Mitteilungen

Liebe Gemeinde,                                                                               Tübingen,     27.5.2022

Mit dem Pfingstfest beginnt die Zeit einer völlig neuen inneren Bewegung für den Menschen. Bisher waren für die Evangelien, die in den Weihehandlungen gelesen wurden, die Grundlage und der Ausgangspunkt das göttliche Handeln. Mit Pfingsten wird nun entscheidend, was der Mensch tun kann und tut. Der Mensch muss selbst etwas leisten, auf ihn kommt es an, er muss lernen die Verantwortung zu tragen für alles, was er tut. Somit wird der Mensch ein Mitwirkender. Vorher sind die Jünger dem Christus gefolgt, sie haben alles zurückgelassen.
Mit der „Ausgießung des Geistes“ an Pfingsten gebar sich nun in ihnen die Kraft, die sie selbst zu „Zeugen“ des Geschehens werden liess, d.h. zu solchen Menschen, deren „Zeugnis“ das Christus-Wirken weiterbringen, „fort-zeugen“ konnte. So breitete sich das Christentum über die ganze Erde hin aus.
Vieles an Ihm hatten die Jünger noch nicht verstanden, manches hatte sie erschreckt oder erschüttert; aber sie hatten Ihn alle geliebt. Sie waren durch den tiefsten Todesschmerz der Trennung, der absoluten Verzweiflung wie durch einen tiefen Abgrund hindurchgegangen.
Und als sich ihnen seine Gegenwart mit der Auferstehung erneuerte, konnten sie es nicht ganz fassen. Sie waren wie über sich hinausgehoben – bis die zweite Trennung von ihm, die mit der Himmelfahrt einsetzte, sie wieder dem Schmerz auslieferte und zugleich den Geburtswehen des Erwachens.
Pfingsten bedeutet in diesem Geschehen das Erwachen und das Erkennen dessen, was da geschehen ist. Nun lieben sie nicht nur den, der da mit ihnen gewandelt ist, sondern sie beginnen auch, Ihn zu verstehen. Sie lernen mit der ganzen Tiefe ihres Wesens die ganze Tiefe Seines Wesens und Seines Wirkens in der Menschheit begreifen und damit innerlich zu ergreifen. Das macht sie von Jüngern zu Aposteln Christi, zu Mitarbeitern Gottes.
„Wer mich wahrhaft liebt, offenbaret meinen Geist und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und in ihm wohnen“ (Joh. 14,23). Aus der wahren Liebe zu Christus geht auch die Offenbarung seines Geistes im Menschen hervor. Dabei ist es eine erschütternde Verheißung: Die Gottheit will in dem Menschen wohnen, und zwar nicht nur der Christus selbst, sondern auch mit ihm der Vatergott. Ein großes Zukunftsziel ist damit ausgesprochen, das gewiss über all unser gegenwärtiges Erleben hinausgeht. Was heißt eigentlich „die Liebe zu Christus“? Mit dieser Frage zu leben, könnte ein wesentlicher Teil
unseres Lebenssinnes sein.

 

Das jährliche Treffen der württembergischen Gemeinden (bisher: "Mitarbeitertreffen") heißt nun "Pfingsttreffen" und findet in diesem Jahr in der Gemeinde in Tübingen statt. Wer sich dafür interessiert, findet in der Anlage die Einladung und darf gerne am Pfingstmontag daran teilnehmen. (2022-mitarbeitertreffen.pdf)

 

Lebensbilder: Erzählen – Zuhören.
Eine weitere Initiative, die schon länger überlegt wird, ist herangereift. Wir wollen eine Möglichkeit bieten, uns gegenseitig mehr wahrzunehmen, zu erleben, kennenzulernen. Als Einstieg dachten wir, jeder der möchte könnte zum Beispiel zu einem vorgegebenen Thema etwas erzählen, etwa: Mein Weg zur Christengemeinschaft. Weitere Themen dieser Art haben wir zwar schon überlegt, möchten aber mit Ihnen zusammen entwickeln, was alles unter der Überschrift „Lebensbilder“ zur Sprache kommen könnte. Natürlich darf man auch nur zuhören, aber wir hoffen, dass eine vertrauensvolle Atmosphäre dazu einlädt, sich mitzuteilen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Als Termin haben wir den Sonntagabend, 19 Uhr ausgesucht. Im Juli sind dafür zwei Abende angesetzt. Kontaktpersonen: Frau Strobl, Frau Schaal (07031/604584).


Herr Gunst und Frau Barth laden die Gemeinde herzlich ein zum frohen Sommerliedersingen am 10.7.  nach der Weihehandlung.


Es grüßen Sie sehr herzlich
Heike Strobl und Richard Dzidzaria