Die Apokalypse des Johannes
Das rätselhafte letzte Buch der Bibel. Vortrag von Jochen Butenholz. "Mein Geist will sich in dies Buch nicht schicken", sagte Martin Luther zu der Apokalypse und befand zugleich, es sei ja vielleicht trotzdem für Christenmenschen gut und nützlich, darin zu lesen. Das Lesen wird einem schwer gemacht durch die Überfülle von Bildern, unter der man die Kraft des ordnenden Gedankens zu verlieren droht. Und man muss schon etwas genauer hinschauen, um zu bemerken, dass den drohenden Weltuntergangs-Szenarien ein mindestens nicht kleineres Maß an Weltaufbau-Bildern gegenübersteht. Ich möchte am 24. August das Umfeld dieses Textes schildern: die Verfasser-Frage, die Entstehungszeit, Textüberlieferung und Sprachstil, Rezeption und Wirkensgeschichte, den Inhalt und seine Gliederung. Die Rezitation einiger Textpassagen möchte das Geschilderte erlebbar machen. Als Ausblick soll im Spannungsfeld von Patmos und Damaskus das Zusammenklingen und Weiterwirken der drei großen Genien des frühesten Christentums skizziert werden: Petrus der Glaubende - Paulus der Wissende - Johannes der Schauende.