Gemeindebrief Februar 2026
Die Auferstehungen deiner unsichtbaren Frühlinge
sind in Tränen gebadet.
Der Himmel übt an dir
zerbrechen.
Du bist in der Gnade. Nelly Sachs
Liebe Mitglieder und Freunde der Lübecker Gemeinde,
mit diesen Worten aus ganz anderen bewegenden Zeiten hat uns die Dichterin Nelly Sachs einen Wortsamen ins Herz gelegt, der zu allen Zeiten seine Gültigkeit bewahrt. Er wartet darauf, dass wir seine Keimkraft entdecken, ihn im Herzen bewegen, heranwachsen und reifen lassen. Mitunter ist es schwer, die Prüfungen und Herausforderungen unseres Lebens in den Zeitereignissen zu bejahen und in ihnen einen Sinn zu entdecken. Dann wollen sich Resignation und Angst unserer Seele bemächtigen. Zu Recht!
Und dennoch, wie wäre es, wenn wir in ihnen einen Weckruf unserer Zeit entdecken würden? Einen Weckruf, der uns und unsere Menschheitlichkeit ernst nimmt und in uns durch Schmerzen ein Bewusstsein erweckt, dass sich in unseren Schicksalen auch die Schicksale der Engel entscheiden, weil „der Himmel an dir zerbrechen übt“.
Diese Worte sind auch Titel eines Vortrages von Georg Dreißig im Mai und wir dürfen gespannt sein, was er über die Zeichen der Wiederkunft Christi in diesem Zusammenhang ausführen wird.
Eines jedoch dürfen wir mit Gewissheit immer wieder empfinden: das Leben, das durch den Kultus in diese unsere Welt eingesenkt wird, hilft nicht nur uns, sondern der ganzen Welt und Menschheit zu erkennen, dass es einen Erden-Sinn gibt. Der Kultus flicht und verstärkt den Faden mit der geistigen Welt immer wieder neu. Durch ihn regnen Himmelskräfte auf die Erde. In diesem Bewusstsein dürfen wir auf die heilenden Kräfte des Himmels vertrauen lernen, immer wieder neu.
Die Himmelfahrtstagung der Christengemeinschaft in Christianslyst hat dies zum Thema und wir laden Sie herzlich dazu ein.
Eine gute Passions- und Osterzeit wünschen Ihnen sehr herzlich
Ihre

„Man sollte einen Kreuzzug unternehmen zum Wesen des kleinen Kindes.“
Dieser Ausspruch stammt von Ita Wegman (Mitbegründerin der anthroposophischen Medizin). Lernen wir immer mehr auf die – oft auch nur ganz zarten – Botschaften von Kindern zu achten, kommen wir auch zu denjenigen des eigenen ewigen Kindes in uns und können so hoffentlich allmählich lernen in kleinen Schritten friedenstiftend zu wirken in der Welt. Dieser Thematik widmet sich im Februar folgender Vortrag: Kindheitskräfte erkennen, pflegen und hüten. (Erika Radszat)
Konfirmation
In diesem Jahr bereiten sich fünf unserer Jugendlichen auf ihre Konfirmation vor.
Es ist schön, wenn die Konfirmanden sich bei den unterschiedlichen Gelegenheiten, wie bei den Taufen, der Sonntags- und der Menschenweihehandlung, in und von der Gemeinde willkommen und wahrgenommen fühlen können! Die Gemeinde ist wie immer herzlich eingeladen sowohl zur Konfirmationsfeier als auch zum festlichen Abschluss am Abend der Konfirmation, um diesen wichtigen Schritt im Leben dieser jungen Menschen zu begleiten.
Übergänge – Durchgänge
Im Zugehen auf die Passionszeit können wir uns mit Holzstelen und – reliefs von Bernward Sutmann aus Raeren/Belgien, die vor 7 Jahren bereits einmal in unserer Gemeinde im Rahmen einer Ausstellung („einst wollt das Holz verhärten …“) zu sehen waren, auf diese besondere Festeszeit einstimmen. Auch diesmal findet im Laufe dieser Wochen wieder ein Übergang zur Welt der Farben statt mit Bildern von Johanna Sandau, Bochum.
Genesis – Genese
Die aus Serbien stammende Malerin Jasminka Bogdanovic, die seit 40 Jahren in Basel arbeitet und lehrt, promovierte zum Thema „Farbe – Imagination der Wirklichkeit. Farbmeditation und Porträt“. Ihre Werke sind regelmäßig auf Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Der Werkzyklus „Genesis – Genese“ orientiert sich an verschiedenen Motiven der Entstehung und Entwicklung von Welt und Kosmos. Es sind innere mystische Vorgänge, die dabei bildlich erfasst werden.
In der Reihe „aufgehorcht“ (Verein für Neue Musik im Ostseeraum) findet ein Konzert der Gruppie-rung „INTU“ statt. Sie hören intuitiv entstehende Musik und dürfen diese auch mitgestalten, falls Sie das möchten.
Beethoven-Abend
Hans-Jürgen Schnoor, der seit Jahren den Flügel in unserer Kirche regelmäßig und unentgeltlich stimmt, kommt zusammen mit seiner Frau Maike Albrecht und dem jungen Cellisten Daniel Wachsmuth wieder mit einem spannenden Programm zu uns. Sie werden uns zwei Sonaten (op. 102,1 und op. 69) und eine Konzertarie zu Gehör bringen.