Die Menschenweihehandlung*
sonntags | 10.00 Uhr
dienstags | 10.00 Uhr
donnerstags | 9.00 Uhr
samstags | 9.00 Uhr auf Spanisch am | 6.6. | 4.7.
Johanni | Mittwoch | 24. Juni
Im Sommer vom 5. Juli bis 29. August findet die Menschenweihehandlung nur sonntags und samstags statt.
* nach Beginn der Menschenweihehandlung ist kein Einlass mehr möglich!
Die Menschenweihehandlung ist der Gottesdienst der Christengemeinschaft – mehrmals wöchentlich gefeiert und das Herzstück des Gemeindelebens. Hier erhält die Seele einen Raum, in dem sie ihre geistige Heimat erneut erfahren darf. Denn der Weg des Menschen auf Erden bedeutet zunehmende Eigenständigkeit – aber auch Vereinzelung. Die Menschenweihehandlung lädt ein, diese Bewegung für einen Moment umzukehren: zurück in die Verbindung mit dem Werden der Welt und ihrem göttlichen Ursprung.
Sie erfolgt in vier Schritten: die Verkündigung des Evangeliums, das Darbringen der Substanzen verbunden mit dem, was in uns als Opfergabe lebt, die Durchdringung von Brot und Wein mit dem Geistwesen des Christus – und schließlich die Kommunion, die Vereinigung der Gemeinde mit diesem Wesen. Die vier Schritte werden äußerlich sichtbar: Der Ministrant stellt das Buch an verschiedenen Stellen des Altars auf – ein stilles Zeichen für den Fortgang des Geschehens.
Zwei Ministranten begleiten den Priester: einer trägt das Wort – er spricht und bringt das Buch – der andere reicht die Gewänder und die Substanzen. Wer zum ersten Mal dabei ist, mag den Eindruck haben, dass alle außer diesen dreien untätig sind. Doch das ist nur der äußere Eindruck. Die Worte und Handlungen sind dazu da, im Innern nachzuklingen und mitgetragen zu werden – von jedem so, wie er es vermag.
Die Farben der Gewänder und des Altars wechseln mit dem Jahreslauf – ein stilles Zeichen dafür, dass der Gottesdienst nicht außerhalb der Zeit steht, sondern mitten in ihr.
Wer zum ersten Mal kommt, darf in Ruhe wahrnehmen – und Fragen, die entstehen, im Gespräch mit einem Priester klären. Es gibt keine Pflicht, sich zu bekreuzigen. Keine Mitgliedschaft und keine Beichte sind Voraussetzung, um die Kommunion zu empfangen.
Die Sonntagshandlung für die Kinder
sonntags | 11.15 Uhr | nicht vom 5. Juli bis 23. August
für Schulkinder der 1.-8. Klasse
Kinder sind von Natur aus religiös. Die Art, wie sie die Welt wahrnehmen – offen, staunend, voller innerer Bilder – ist selbst eine Form von Verbindung mit dem Geistigen. Adventskerzen, der Weihnachtsbaum, Ostereier, Hausmärchen: All das sind nicht bloße Traditionen, sondern Nahrung für eine religiöse Empfindung, die im Kind lebendig ist.
Ab dem Schulalter können Kinder an der Sonntagshandlung teilnehmen – einem Gottesdienst, der ganz für sie gestaltet ist. Die Farben der Gewänder und des Altars wechseln mit dem Jahreslauf und machen das Werden der Welt sinnlich erfahrbar.
Die Kinder werden am Eingang des Kirchenraums empfangen und stellen sich vor dem Altar auf, von wo aus der Priester die Worte der Handlung spricht. Die Kinder sprechen ein Gebet nach. Dann geht der Priester zu jedem einzelnen Kind und spricht: „Der Gottesgeist wird sein mit dir, wenn du ihn suchest.“ Und das Kind antwortet: „Ich will ihn suchen.“ Danach wird das Evangelium verkündet, ein Lied gesungen und die Handlung mit den abschließenden Worten des Priesters beendet.
Die Sonntagshandlung ist kein Unterricht und keine Unterweisung. Sie ist ein religiöses Tun – ein Raum, in dem Kinder gemeinsam etwas vollziehen, das tiefer wirkt als Worte. Sie ist damit die natürliche Vorbereitung auf die Konfirmation: nicht durch Wissen, sondern durch Erfahrung.
Taufen, Trauungen, Bestattungen
werden durch Aushänge gesondert angekündigt