Ist Märchenerzählen noch zeitgemäß? An welchem Menschenbild nehmen wir Maß?

Vortrag: Georg Dreißig, Schloss Hamborn

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Immer haben die Märchen in die Welt des Bekannten und Gewordenen etwas hereingerufen, das ganz anderer Art war als die äußeren Lebensverhältnisse. Niemals waren sie schlicht Spiegel der äußeren Welt oder der sozialen Verhältnisse. Sie haben das Seiende verzaubert und Möglichkeiten aufglänzen lassen, die der Alltag nicht anzubieten schien. Woher empfangen sie ihren Zauber? Wohin entführen sie ihre Zuhörer? Und womit begaben sie uns?

Der Vortrag am Donnerstag, den 26. März, um 19:30 Uhr möchte an den Quell herantasten, aus dem das Märchenerzählen selbst hervorströmt, hineinlauschen in die Absichten derjenigen, die die ersten Märchenerzähler waren, und nachfühlen, mit wem und zu welchem Werk wir uns verbünden, wenn wir Märchen erzählen.

Georg Dreißig