Die Schule von Chartres war nicht eine gewöhnliche Gelehrtenschule. Sie verband das
Wissen der Antike mit der Naturreligion der Kelten und den Erkenntnissen der
mittelalterlichen Gegenwart. In Chartres wurde dieses Wissen nicht nur gelehrt,
sondern durch eine bestimmte Lehrmethode sollte sich der Schüler und Gelehrte
selber zu einem höheren, weisen, gottdurchdrungenen Menschen entwickeln. Sowohl
der Inhalt als auch die Methode wurde in der Kathedrale von Chartres sichtbar
dargestellt: In der Gesamtarchitektur, den Portalen und dem Innenraum mit den
Glasfenstern.
Am 20. Januar um 19 Uhr werden wir mit dem Blick der Schule von
Chartres das Königsportal betrachten.