Chronik

Chronik der Christengemeinschaft in Villingen-Schwenningen

  • Nach dem Kriegsende 1945 begann die Arbeit in Königsfeld durch Hermann Heisler (* 22. 04. 1876 in Mannheim - + 19. 10. 1962 in Hamburg). Er hatte sich während der Verbotszeit der Christengemeinschaft (09. 06. 1941 - Mai 1945) bei seinem Bruder aufgehalten, der als Arzt in Königsfeld ein Sanatorium leitete. Nachdem mit dem Zusammenbruch des 3. Reiches 1945 das Verbot gegenstandslos wurde, fing er an, in einem überschaubaren Kreis die Menschenweihehandlung zu zelebrieren. Es entsteht eine kleine Gemeinde.
  • Nach einiger Zeit beginnt er auch in Schramberg durch Vermittlung von Doris Landenberger in der Villa Landenberger die Menschenweihehandlung zu zelebrieren.
  • Nach seinem Tod in Hamburg wird 1963 Johannes Lindemann (* 27. 05. 1900 in Marsow/Pommern - + 14. 03. 1986 in Murrhardt) nach Königsfeld entsandt. Im August-Heisler-Weg 4 im Hause der Familie Neubert kann die Gemeinde über längere Zeit einen Raum nutzen. Das Einzugsgebiet ist groß und wird von Johannes Lindemann mit dem Motorrad betreut.
  • Mit der Gründung der Waldorfschule in Villingen-Schwenningen am 31. 07. 1978 im Haus Schönblick auf der Frühlingshalde ergibt sich für den Religionsunterricht ein stark vergrößertes Tätigkeitsfeld. Der Kultus findet aber weiter in Königsfeld statt.
  • In der Hohlehrenstr. 9 in Schwenningen wird im Dezember 1980 eine Villa erworben, in der die Gemeinde und der Kultus eine neue Heimstatt bekommt. Johannes Lindemann will aus Altersgründen nicht mehr mit umziehen. Familie Zimmermann zieht als „Hauseltern“ in die Villa. Frau Zimmermann übernimmt bis Mitte der 80iger Jahre einen Teil des Religionsunterrichtes, Herr Zimmermann baut im Keller einen Raum zum Jugendraum um und entfaltet dort eine rege Jugendarbeit.
  • Die Gemeinde wird in dieser Zeit von Pforzheim aus vierwöchentlich versorgt. Es besteht ein Perikopenarbeitskreis mit Michael Heidenreich. Auch Walter Knochenhauer (* 10. 02. 1925 in Schwerin - + 01. 09. 1993 in Filderstadt-Bonlanden) kommt regelmäßig von Pforzheim aus zu Veranstaltungen.
  • 1981 zieht Walter Knochenhauer mit seiner Familie ganz nach Villingen-Schwenningen.
  • Ende der 80iger Jahre wird wegen seiner zunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen Frau Eberle-Boschan als Gemeindehelferin angestellt. Sie erteilt zusammen mit Frau Gmelin-Stauch den Religionsunterricht.
  • Nach dem Tod von Walter Knochenhauer wird die Gemeinde in regelmäßigem zweiwöchigen Rhythmus durch Vertretungen versorgt: hauptsächlich Oliver Steinrueck (* 13. 08. 1961 in Toronto) und Per Andersen (* 01. 12. 1961 in Kopenhagen) helfen von Freiburg/Breisgau aus.
  • Frau Falkenburger ersetzt Ende der 90iger Frau Eberle-Boschan im Religionsunterricht.
  • Es entsteht das Projekt einer neuen Kirche zwischen Villingen und Schwenningen: Im Gewann Schilterhäusle wird ein Eckgrundstück erworben, um darauf ein kleines Gemeindezentrum zu erstellen. Die Villa in der Hohlehrenstr. 9 wird im Sommer 1997 verkauft. Für eine Übergangszeit kann eine kleine Halle von Frau Spreng genutzt werden. Das für den Kultus Notwendige kann in der nebenstehenden Villa untergebracht werden.
  • 1998 kommt Volker Elfert (* 09. 05. 1943 in Schwagstorf/Bersenbrück) als neuer Gemeindepfarrer nach Villingen-Schwenningen.
