Die Christengemeinschaft
Chiemgau

Informationen zum Gemeindeleben


Sommer kam ins Land gezogen: Kuckucksruf erschallt,
Saaten schießen, Blumen sprießen, neu schmückt sich der Wald …

Sommerlied


Prien, im Juni 2026

Liebe Freunde und Mitglieder der Christengemeinschaft im Chiemgau,

das Bild auf der Vorderseite diese Gemeindebriefes (siehe Download) erzählt von Johannes, dem Täufer, dem die jetzige Festeszeit gewidmet ist und durch den der Anfang des Evangeliums möglich wurde. Es ist ein altes Bild aus einem Kloster im Norden von Frankreich. Interessant ist es, wie sich bei diesem Bild die geistige und die irdische Welt begegnen, und dass das Motiv„Siehe, das Lamm Gottes“ (Joh. 1, 29) dabei eine solche Gewichtung bekommt.

In der Apokalypse des Johannes finden sich in den ersten Kapiteln die Sendschreiben an 7 Gemeinden in Asien mit anerkennenden Worten, aber auch mit Hinweisen auf Dinge und Gegebenheiten, die geändert werden sollten. „Dem Engel der Gemeinde von … schreibe.“ Johannes der Apokalyptiker bekommt die Aufgabe, Briefe zu schreiben, jeweils an eine bestimmte Gemeinde. Johannes kannte diese Gemeinden.

So, nach zwei Jahren Mit-Leben in unserer Gemeinde frage ich mich manchmal: Der Brief an die Gemeinde im Chiemgau, oder besser an den Engel der Gemeinde der Christengemeinschaft im Chiemgau, wie würde der wohl lauten? Wie wird im Sinn von einer höheren Wesenheit aus auf diese Gemeinde geblickt?

Ein Jahr lang konnte ich monatlich Mitglieder der Gemeinde zu Werkstatttreffen einladen und so einen Teil der hiesigen Gemeinde im Gespräch (anfänglich) kennen lernen. Und ich bedanke mich bei allen, die diese Einladung angenommen haben. So gab es neben der Begegnung und dem Kennenlernen auch einem Blick auf die Vergangenheit und das Werden der Gemeinde im Chiemgau. Teilweise gab es auch einen Austausch darüber, wie es der Gemeinde jetzt geht und was zukünftige Aufgaben sein könnten.
Im März hat ein letztes dieser Gespräche statt gefunden, dann war aus verschiedenen Gründen eine Pause einzulegen, auch wenn weitere Treffen und Begegnungen noch ausstehen.

Nun sind es noch wenige Wochen bis zu den Sommerferien. Für diese Wochen der Schulferien gilt, dass die Handlungen am Mittwoch nach Möglichkeit gehalten werden (bitte nachfragen), die Handlungen an den Samstagen entfallen. Und auch die Sonntagshandlung für die Kinder macht eine Pause.

Die Weihehandlung in der Kapelle im Novalis-Haus in Bad Aibling findet in der Regel monatlich statt. Die Termine dafür können immer nur relativ kurzfristig vereinbart werden. Und das gut zu kommunizieren, ist noch eine Aufgabe. Die nächste Handlung dort wird am 18. Juli sein, um 10 Uhr. Weitere Tage sind noch nicht bekannt.

In den Wochen der Johannizeit werden im Weiheraum in der Dickertsmühlstraße an der Rückseite neben dem „Ostaltar“ auch Bilder zu sehen sein, die bei dem Seminar mit Jürgen Grieger „Die Offenheit für den Blickenden – Die Offenheit des Blickenden“ entstanden sind. Es sind Antlitze, die bei diesem Seminar in die Sichtbarkeit gekommen sind.

Folgendes zum neuen Programm:

Am 4.7. – Musik und Wort – wird neben anderem der Sonnengesang des Franziskus in der Übersetzung von Franz Brentano gelesen, der in seiner besonderen Art die Schöpfung Gottes, die gerade in den Sommerwoche erlebbar ist, „besingt“. Herr Schellenberger wird dazu auf seiner Oboe improvisieren.

Am 2. Johannisonntag planen wir nach Weihehandlung und Sonntagshandlung ein Johannifest für die Gemeinde.
Eunike Engelkind wird uns am 7.7. den „Parsifal“, eines ihrer neuesten Bühnenstücke darbieten.

Am 14.7. kommt Matti Bormann-Melchinger zu uns, der seit seiner Weihe im vergangenen Jahr als Priester in München-West tätig ist. Wir können uns auf seinen Beitrag zu „Licht und Schatten“ freuen, aber auch darauf, ihn kennen zu lernen.

Eckart Irion lädt am 21.7. erneut dazu ein, das gute menschliche Herz als Wahrnehmungsorgan zu bedenken.

Und in den Ausführungen zu den erneuerten Sakramenten bildet in diesem Monat die Beichte einen ersten Abschluss.

Am Beginn der Sommerferien gibt es einen „Sommerkurs“ zu einem weiteren Brief des Paulus. Nachdem wir uns im vergangenen Jahr intensiv mit dem „Brief an die Römer“ beschäftigt haben, soll diesmal der „Brief an die Korinther“ bedacht werden.

Für den Herbst hat Herr Demisch aus Bochum einen Vortrag zugesagt, bei dem es um die „Geburt der Menschenrechte“ geht im Zusammenhang mit der Unabhängigkeitserklärung der USA vor 250 Jahren.

Mit herzlichen Grüßen und guten Wünschen für diese Tage voller Licht und Wärme

Veit Zschiesche


Das aktuelle Gemeindeprogramm zum herunterladen