Zeitschrift »Die Christengemeinschaft«

Wo religiöse Erfahrung aus sich selbst überzeugende Einsichten ermöglicht, wird das Vertrauen in das Göttliche umfassender. Für den Moment der Offensichtlichkeit schweigt der Zweifel.
Es trifft uns der göttliche Funke, und wir haben kein Bedürfnis nach Erklärungen – denn für diesen Augenblick haben wir eine Gewissheit, in der Glauben und Erkennen eins sind.

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Erwartung – Erfüllt es sich?
Erfüllt sich mit Weihnachten die alttestamentliche Erwartung eines endzeitlichen Heilskönigs? Und warten wir Heutigen nicht noch immer auf die Erfüllung unserer Friedenshoffnung? – Es bleibt die Not von Weihnachten, dass etwas Weltveränderndes geschehen ist und doch zugleich der erwartete Friede, die bessere Welt nicht so gekommen ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Wie gehen wir damit um?

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Hoffnung haben wir in der Gegenwart, aber sie gilt der Zukunft. In ihr liegt Lebenskraft, auch wenn wir nie sicher sein können, dass sich unsere Hoffnung erfüllt. Sie ist sogar eine Tugend, d.h. wir können uns um sie bemühen, und zwar gerade auch dann, wenn uns gar nicht danach ist. In diesem Bemühen wächst uns die Kraft zu, die uns fortbestehen lässt.

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Gibt es das heute noch, dass jemand von ­Dämonen besessen ist? Die Vorstellung will vielleicht nicht mehr ganz in unser modernes Weltbild passen. Was wir jedoch aktuell deutlich erleben, sind Wahnvorstellungen – natürlich immer bei anderen. Wie gehen wir damit um?

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Der König gerät unversehens in den tiefen Wald ... Wenn wir als Kind dieses Märchenbild in der Seele erfuhren, war schon klar: Jetzt wird es eng! Ob es gut oder schlecht ausgehen würde, musste sich zeigen, aber dass niemand aus der Tiefe des Waldes so herauskommt, wie er hineingegangen ist, das stand bereits fest. Wie kann man mit dem Moment der Krisis (Entscheidung) umgehen, auf den das Leben unweigerlich zusteuert, wenn es eng wird?

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Immer mehr Satelliten kreisen im Himmel über uns, insofern ist er wohl erreichbar. Andererseits aber geht es um unseren kosmischen und spirituellen Bezug zum Himmel, den wir im Sowohl-als-auch seiner Anziehungskraft und Ferne als etwas erleben, in dem wir uns als geistige Wesen erfahren können. Den verschiedenen Qualitäten unseres Himmelsbezugs wollen wir im Sommer nachspüren.

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Das Zentralwort der Predigt Johannes des ­Täufers wird gewöhnlich mit Umkehr, bei ­Luther auch mit Buße übersetzt. Es kann heute auch als revolutionäre Haltung im eigenen Inneren verstanden werden. Dem ewigen Wandel des Lebens, dem wir ungefragt unterliegen, setzen wir als Christen nicht den Stillstand oder die Rückwendung entgegen, sondern die im und aus dem Ich gesuchte Kraft dauernder Wandlung.

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»Seligkeit« hat etwas Ultimatives: darüber ­hinaus gibt es nichts Größeres. All unsere Sehnsucht ist in ihr erfüllt. Sie ist das Glück, das Seelenheil, die Erlösung. Das besondere an ihr ist, dass ihre transzendente Dimension ganz im Hier und Jetzt erfahrbar sein kann. Auch wenn sie nicht gelingt, ist Seligkeit als ein Verlangen doch da. Wir wollen ihr nachspüren.

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»Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient«, schrieb Leonardo da Vinci an der Schwelle zum 16. Jahrhundert. Die seit mehr als einem Jahr anhaltende Pandemie legt uns eine Besinnung auf die Zerbrechlichkeit, aber auch auf den Wert des Lebens nahe. Wie können wir dieser Wertschätzung Taten folgen lassen? ­Dieser und anderen Lebensfragen ist das diesjährige Osterheft gewidmet.

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Wer krank ist, will gesund werden. Doch wissen wir auch, dass Krankheiten Entwicklungszeiten sind. Aber das sagt sich so leicht. Wie gelingt es uns seelisch-geistig, die Krankheit als eine Forderung an uns anzunehmen und sie durchleidend zu bewältigen? Und wer hilft uns, wenn wir scheitern?

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