Hannah Arendt und Martin Heidegger: 2 Schicksale im 20. Jahrhundert

2. Martin Heidegger – Größe und Tragik

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1. Donnerstag, 8.10., 19:30 Uhr: „Hannah Arendt ~ Verstehen ist Heimat!“ – Portrait-Theater von und mit Eunike Engelkind, Stuttgart

2. Donnerstag, 15.10., 19:30 Uhr: Martin Heidegger – Größe und Tragik

Jochen Butenholz und Thomas Reuter (Musik)

Lis ist eine junge Weltverbesserin. Im Dialog mit dem Publikum beginnt sie Fragen über den Sinn des Lebens zu stellen. „Ich will verstehen“ tippt sie in den Browser, und da taucht Hannah Arendt auf! Nun wird Hannah sie begleiten und ihre philosophischen Gedanken werden auch für das Publikum greifbar … Ein Portrait-Theater, das zum Mitdenken und Mitgestalten aufruft! Auch für Jugendliche geeignet!

Eunike Engelkind

Der „größte Philosoph des 20. Jahrhunderts“ und die bedeutende politische Publizistin, Entdeckerin der „Banalität des Bösen“ im Eichmann-Prozess. Die Begegnung der beiden 1925 in Marburg ist ein Satyrspiel; es treten auf: eine achtzehnjährige Studentin als Geliebte eines Familienvaters, die „neckische Waldnymphe“ (Heidegger über Arendt), und der „Seeräuber“ (Arendt über Heidegger), die Ostpreußin und der Schwarzwälder, die Jüdin und der Kritiker der „Verjudung des deutschen Geistes“, die amerikanische Publizistin und der Denker, der meinte, „im Politischen weder bewandert noch begabt“ zu sein.

Die Verbindung der beiden machte viele Verwandlungen durch, hielt aber lebenslang. Die Gesten der Schicksale scheinen mir charakteristisch für die vor 100 Jahren begonnene neuere Zeit. Und aktuell ist das Thema nicht zuletzt dadurch, dass Hannah Arendt am 14. Oktober 1906, vor 120 Jahren, in Hannover-Linden geboren wurde.

Jochen Butenholz