  • Für fast 9 Jahre findet die Gemeinde an den Wochenden Unterkunft im Eurythmieraum der Waldorfschule. Sie hat in der Schule außerdem einen eigenen kleinen Unterrichtsraum zur Verfügung.
  • Das Neubauprojekt gestaltet sich schwieriger als gedacht und ist mit verschiedenen ungelösten Fragen verbunden. In dieser Zeit wird die aufgegebene Markus-Kirche auf dem Alten Friedhof in Schwenningen entdeckt.
  • Nach einigem Abwägen entschließt man sich, statt eines Neubaus die Markus-Kirche von der Stadt für mindestens 25 Jahre zu mieten und gründlich umzubauen und zu renovieren.
  • Nach Um- und Ausbau (Planung durch Architekt Weber) wird sie am 01. 04. 2006 eingeweiht. Sie erhält den neuen Namen „Sophienkirche“.
  • Am 01. 09. 2012 erfolgt die Emeritierung von Volker Elfert. Villingen-Schwenningen wird Filialgemeinde von Überlingen. Jean-Marie Falcone (* 02. 01. 1957 in Sidi-Bel-Abbés/Algerien) betreut die Gemeinde von Überlingen aus.
  • Im Sommer 2013 wird Jean-Marie Falcone nach Paris neu entsandt. Georg Schaar  (* 24. 08. 1967 in Erfurt) aus dem Überlinger Kollegium übernimmt die Verantwortung. Frank Peschel (* 30. 12. 1945 in Dresden), der als emeritierter Kollege im selben Jahr nach Überlingen gezogen ist, stellt sich helfend an seine Seite.
  • Ein zweiwöchiger Rhythmus der Zelebrationen (am Monatsanfang samstags um 9.30 Uhr, in der Monatsmitte sonntags um 10.00 Uhr) erweist sich für die Gemeinde als tragfähig. Das Programm wird in wesentlichen Beiträgen von Mitgliedern der Gemeinde mitgestaltet. 
  • Am 10. und 11. 04. 2016 feiert die Gemeinde unter Einbeziehung der Öffentlichkeit das 10jährige Jubiläum der Kirchweihe der Sophienkirche.
  • Allmählich konsolidieren sich die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde. Der Wirtschafts- und Verwaltungskreis beschließt, ab Juni 2017 die seit 2006 bestehenden restlichen Bauschulden von 70 Tsd. EUR in kleinen monatlichen Raten abzutragen.
  • Als Ergebnis eines gemeinsamen Findungsprozess liegt im Herbst 2017 ein Logo mit der stilisierten Sophienkirche vor. In der Folge verändert sich das Erscheinungsbild von Programm, Gemeindebrief und Aushängen.
  • Nach vielen Jahren, in denen Konfirmanden aus Villingen-Schwenningen in anderen Gemeinden mit konfirmiert wurden, kann am 22. 04. 2018 für fünf Konfirmanden wieder einmal eine Konfirmation in der Sophienkirche stattfinden.
  • Im Sommer 2019 zieht Frank Peschel von Überlingen nach Wien, wo er näher an der von ihm mit initiierten Aufbauarbeit der Christengemeinschaft in der Slowakei und Slowenien wohnen kann. In der Folge erlebt die Gemeinde verschiedene Priester, die in der Monatsmitte statt seiner zelebrieren.
  • Im Februar 2021 zieht Gwendolyn Fischer (* 27. 08. 1951 in Manila/Philippinen) als emeritierte Kollegin nach Überlingen und beginnt, regelmäßig in der Gemeinde in Villingen-Schwenningen mitzuwirken. Aus gesundheitlichen Gründen muss dieser viel versprechende Einsatz aber wieder zurückgenommen werden.
  • Ab Ostern 2022 wird Georg Schaar in die Leitung der Freien Hochschule der Christengemeinschaft in Stuttgart entsandt. Hellmut Voigt (*19. 12. 1951 in Rostock) aus dem Überlinger Kollegium und Alt-Lenker der Region SüdWest übernimmt für den Übergang bis zum Herbst die Verantwortung für Villingen-Schwenningen.