Die Christengemeinschaft
Tübingen

Gemeindebrief

Tübingen, 06.03.2026

Liebe Gemeinde, 

Ein Menschenkind wird am Anfang von liebenden Menschen geführt. Mit dem Älterwerden lernt der Mensch sich selber zu führen. Dabei kann er bemerken, dass es auch eine andere Führung gibt, die höher ist als die menschliche. Die höhere Führung führt ihn zu den Menschen und Aufgaben, durch die er lernt und innerlich wächst. Er muss mit manchen Herausforderungen zurechtkommen. Diese Führung ist nicht immer blumig und angenehm. Es wird berichtet, wie die Priesterkönige von dem Messias-Stern geführt wurden. Sie kommen in das Land Judäa und dann werden sie in die Dunkelheit und Kälte geführt, zu Herodes und nicht direkt zum Kind. Es wird auch berichtet, wie der Christus Jesus direkt nach der Taufe vom Geiste in die Wüste geführt wird, und zwar in die Dunkelheit und Kälte, wo er den Widersachern begegnet. So kann auch nachempfunden werden, was Jesus Christus zu den Menschen spricht: „Sie suchen handgreifliche Beweise für den Geist; aber es wird ihnen kein anderer Geistbeweis gegeben werden als das Zeichen des Jona. So wie Jona für die Bewohner von Ninive zu einem Beweis des Geistes wurde, so wird es der Menschensohn für diese Zeit sein“ (Lukas 11, 29-31). Jona wird von einem Fisch verschlungen und kommt nach drei Tagen völlig verwandelt heraus. So wird der Mensch auch in solche Situationen geführt, in denen er Dunkelheit und Kälte empfindet und herausgefordert wird damit zurecht zu kommen. Im Leben erleben wir vielleicht nicht oft, aber doch als einen wichtigen Einschnitt in der Biographie, solche „Fisch“-Momente, in denen wir in die Dunkelheit und Kälte verschluckt werden. Dabei wird die Frage an sich selbst lebendig: Bleibst du deinen Entschlüssen gegenüber treu? Die Entscheidungen muss jeder selber treffen und durchführen. Die geistige Führung übernimmt sie nicht, damit der Mensch frei ist. Aber es wird uns geholfen, wenn wir uns für das Gute entscheiden. In dunklen Situationen kommt die Hilfe so, dass wir fühlen: Des Widersachers Macht wird von uns genommen, damit wir mit den Herausforderungen klar kommen. Wir dürfen diesem Beistand vertrauen. So kann empfunden werden, wenn manche dunklen und kalten Situationen durchlebt werden, dass man wie neu geboren wird, wie Jona nach drei Tagen. Das könnte das Geheimnis der dunklen und kalten Momente in der Biographie sein – sie zu bestehen, mit der Hilfe von oben, um als ein neuer Mensch von oben geboren zu werden.

Für die Karwoche haben wir das Thema „Die Ich-Bin-Worte des Christus“ gewählt, die wir im Lichte der Karwochen-Ereignisse bewegen möchten.

Zur Osterzeit gehören in unserer Gemeinde die beiden Weihehandlungen am Ostersonntag.

Ein Hochpunkt dieser Zeit ist auch die Konfirmation. Sicher haben Sie Verständnis, dass die geringe Zahl an Sitzplätzen, besonders am Sonntag, ganz den Angehörigen zur Verfügung stehen soll. Es wird keine Sonntagshandlung für die Kinder stattfinden können.
Konfirmiert werden am 3. Mai:
Denise Fichtner, Laurens von Gagern, Luise Kraft, Raphaela Mast, Emil Mayer, Nathanael Moosmann, Matheo Neyrinck, Anna Winter.

Die Konfirmanden für 2027 können bis 7. Mai bei Herrn Lackner angemeldet werden.

Am 16. Mai findet die Gemeindefahrt zusammen mit der Reutlinger Gemeinde nach Colmar statt.

Für die vielen freundlichen weihnachtlichen Zuwendungen und Grüße möchten wir Pfarrer uns bei
Ihnen aufs Herzlichste bedanken!

Es grüßen Sie sehr herzlich
Roland Lackner und Richard Dzidzaria