Zeitschrift »Die Christengemeinschaft«

»Wer das Leben nicht schätzt, hat es nicht verdient«, schrieb Leonardo da Vinci an der Schwelle zum 16. Jahrhundert. Die seit mehr als einem Jahr anhaltende Pandemie legt uns eine Besinnung auf die Zerbrechlichkeit, aber auch auf den Wert des Lebens nahe. Wie können wir dieser Wertschätzung Taten folgen lassen? ­Dieser und anderen Lebensfragen ist das diesjährige Osterheft gewidmet.

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Wer krank ist, will gesund werden. Doch wissen wir auch, dass Krankheiten Entwicklungszeiten sind. Aber das sagt sich so leicht. Wie gelingt es uns seelisch-geistig, die Krankheit als eine Forderung an uns anzunehmen und sie durchleidend zu bewältigen? Und wer hilft uns, wenn wir scheitern?

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Während Gefasstheit Ausdruck einer Disziplin ist, mit der man in einer aufwühlenden Situation die Selbstbeherrschung behält, ist die Gelassenheit in einer tieferen Schicht verwurzelt. Sie ist geradezu eine religiöse Tugend, die von den Abgründen des Daseins sehr wohl betroffen ist, aber doch eine eigentümliche Über­legenheit hat. – Wie kommt man dazu?

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Zufälliges lässt sich nicht erklären oder berechnen, scheint aber dennoch im Guten wie im Schlechten einen »Sinn« zu haben: Gestern fiel mir jemand ein, den ich lange nicht gesehen habe, und heute begegnet er mir. Oder jemand verpasst den geplanten Zug, nimmt den nächsten, der dann verunglückt. – Wie gehen wir mit solchen unerwarteten Zusammentreffen um?

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Der 1. Johannesbrief beginnt mit einem Lobpreis des göttlichen Schöpferwortes: Von allem Anfang an war es da; wir haben es gehört und mit eigenen Augen gesehen, wir haben es angeschaut und mit unseren Händen berührt – das Wort des Lebens. Die Wiederkunft dieses Wesens erwarten Christen im Advent.

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Schlaf ist lebensnotwendig. Wir erholen uns in ihm, aber nicht nur das: wir lassen los, verlieren uns, treten in Kontakt mit einer anderen Welt. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass wir nach einer gut durchschlafenen Nacht Probleme plötzlich lösen können, die uns am Tag zuvor noch überforderten. – Wie und was finden wir im Schlaf?

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Mehrfach erklingt in den Evangelien Jesu Mahnung an die Jünger, wachsam zu sein. Gegenüber dem gewöhnlichen Zustand der Tageswachheit geht es dabei offensichtlich um ein gesteigertes oder erweitertes Bewusstsein. Welche religiöse Qualität liegt in solcher Seelenübung und wozu kann sie führen?

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Die Fülle des sommerlichen Lebens trägt das Vergängliche bereits in sich. Es tritt im Zurückgehen von Licht und Wärme schon vor dem Herbstbeginn deutlicher zutage. Wie gehen wir mit diesem Wandel der natürlichen Lebens­zyklen um? Welche religiöse Haltung regt sich gegenüber der »gedämpften Welt« des sich neigenden Sommers?

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Mit dem Sommerheft möchten wir Sie in diesem Jahr in den Wald mit seinen vielfältigen Lebenszusammenhängen entführen. Dem Zauber dieser Pflanzengemeinschaft, die mit ihrem milden Dämmerlicht und ihrer erwartungsvollen Stille einer reichen Vielzahl von Lebewesen Raum gibt, nähern sich unsere Autorinnen und Autoren aus dem Blickwinkel von Biologie, Literatur, Pflanzensoziologie, Kulturgeschichte, Ökologie, Geisteswissenschaft und Religion.

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Das Licht steht in einem doppelten Gegensatz, nämlich zum einen zur Finsternis, die es nicht begriffen hat (Joh 1,5), und zum anderen zur Schwere, der alles unterworfen ist, was nicht einfach durch das Licht dem Himmel entgegenwachsen kann. Und doch ist der Mensch mit seiner Aufrichtekraft in der Lage, der Schwere entgegenzuwirken. Was bedeutet das?

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