Kinder an der Schwelle – Mut zum Leben in Beziehung zum Sterben

1. Mit Kindern übers Sterben reden?

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Liebe Eltern und Lehrer,

vielleicht kennen Sie die innere Hürde, mit Kindern über das Sterben zu reden. Das ist eine sehr herausfordernde Situation. Was soll man sagen, wenn in der Familie oder im näheren Umkreis ein Mensch stirbt und ein Kind dann Fragen stellt? Und wenn diese Fragen vielleicht sehr offen, vorbehaltlos und vielleicht entwaffnend sind? „Was ist da in dem Kasten (dem Sarg) drin?“ „Hat es Opa weh getan, als er gestorben ist?“ „Warum muss denn gerade meine Mutter sterben – das ist so ungerecht?!“

Kinder wollen das Leben verstehen. Der Tod ist ein Teil des Lebens. Um Mut und Zuversicht für das Leben zu gewinnen, ist es wichtig, auch zu diesem Aspekt ein Verhältnis zu finden. Dazu brauchen sie uns Erwachsene – als Lernende, als Anfänger, die zu diesem letzten gemeinsamen Nenner des Lebens keine abschließenden Antworten haben, aber selbst offene Fragen stellen. Am 5. November werden keine einfachen Antworten oder gute Lösungen präsentiert. Ich möchte aber anregen, über diese Fragen ins Gespräch zu kommen. Falls Sie eigene Erlebnisse mitbringen, kann das den Austausch sehr bereichern. Jeder ist herzlich willkommen: Eltern und Lehrer, junge und alte Menschen.

Claudio Holland