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Betrachtung zum Ostersonntag
Wenn der Himmel bewölkt ist und die Lichter der Stadt so weit weg, dass sie keine Rolle spielen, ist die Welt dunkel. So dunkel, dass man gar nichts sieht….
Wenn dann die ersten Sonnenstrahlen den neuen Tag ankündigen, wenn ganz langsam die Welt sichtbar wird, kann sich das Herz mit Freude erfüllen.
Da erlebt man, wie die Welt neu ersteht – aus der Dunkelheit der Nacht heraus in das volle, taghelle Licht. Und im Herzen entsteht nicht nur Freude, sondern auch ein Gefühl der Ruhe und des Friedens. Die Welt ist da und liegt offen vor unserem Blick.
Einstmals haben Menschen die äußere Dunkelheit gefürchtet und die Nacht als Zeit der Bedrohung, der Hoffnungslosigkeit empfunden. Heute erleben wir vielmehr die Dunkelheit im Zwischenmenschlichen und in der eigenen Seele.
Doch auch diese Dunkelheit kann vom Licht durchbrochen werden, und eine neue Welt kann in der Helligkeit der inneren Sonne erstehen.
Dieses Licht kommt nicht von außen, von der Sonne, die jeden Morgen aufgeht. Denn wir tragen es immer in uns.
Es ist das Christus-Licht.
An uns liegt es, ob wir diesem Licht die Möglichkeit geben, in uns aufzugehen. Das können wir tun, indem wir uns im Gebet mit diesem Licht verbinden.
Und dann können wir sagen: „Christus ist auferstanden!“
Ja – Er ist in uns auferstanden. Und tut es immer wieder.
Xenia Medvedeva
Priester in der Christengemeinschaft
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