen und Fortbildungen.