Um diese Betrachtung – und frühere – als PDF herunterzuladen, scrollen Sie bitte nach unten!
Betrachtung zum 3. Sonntag auf Johanni zu
Der Kreis der christlichen Jahresfeste kann in zwei Hälften geteilt werden. Von Advent bis Pfingsten geht es um die Menschwerdung Gottes, während wir den zweiten Teil die Gottwerdung des Menschen nennen können.
Diese zweite Bezeichnung kann überraschen. Und doch ist es dem Menschen möglich, durch das Wirken seiner gottgegebenen Kraft die Welt zu erhöhen, zu veredeln. Die Evangelien, die nach den Pfingsttagen vom Altar erklingen – das Gespräch des Christus mit Nikodemus (Johannes 3) und das Gespräch mit der Samaritanischen Frau am Brunnen (Johannes 4) – sprechen deutlich von einer neuen Wirksamkeit des Geistes.
In beiden Fällen geht es nicht – wie früher – um ein Handeln des Menschen aus den Geburtskräften heraus, sondern um ein Wirken aus seiner Verbindung mit der göttlichen Welt. Diese Verbindung ist eine Quelle der ewigen Erneuerung. Und sie liegt nicht irgendwo außerhalb des Menschen, sondern in uns selbst – wenn wir mit Christus innerlich verbunden sind.
So sind wir immer wieder aufs Neue zu einer Wachheit in unserem Alltag aufgefordert. Und zwei Fragen können unser Leben durchziehen: – Wie pflege ich meine ganz persönliche Verbindung zu Christus? – Was ist die Quelle meines Handelns? Oder: Woher stammen meine Taten?
Die Antwort auf diese Fragen wird für unsere Mitmenschen sichtbar in den Früchten unseres Lebens.
Xenia Medvedeva
Priester in der Christengemeinschaft
Frühere Betrachtungen
Alle Betrachtungen können hier als PDF heruntergeladen werden.