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Betrachtung zum 1. Sonntag nach der Sternenzeit
„Und anderes [der Same] fiel in die gute Erde,
wuchs heran und brachte hundertfältige Frucht…
Wer Ohren hat zu hören, der höre!…
Der Same ist das von Gott ausgehende Wort.“
(Lukas 8,8–9 und 12)
Am ersten Sonntag nach der Epiphanias-Zeit wird vom Altar in vielen Gemeinden das sogenannte Sämannsgleichnis erklingen. Da beschreibt Christus allen Umstehenden in einem Bild, wie unterschiedlich das Wort Gottes aufgenommen werden kann.
Bei der letzten Stufe dieses Gleichnisses fällt der Same in die gute Erde. Da stellt sich die Frage: Was muss im Menschen geschehen, dass sein Inneres zu einer guten Erde wird – einem Boden, in dem das Wort Gottes nicht nur wachsen, sondern auch Frucht bringen kann?
Diese gute Erde gibt es schon in uns – sie ist uns von der Natur gegeben. Aber sie braucht Pflege. Und es liegt an einem jedem, ob sie auch gut bleibt und ob die „Saatfläche“ größer wird. Denn dazu ist einiges nötig:
- Gesunde Nährstoffe – Inhalte die belebend wirken, und Erlebnisse, die stärken.
- Geduld, um das Neu-Aufgenommene zu „verdauen“.
- Pflege für das Wachsende, in Form von Zeit für das Schöne.
- die Beziehung zu anderen Wesen – Umgang mit der Welt und den Mitmenschen.
- und nicht zuletzt: Liebe, bei der Arbeit an dem Inneren.
Auf dieser Weise können wir unser Inneres Tag für Tag, immer wieder und immer weiter vorbereiten, um die Worte Gottes zu empfangen und in uns wachsen zu lassen.
Die entstandenen Früchte werden in unseren Taten sichtbar – und die Welt kann sie genießen.
Xenia Medvedeva
Priester in der Christengemeinschaft
Frühere Betrachtungen
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