Zeitschrift »Die Christengemeinschaft«

Güte vermag viel. In ihr liegt eine Freundlichkeit den Menschen gegenüber, die nicht einfach moralisch ist, sondern durch Nachsicht und Aufmunterung dem anderen ermöglicht, zu sich selbst zu kommen. – Wie schöne wäre es, im Laufe seines Lebens ein gütiger Mensch zu werden.

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Wer wäre nicht gern von aller Last befreit. Aber muss diese Erlösung von außen kommen? Ist sie nicht vielmehr ein Ziel unserer Menschwerdung, das wir zwar nicht allein, aber eben nur dann erreichen können, wenn wir uns selbst überwinden und Christus einlassen?

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Unsere Zeit ist von z.T. drastischen Hygienemaßnahmen bestimmt, die überall nur eine Keimfreiheit im Auge haben. Geht man aber dem Ursprung des Wortes Hygiene nach, so müssten wir von einer der Gesundheit dienenden Kunst reden. Gesund zu sein bedeutet nämlich, auch im religiösen Verständnis, vor allem die Balance zwischen Einseitigkeiten zu halten, und gerade nicht den Versuch, alle Keime abzutöten.

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Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes (Spr 21,6) – so drastisch ist die Mahnung im biblischen Buch der Sprüche Salomos. Tatsächlich gibt es aber immer wieder Lügen, die dem Lügner einen sehr lebensdienlichen Vorteil bringen. Und im Strafrecht ist nicht jede Lüge strafbar, z.B. die nicht, mit der sich ein Angeklagter zu entlasten sucht. – Was bedeutet das und wie lässt sich Wahrhaftigkeit kultivieren?

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Wo religiöse Erfahrung aus sich selbst überzeugende Einsichten ermöglicht, wird das Vertrauen in das Göttliche umfassender. Für den Moment der Offensichtlichkeit schweigt der Zweifel.
Es trifft uns der göttliche Funke, und wir haben kein Bedürfnis nach Erklärungen – denn für diesen Augenblick haben wir eine Gewissheit, in der Glauben und Erkennen eins sind.

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Erwartung – Erfüllt es sich?
Erfüllt sich mit Weihnachten die alttestamentliche Erwartung eines endzeitlichen Heilskönigs? Und warten wir Heutigen nicht noch immer auf die Erfüllung unserer Friedenshoffnung? – Es bleibt die Not von Weihnachten, dass etwas Weltveränderndes geschehen ist und doch zugleich der erwartete Friede, die bessere Welt nicht so gekommen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Wie gehen wir damit um?

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Hoffnung haben wir in der Gegenwart, aber sie gilt der Zukunft. In ihr liegt Lebenskraft, auch wenn wir nie sicher sein können, dass sich unsere Hoffnung erfüllt. Sie ist sogar eine Tugend, d.h. wir können uns um sie bemühen, und zwar gerade auch dann, wenn uns gar nicht danach ist. In diesem Bemühen wächst uns die Kraft zu, die uns fortbestehen lässt.

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Gibt es das heute noch, dass jemand von ­Dämonen besessen ist? Die Vorstellung will vielleicht nicht mehr ganz in unser modernes Weltbild passen. Was wir jedoch aktuell deutlich erleben, sind Wahnvorstellungen – natürlich immer bei anderen. Wie gehen wir damit um?

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Der König gerät unversehens in den tiefen Wald ... Wenn wir als Kind dieses Märchenbild in der Seele erfuhren, war schon klar: Jetzt wird es eng! Ob es gut oder schlecht ausgehen würde, musste sich zeigen, aber dass niemand aus der Tiefe des Waldes so herauskommt, wie er hineingegangen ist, das stand bereits fest. Wie kann man mit dem Moment der Krisis (Entscheidung) umgehen, auf den das Leben unweigerlich zusteuert, wenn es eng wird?

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Immer mehr Satelliten kreisen im Himmel über uns, insofern ist er wohl erreichbar. Andererseits aber geht es um unseren kosmischen und spirituellen Bezug zum Himmel, den wir im Sowohl-als-auch seiner Anziehungskraft und Ferne als etwas erleben, in dem wir uns als geistige Wesen erfahren können. Den verschiedenen Qualitäten unseres Himmelsbezugs wollen wir im Sommer nachspüren.

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