Die Christengemeinschaft
Wiesbaden

Betrachtungen

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Betrachtung 2026-14 (Lk 15)

Die Sonne beschenkt uns derzeit mit einer Überfülle an Wärme. Bäume vertrocknen in ihren Kronen; die Flüsse tragen wenig Wasser; der Rasen im Garten gleicht einer Steppe mit nur noch wenig grünen Grasflächen. Wir beobachten das ganze Geschehen mit Sorge, wässern die eine oder and’re Stelle im Garten, wenden täglich den Blick zum blauen Himmel und hoffen auf die ersten Wolken, die einen kommenden Regen ankündigen.
Die Freude ist groß, wenn dann die ersten Tropfen fallen, und eigentlich möchten wir einen Regentanz tanzen, wie es das eine oder andere Volk in fernen Ländern tut.
Dankbarkeit erfüllt unser Herz.
Ebenso ergeht es dem Vater, dessen Sohn nach vielem Erlebten, Durchlittenen, aus Einsicht und demutvoll wieder zurückkehrt.
Und wie wunderbar wird dieser empfangen!
Die Freude des Vaters ist unermesslich. Von weitem erkennt er den Sohn; er weiß tief in seinem Herzen von dem, was der Sohn durchlebt, aber auch von dem, was dieser erworben hat.
Denn er hat ihn seit seinem Weggang innerlich begleitet – mit seinem Glauben an ihn, mit seiner Liebe zu ihm, mit seiner Hoffnung, dass sein Sohn seine Lebenskrise mit höherem Gewinn überstehen und bewältigen werde.
Glaube – Liebe – Hoffnung
sind die Kräfte, die wir aufbringen können, während uns liebe Menschen verlassen. Darin liegt der Wert der Treue, deren jeder Mensch bedarf, entgegengebracht wenigstens von einem einzigen Menschen in seinem Leben.
Wahre Freundschaft kann so zu etwas werden wie eine Stellvertreterschaft: Denn der treuste Freund ist DER CHRISTUS selbst.
Durch
Glaube – Liebe – Hoffnung,
IHM gegenüber, kann der Mensch gesunden.
Und wir alle können beitragen dazu, dass auch die Erde gesunde.

Bettina Wunder

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