Welchen Weg wollen wir einschlagen? Die deutschsprachige Lenkerkonferenz lädt zu einem ersten Abend für eine Aufarbeitung der jüngsten und länger vergangenen die Gemeinde belastenden Ereignisse ein. Was kann aufgearbeitet werden, was nicht? Soll überhaupt ein Versuch gewagt werden? Welche Methoden möchte die Gemeinde anwenden? Der Abend ist ein Angebot. Es kann ganz individuell wahrgenommen werden, denn jeder einzelne hat ein anderes Verhältnis zu den Ereignissen und verarbeitet sie anders. Die Frage ist, ob ein gemeinsamer Weg innerhalb der Gemeinschaft beschritten werden möchte.Gespräch mit Chr. Bartholl und J. Paulus.
Stille Helden mit und ohne Jenseits – Gottesverlust und geisterhaftes Drüben für Dichter im 19. Jahrhundert.
Die Dichtung des deutschen Idealismus hatte mit Gottes Existenz und Wirken noch wenig Probleme. Das wirkt auch noch nach bei Adalbert Stifter, Peter Rosegger oder Marie von Ebner-Eschenbach. Doch manche Schriftsteller im 19. Jahrhundert (so etwa Theodor Fontane, Gustav Freitag, Betty Paoli) erleben den sogenannten „Gottesverlust“, der in dieser Zeit manche kirchen- und religionskritische Blüten getrieben hat, obwohl manche dieser Menschen doch auch eine Sehnsucht zum Übersinnlichen suchten: Wilhelm Raabe in seiner Spökenkiekerei, Theodor Storm in seiner Eichsfeld-Zeit als Katholizismus-Kritiker, Möchtegern-Beichtvater und Weihnachtsbaum- Verehrer Gottfried Keller mit seinen poetischen Ausblicken der Toten. Es bietet Trost, darüber mal zu reden, wenn das Jahr dunkelt.
Kaffeepause nach Menschenweihehandlung und Sonntagshandlung für die Kinder 12 Uhr: Geistige Paten : Johannes der Apokalyptiker – Th. Demele Johannes der Evangelist – K. Rennert