Wie können wir freilassend und dennoch konkret einen Umgang finden, die Kinder, die ihren kurzen Lebensweg schon im Mutterleib oder auch im Umkreis der Geburt wieder vollendet haben, mit in unser Gedenken an die Verstorbenen einzubeziehen? Ich trage als ehemalige Hebamme seit langer Zeit den Wunsch, die sogenannten „Sternenkinder“ mit in unser Leben einzubeziehen. Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Biografien, unserer Familiengeschichten, unserer Gesellschaft und unserer Zeit. So möchte ich unser Labyrinth-Fest in diesem Jahr für das Gedenken an die Sternenkinder um eine Dimension erweitern, gleichzeitig ist jeder herzlich willkommen, auch einfach so am Labyrinth-Fest teilzunehmen, wenn das Thema der Sternenkinder nicht im Vordergrund steht. Das Gehen ins Labyrinth ist bestens geeignet dafür, dass jede* den eigenen Weg mit den eigenen Gedanken zur Mitte hin gehen kann. In der Mitte kann man dann einen kleinen Edelsteinbegleiter wieder mit hinaus ins weitere Leben tragen. An der Seite wird ein Tisch stehen, auf dem Papier und Stife die Besucher einladen, kleine Botschaften oder Bilder zu gestalten. Ob diese kleinen Werke dann als Brief verschickt, an einer Pinnwand für alle sichtbar erscheinen, oder in der eigenen Tasche für stille Stunden mit nach Hause genommen werden, ist jedem selbst überlassen.
Wir haben das Glück, dass die Harfenistin Katharina Zimmermann wieder bereit ist, für uns Musik zu spielen.
Felicia Holland