Zeitschrift »Die Christengemeinschaft«

Gerechtigkeit und Hilfe für Notleidende lassen sich einfordern. Der Rechts- und Sozialstaat kann auf dieser Ebene einiges ordnen und leisten. Aber das eigentliche Elend kann er nicht lindern. Das kann die Barmherzigkeit, denn nur in ihr liegt die Freiheit, die hilft, ohne damit nur ein Gesetz zu erfüllen, sondern allein deshalb, weil sich einer hat anrühren lassen – in seinem Herzen. Lässt sich das auch lernen und üben?

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Die meisten von uns haben oder machen zu viel. So klagen wir immer über fehlende Zeit. Entschleunigung, Entrümpelung und Verzicht um unseres Glückes willen – das können wir uns inzwischen gut vorstellen. Vielleicht ist die Genügsamkeit sogar eine Sehnsucht geworden. Die aber unterscheidet sich deutlich von der alten Sehnsucht nach immer mehr, weil sie eine Fähigkeit von uns verlangt, die wir erst lernen müssen.

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Soziale und vor allem kommunikative Berührungsflächen werden immer zahlreicher und vielfältiger. Sie können uns ebenso bereichern wie anstrengen und zerstreuen. Wo lassen sich die inneren und äußeren Orte finden, von ­denen aus wir dieser Fülle durch Sammlung die Balance halten?

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Wunder widersprechen dem, was wir aus unserer Erfahrung und Kenntnis der Naturgesetze erwarten. Und doch gehören gerade auch sie zu unserer Erfahrung, denn wer hat nicht schon einmal das »Unerklärliche« erlebt und darüber gestaunt. Wunder berühren uns tief in unserem Selbstverständnis als rational denkende Menschen, die doch auch das Unerwartete, das »Übernatürliche« erleben, ohne das es gar nichts Neues in der Welt gäbe.

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Gnade ist immer ein Geschenk. Wir haben kein Recht auf sie, und niemand kann sie sich verdienen. Gleichwohl kann man etwas für sie tun, nämlich: in Beziehung treten. Das Ringen um den Gottesbezug oder auch um das echte menschliche Verhältnis gerade da, wo es unmöglich erscheint, das bahnt den Weg der ­Gnade – ohne Garantie und dennoch wirklich.

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