Die Christengemeinschaft
Stuttgart-Nord

Betrachtungen

Um diese Betrachtung – und frühere – als PDF herunterzuladen, scrollen Sie bitte nach unten!

Betrachtung zum 3. Sonntag in der Osterzeit


„Ich bin die Tür.“ – Das ist eines der sieben Ich-Bin-Worten, mit denen Christus
sich selbst beschreibt und dabei uns Menschen hilft, Sein Wesen besser zu
verstehen und Ihm näher zu kommen.
Eine Tür lässt uns verschiedene Räume betreten, wir können hinein- und
herausgehen. Eine Tür kann auf- und zugemacht werden. Und beim Öffnen
erschließt sich das bisher Verschlossene.
Gelegentlich stehen wir vor einem anderen Menschen wie vor einer
verschlossenen Tür. Denn letztlich ist jeder von uns für Andere ein Rätsel. Wer
einem anderen Menschen voll begegnen will, muss „aus sich herausgehen“.
Und erst wenn wir uns dem anderen öffnen, kann der uns wirklich
kennenlernen.
Dieses Ich-Bin-Wort möchte uns bewusst machen, dass Christus auch die Tür
zwischen zwei verschiedenen Seelenräumen – also Menschen – ist. Aber wie
öffnen wir diese Tür, und wie gehen wir durch sie hindurch?
Fragen kann man auch dies: Wenn der Christus sich hier als Tür beschreibt,
sagt er auch, dass die Benutzer dieser Tür Weideland finden werden. Also Orte
der Nahrung.
Das würde heißen: Wenn wir durch die Tür – sprich, durch sein Wesen –
hindurchgehen, verspricht Er, dass wir Nahrung finden.
Durch Ihn kommen wir also nicht nur zur wirklichen Begegnung mit anderen
Menschen, sondern wir finden auch Orte, wo unser ganzes Wesen ernährt und
erkraftet wird.

Xenia Medvedeva
Priester in der Christengemeinschaft


Frühere Betrachtungen

Alle Betrachtungen können hier als PDF heruntergeladen werden.