Alberto Giacometti gehört zu den herausragenden Einzelpersönlichkeiten unter den Künstlern des 20. Jahrhunderts, die keiner Stilrichtung zuzuordnen sind. Seine oft strichdünnen Skulpturen sind den Meisten bekannt, weniger ist dies mit seiner Malerei der Fall, die wir diesmal in den Mittelpunkt rücken wollen.
Thema beider Gattungen ist die Beziehung von Mensch und Raum. Während Giacometti bei der Skulptur vielfach aus der Erinnerung arbeitet, geht es in der Malerei immer um die Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Stunden, Tage, Wochen sitzen die immer gleichen Menschen im immer gleichen Atelierraum Modell. Und während Giacometti sich unermüdlich konfrontiert mit dem Individuum, ebnet er allmählich den Weg für dessen Urbild. „Was ich wirklich suche, habe ich noch nicht gefunden“, sagt Giacometti kurz vor seinem Tod.
Der Vortrag mit Lichtbildern versucht Einblicke in Leben und Werk entlang dieser Suche zu geben.
Alberto Giacometti, der ewig Suchende
Andrea Roessler, Malerin