Zeitschrift »Die Christengemeinschaft«

Wissen, Wahrheit und Täuschung
Immer häufiger hört man die Redewendung »Fakt ist …« – so als könnte man sich damit der Unwahrheit erwehren. Das scheint in Zeiten geziel­ter Desinformation zwar nötig, aber ­gegen Täuschungen sind wir dadurch nicht gefeit. Kön­nen wir wirklich wissen, was Tatsache ist? Müs­sen wir vielleicht »Wahrheit« neu denken lernen?

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Unsere längste Pause, die wir täglich machen, ist der Schlaf in der Nacht. Im Schlaf aber verlieren wir unser Bewusstsein. Wie anders sind da die Pausen, die wir uns bewusst am Tag einrichten? Mit ihnen treten wir aus aller Zweckhaftigkeit heraus und werden frei für Spiel, ­Feier und ein spirituelles Leben.

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Prophetie spricht nicht unbedingt über die Zukunft. Sie verkündet, was aus dem Geist heraus gesagt werden will. Zumeist geht es dabei um ein Kommen des Göttlichen, um seine Ankunft, um einen neuen Himmel und eine neue Erde. Das geht uns in schwierigen Zeiten wie heute besonders an.

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Die Feier unterscheidet sich vom Fest durch eine Würde, die sie noch einmal mehr aus dem Alltäglichen heraushebt. Das Gefühl des Er­habenen stellt sich ein. Aber genau dieses kann Rückwirkung auf unseren Alltag haben: Es lässt uns intensiver leben.

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Wenn es ernst wird oder vom »Ernst des Lebens« die Rede ist, dann mag das Gefühl einer Schwere aufkommen. Aber liegt nicht im Ernst auch eine Sachlichkeit, die etwas Schönes, Heilsames und Befreiendes hat? Wenn wir zur Sache kommen, sind wir ehrlich und der Welt zugeneigt. Wir bilden Substanz.

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Ohne Lust wäre das Wandern bloße Fortbewegung, stumpfes Bewegen zum vorgegebenen Ziel. Es ist die Freude am zweckfreien Wandel, die uns das Wandern wertvoll macht: Dass sich mit jedem Schritt der Blick auf die Welt und zugleich unser »Standort« zu ihr verändert.

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Wir erkennen einen Menschen an seiner Stimme. Ohne Atmung wären wir stimm- und leblos. Es ist dieser Hauch, der uns charakterisiert und Lebenskraft gibt. Der Atem vermittelt das Sinnliche mit dem Übersinnlichen in uns. Als Pneuma und Odem erahnen wir seine spirituelle Bedeutung.

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Güte vermag viel. In ihr liegt eine Freundlichkeit den Menschen gegenüber, die nicht einfach moralisch ist, sondern durch Nachsicht und Aufmunterung dem anderen ermöglicht, zu sich selbst zu kommen. – Wie schöne wäre es, im Laufe seines Lebens ein gütiger Mensch zu werden.

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Wer wäre nicht gern von aller Last befreit. Aber muss diese Erlösung von außen kommen? Ist sie nicht vielmehr ein Ziel unserer Menschwerdung, das wir zwar nicht allein, aber eben nur dann erreichen können, wenn wir uns selbst überwinden und Christus einlassen?

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Unsere Zeit ist von z.T. drastischen Hygienemaßnahmen bestimmt, die überall nur eine Keimfreiheit im Auge haben. Geht man aber dem Ursprung des Wortes Hygiene nach, so müssten wir von einer der Gesundheit dienenden Kunst reden. Gesund zu sein bedeutet nämlich, auch im religiösen Verständnis, vor allem die Balance zwischen Einseitigkeiten zu halten, und gerade nicht den Versuch, alle Keime abzutöten.

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